Anti-Terror-Polizei stürmt Flugzeug in New York nach falschem Alarm

Falscher Alarm: Anti-Terror-Polizei stürmt Flugzeug

Weil der Funkkontakt kurzzeitig abbrach, galt ein voll besetztes Flugzeug auf dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy als entführt. Das FBI stürmte die Maschine und verstörte die Gäste.

Gäste heben die Hände bei einem Anti-Terror-Einsatz.
Kamen mit dem Schrecken davon: Die Gäste eines Jetblue-Fluges nach Los Angeles.

Foto: twitter.com/alexa_curtis

Diese Reise werden die Passagiere eines Jetblue-Flugzeugs wohl nicht so schnell vergessen. Als ihre Maschine am Dienstag auf dem Flughafen John F. Kennedy in New York kurz vor dem Start in Richtung Los Angeles die Funkverbingung verlor, löste das einen riesigen Anti-Terror-Einsatz aus. 

Schwer bewaffnetete Polizisten stürmten das voll besetzte Flugzeug mit rund 160 Passagieren. Das Video eines Gastes auf Twitter zeigt Fluggäste, die mit erhobenen Händen im Flugzeug sitzen.

Für 15 Minuten gab es keinen Kontakt zu dem Flugzeug – und das bedeutet laut Sicherheitsprotokoll, dass die Maschine möglicherweise entführt wurde. Dass das Bordpersonal nach einer Viertelstunde die Verbindung wiederherstellen konnte und Entwarnung gab, half nichts.

An diesem Punkt war der Einsatz der Anti-Terror-Einheit des amerikansichen Geheimdienstes FBI nicht mehr zu stoppen. 

Der FBI-Einsatz verstörte einige Fluggäste

Einige Passagiere jedenfalls verstörte der Einsatz zutiefst. Eine Frau, die im Flugzeug saß, schrieb bei Twitter: „Woah. Mein schlimmster Albtraum. Ich dachte wirklich, dass wir sterben werden. Ich bin am Leben. Zum Glück meditiere ich.“

Videos von außerhalb des Flugzeugs zeigen außerdem, wie viel Polizei tatsächlich beteiligt war. Die Maschine ist umringt von Einsatzfahrzeugen.

Jetblue bestätigte den Vorfall am Dienstagabend, berichtet der US-Fernsehsender „ABC News“ und sagte, dass das Protokoll den Vorgaben entsprechend umgesetzt wurde. Wieso die Verbindung unterbrochen wurde, ist bislang noch nicht klar.

Gäste kommen mit Verspätung doch noch an

Nachdem das FBI Entwarnung gab, musste das Flugzeug zur technischen Inspektion zum Gate zurück – und die Passagiere die Maschine wechseln.

Mit fünf Stunden Verspätung hoben sie schließlich ab. Nach diesem Schrecken war das wahrscheinlich die geringste Sorge.

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