Strande: Ein Ostseebad legt sich ins Zeug | reisereporter.de

Strande: Dieses Ostseebad legt sich richtig ins Zeug

So klein – und dennoch so vielfältig. In Strande findest du alles, was du zum Entspannen brauchst. Egal, ob du nur einen Tag in dem Ostseebad an der Kieler Förde verbringen möchtest oder gleich einen ganzen Urlaub planst.

Tilman Post
Der Strander Hafen ist ein Hingucker mit Luxusjachten und Fischerbooten. Direkt hinter dem Wasserbecken gibt es zahlreiche Restaurants.
Der Strander Hafen ist ein Hingucker mit Luxusjachten und Fischerbooten. Direkt hinter dem Wasserbecken gibt es zahlreiche Restaurants.

Foto: Tilmann Post

Abgesehen von der maritimen Kulisse legt sich das 1.500-Einwohner-Örtchen Strande vor allem kulinarisch ins Zeug. Zehn verschiedene Möglichkeiten zum Einkehren findest du – und das schmeckt nach Rekord: Auf 150 Bürger kommt ein Restaurant, ein Imbiss oder eine Kneipe.

Natürlich ist frischer Fisch allgegenwärtig auf den Speisekarten, vor allem heimische Arten wie Dorsch und Scholle. Die Gastronomen verwenden aber auch immer wieder Zutaten, die nicht aus dem Meer kommen. Kontrapunkte setzt zum Beispiel ein Österreicher unter anderem mit Backhendl und Kaiserschmarrn – überzeug dich selbst, wie gut diese Gerichte im Bistro direkt am Strand schmecken.

In den beiden großen Hotels im erst vor wenigen Jahren mit einer neuen Promenade ausgestatteten Ortsmittelpunkt lassen sich aufwendige Mehr-Gänge-Menüs genießen, während es in der Kneipe direkt am Hafen oder am Kiosk beim Surf-Strand auch nur mal ein paar Fritten mit einem kühlen Bier sein können.

Das ehemalige Fischerdorf hat seinen Charme erhalten

Strande ist ein ehemaliges Fischerdorf, das sein Flair aber nicht verloren hat. Rund 20 Fischer gehen dem Fanggeschäft noch nach, die meisten im Nebenerwerb. Zwei junge Männer jedoch wollen es noch einmal wissen und haben die Fischerei zu ihrem Hauptberuf gemacht. Sie stechen nahezu täglich mit ihren Kuttern in See. Wenn du Fisch gern selbst zubereitest, kannst du morgens am Fischersteg frische Exemplare direkt von Bord kaufen. Alle weiteren Zutaten gibt es im kleinen Einkaufsladen 200 Meter weiter.

Die Oberhand im Hafen haben jedoch die Sportboote – auf rund 350 Liegeplätzen geben Segler und Motorjachten aller Größen ein imposantes Bild ab. An Steg 6 können an der einzigen Tankstelle im Raum Kiel Sportboote Diesel und Super tanken.

Hafen Strande
Hafen Strande Foto: Tilmann Post

Ein unkomplizierter Kurztrip auf die andere Seite der Kieler Förde ist übrigens während der Saison problemlos möglich: Von Strande aus kannst du mit dem Fördeschiff einen Ausflug nach Laboe machen – und von dort sogar noch weiter mit mehreren Stopps bis zum Kieler Hauptbahnhof fahren. Im Regelverkehr der Fördefährlinie legt die Fähre zwischen Anfang Mai und Anfang September mehrmals täglich ab und an.

Entspann dich an Strandes schönsten Stränden

An mehreren Stränden lässt sich rauer Charme genießen – weht der Wind aus Ost, zeigt die Ostsee, dass sie Zähne haben kann. Dann rollen die Wellen frontal auf die Uferlinie und stellen Strand sowie Küstenschutz auf die Probe. Wenn du lange Spaziergänge im Wind magst, bist du in Strande gut aufgehoben. 

Eine Tour von der Ortsmitte bis zum Leuchtturm an der Bülker Huk dauert etwa eine Dreiviertelstunde. Bei mildem und sonnigem Wetter laden die Strände aber zum Ausruhen ein, am Kurstrand kostet der Aufenthalt einen Euro pro Tag, günstigere Wochenkarten sind bei der Tourist-Information am Hafen erhältlich. Außerdem kannst du den Tag in einem Mietstrandkorb verbringen, sie werden von den Gastro-Betrieben „Bruno“ und „Das Kaiser“ (der mit den Backhendln) an der Promenade angeboten.

Geheimtipp: Einsamer Strand hinter dem Leuchtturm

Die Bucht lädt mit flach abfallendem Wasser zum Baden ein. Dazu kommst du über einen von drei Badestegen bequem ins kühle Nass, denn an der Uferlinie liegt ein breiter Streifen aus Steinen. Einzelne davon sind auch immer wieder im feinen Sand zu finden – das lässt sich trotz der täglichen Reinigung mit Trecker und Pflug nicht vermeiden, da der Strand auf einer Kiesauflage liegt.

Ein Geheimtipp liegt im Norden der Gemeinde: Wenn du den Leuchtturm hinter dir lässt, gelangst du zu einem abgelegenen Küstenstreifen, abseits vom Trubel am Kurstrand. Hast du genug Ruhe gehabt, kann es vielleicht mit Wassersport oder einer Radtour im Dänischen Wohld weitergehen.

Die Anreise mit dem Auto ist kein Problem, doch Vorsicht: Du kannst deinen Wagen nur auf öffentlichen Parkplätzen gegen Gebühr abstellen, woanders drohen Strafzettel. Wer einen Ausflug ins nahe Kiel unternehmen möchte, kann den Bus nehmen, denn fünf Linien der Landeshauptstadt starten und enden in Strande.

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