Nachbar schnarcht: Kreuzfahrtgast verklagt Reederei Royal Caribbean

Nachbar schnarcht: Kreuzfahrtgast will Geld zurück

Weil sein Kabinennachbar bei einer Kreuzfahrt fürchterlich geschnarcht hat, wollte ein Australier sein Geld zurück und hat die Reederei Royal Caribbean Cruises verklagt. Doch er scheiterte…

Schlechter Schlaf bei der Kreuzfahrt.
Ein Mann hat Royal Caribbean Cruises verklagt – weil sein Nachbar schnarchte. (Symbolfoto)

Foto: pixabay.com/wokandapix

Der Ärger ist ja verständlich. Da bucht ein Mann mit seinem Partner einen wahrscheinlich lang ersehnten Urlaub – und kann dann keine Nacht ruhig schlafen. Und das nur, weil die Kabinennachbarn so laut schnarchen, dass der ganze Urlaub „ruiniert wurde“.

Genau das ist einem Australier auf einer Kreuzfahrt von Royal Caribbean Cruises passiert. Und deswegen hat er die Reederei verklagt – auf mehr als 3.000 Dollar. Weil er „seinen Urlaub nicht genießen konnte“. 

Das klingt kurios und irgendwie nachvollziehbar. Doch so einfach ist die Geschichte nicht. 

Fall des schnarchenden Nachbarn hat eine Vorgeschichte

Denn der Fall des schnarchenden Nachbarn hat eine Vorgeschichte. Und wegen dieser Vorgeschichte wurde die Klage am Gericht im australischen Brisbane vor zehn Tagen krachend abgeschmettert.

Denn tatsächlich hatte Passagier Brendan Ritson, der geklagt hatte, mit seinem Partner eine bessere Kabine bekommen, als er gebucht hatte. Auf der Kreuzfahrt im Jahr 2016 war im ursprünglichen Zimmer ein Wasserleck an der Decke entdeckt worden. Und so bekam das Paar ein kostenloses Upgrade: Eine Doppelkabine mit Fenster – und schnarchenden Nachbarn.

Bei denen handelte es sich um eine kleine Familie, die drei Tage später nebenan einzog. Diese war Brandons Angaben zufolge „laut, stritt sich und benutzte Schimpfwörter“. Und sie hatte eben einen anscheinend außergewöhnlich lauten Schlaf.

Richter versteht, dass die Kreuzfahrt runiniert war

All das konnte der Richter nachvollziehen: „Ich akzeptiere, dass das Schnarchen der lauten Nachbarn Herrn Ritson und seinen Partner sehr genervt hat, ihren Schlaf störte und ihren Urlaub vermieste“, zitiert ihn die australische Zeitung „Sydney Morning Herald“

Was er nicht nachvollziehen konnte war, dass Ritson und sein Partner sich nach mehreren Beschwerden beim Schiffspersonal weigerten, eine andere Kabine zu beziehen, die ihrer ursprünglich gebuchten Klasse entsprach. 

Klage der Touristen abgewiesen

Das sei „unangemessen“, und deswegen könne er die Reederei nicht dazu verpflichten, die Reisekosten zurückzuerstatten. Nun ja, auch das ist irgendwie verständlich.

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