Es riecht nach frisch gemähtem Gras, nach Kiefern und Pinien und nach dem kräftigen, schwarzen Tee, der am Tisch serviert wird. Sonnenschein und frühsommerliche 24 Grad machen nicht nur das Golfen, sondern auch das Zuschauen zum Genuss.

Nicht von ungefähr gilt die türkische Riviera mehr und mehr als Hotspot für Golfer. Um Belek herum, einem Städtchen 30 Kilometer östlich von Antalya, sind in jüngster Zeit etwa 16 Golfplätze mit den dazugehörigen Luxushotels entstanden. „Mit insgesamt 45 Löchern betreiben wir hier den größten Golfklub der Türkei“, erklärt Golflehrer Zafer Ülker von der Hotelgruppe Gloria stolz. „Wer will, kann bei uns von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang spielen, ohne einen Kurs zu wiederholen.“

Ein Golfertraum sind die Plätze vor allem wegen ihrer Anlage, die die Handschrift des französischen Golfplatzdesigners Michel Gayon trägt. Das raue, teils noch schneebedeckte Taurusgebirge in Sicht- und das glitzernde, türkisblaue Mittelmeer in Gehweite, dazwischen erstrecken sich endlose Kilometer gepflegten Grüns mit Sandbunkern, Teichen, Wäldchen und Wasserspielen. Sieht alles nicht kunstvoll aus, die Anlagen verlangen sogar von Profis einiges an Können.

Golf ist nicht dein Sport? Klar, schöne Strände und Badebuchten gibt es hier reichlich an der etwa 340 Kilometer langen Mittelmeerküste zwischen Fethiye und Alanya. Aber Orte wie Side (http://www.side-info.de/), Perge, Aspendos und Myra bieten auch große Geschichte, etwa bedeutsame griechische und römische Ruinen. Allesamt einen Besuch wert. So ist die antike Stadt Perge, durch die bereits der Apostel Paulus kam, berühmt für ihr gigantisches Stadion, während Aspendos mit dem besterhaltenen römischen Theater Kleinasiens lockt. Beliebt ist auch ein Tagestrip nach Myra, dem heutigen Demre, wo im 4. Jahrhundert nach Christus der heilige Nikolaus lebte, wirkte und anschließend begraben wurde. Nicht minder beeindruckend ist Side, nur ein paar Kilometer weiter östlich gelegen. Hier mischen sich die antiken Säulen, Tore und Trümmer der untergegangenen Stadt munter unter die Restaurants, Shops und Pensionen des neuen Touristenörtchens.

Modernes Antalya, altes Antalya

Auch in Antalya, mit fast zwei Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Türkei, gehen Historie und Moderne fließend ineinander über. Nach einem Bummel durch die schöne Altstadt Kaleici mit ihren steilen Gassen, bunten Souvenirläden und gemütlichen Teestuben und einem Besuch des großartigen, archäologischen Museums findet man sich nur wenige Meter weiter im typischen Trubel einer Großstadt wieder. Märkte und Malls wie das riesige Einkaufsparadies „Terra City“ warten auf Shoppinglustige, Bars und Diskos auf Tanzfreudige und der kleine, feine Hafen auf Wassersportler und Ausflügler.

 

Erholung nach dem Sightseeing

Wer Ruhe und Entspannung sucht, verlässt die Millionenstadt am besten wieder gen Hotel. Die Luxusherbergen in der Region Belek verfügen fast alle über ein Spa. Wen es allerdings nach traditionell türkischer Küche gelüstet, wird innerhalb der Hotelkomplexe bis auf Ayran (Joghurtgetränk), Baklava (Blätterteiggebäck) und Kaffee nur selten fündig. Hier lohnt sich ein Trip in die Dörfer Kadriye oder Belek. Hier gibt es einige landestypische Lokale. Und nicht weit entfernt, auch schon wieder die nächsten Golfplätze….