Lübeck: Tipps für das perfekte Wochenende | reisereporter.de

Tipps für das perfekte Wochenende in Lübeck

Du planst ein perfektes Wochenende in der Hansestadt Lübeck, hast aber keine Ahnung, was du alles machen willst? Kein Problem, da kann reisereporterin Majka mit vielen Tipps helfen.

Die Altstadt von Lübeck mit den Türmen – unbedingt besichtigen!
Die Altstadt von Lübeck mit den Türmen – unbedingt besichtigen!

Foto: imago/Westend61

Ein Wochenende in Lübeck lohnt sich immer. Die Hansestadt ist reich an Geschichte, Sehenswürdigkeiten, prachtvollen Kaufmannshäusern und kopfsteingepflasterten Straßen. Falls du mit dem Auto anreist: Das kann getrost stehen bleiben, in Lübeck erreichst du alles zu Fuß. Pack also bequeme Schuhe ein.

Das perfekte Wochenende in Lübeck beginnt mit einer Stadtführung

Jedes perfekte Wochenende beginnt an einem Freitagabend. Los geht es mit einer Tour mit dem Nachtwächter. Bei diesem Stadtrundgang im Mondschein geht es durch mittelalterliche Gassen, Gänge und Hinterhöfe der Hansestadt. Dabei erfährst du einiges über die sprichwörtlich dunklen Seiten der Stadt. Ab Einbruch der Dunkelheit bis gegen Mitternacht schlenderst du dann an denkmalgeschützten Häusern vorbei durch das Domviertel und Teilen der alten Wallanlagen.

Am Samstag kannst du dich morgens erst mal in einem der schönen Cafés der Innenstadt mit einem Frühstück stärken. Wie wäre es mit der Grenadine in der Wahmstraße? Dort gibt es ein super Frühstücksbuffet.

Nur eine Querstraße weiter wartet eine der schönsten Einkaufsstraßen der Stadt auf dich. In der Hüxstraße mit den schönen, alten Kaufmannshäusern sind mehr als 100 kleine Läden, Galerien, Cafés und Restaurants, die es zu entdecken gilt. Samstags ist der Autoverkehr hier komplett ausgesperrt, und die Cafés stellen einfach Tische und Stühle nach draußen. Doch auch die anliegenden Querstraßen wie die Fleischhauer- oder Glockengießerstraße lohnen einen Ausflug.

Lübeck: Kultur oder Kommerz? Du hast die Wahl

Du möchtest lieber ein bisschen mehr Kultur statt Kommerz? Kein Problem, Lübeck ist immerhin die Stadt, in der gleich drei Nobelpreisträger ihre Spuren hinterlassen haben. Du bist politisch interessiert, dann geh ins Willy-Brandt-Haus in der Königstraße. Der frühere Bundeskanzler ist in der Hansestadt geboren und hat hier seine Kindheit verlebt. Darüber und über den politischen Werdegang und das Zeitgeschehen informieren interessante Ausstellungen.

Politik ist dir egal, du interessierst dich eher für Literatur? Dann geh in die Glockengießerstraße. Dort steht das Günter-Grass-Haus. Das Museum widmet sich Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers, der dort lange Jahre sein Sekretariat hatte. Das Haus ist heute ein Forum für Literatur und bildende Kunst und lohnt einen Ausflug.

Du kannst aber auch in das Buddenbrockhaus in der Mengstraße gehen. Dort kannst du alles über das Leben von Thomas Mann und seiner Familie erfahren und trittst quasi direkt in die Welt seines weltberühmten Romans „Die Buddenbrooks“.

Am Samstagabend geht’s ins Theater

Genug Literatur, am Abend brauchst du ein bisschen Theater? Dann hast du die Qual der Wahl, denn die Hansestadt hat ein ausgeprägtes Theaterleben. Allein auf der Altstadtinsel kannst du zwischen fünf ganz verschiedenen Häusern wählen, die alle nur wenige Minuten Fußweg auseinanderliegen. Du magst Oper, ein großes Orchester und preisgekrönte Produktionen? Dann geh ins Theater Lübeck in der Beckergrube. In dem prachtvollen Jugendstilbau gibt es bestimmt eine Aufführung nach deinem Geschmack.

Du magst es kleiner? Dann guck mal ins Programm des Theaters Combinale in der Hüxstraße, das versteckt in einem Hinterhof liegt. Vielleicht gibt es noch Karten für die Impro-Show. Die lohnt sich immer, denn das Ensemble ist so gut, dass die Plätze in dem 116 Sitze großen Theaterraum regelmäßig in null Komma nichts weg sind.

Danach geht es auf einen Absacker ins Matilda’s in der Mühlenstraße. In der schicken australischen Bar gibt es mit die besten Cocktails der Stadt und das leckerste Chicken Parmigiana außerhalb Australiens.

Der Sonntag kann dann gern gemütlicher werden. Lass dich doch einfach mal um die Stadt herumfahren. Immerhin ist die Altstadt eine Insel und mit einem der Ausflugsboote, die zum Beispiel an der Obertrave starten, kannst du Lübeck von einer ganz anderen Seite aus kennenlernen.

Von der Obertrave aus sind es nur wenige Schritte bis zur Petrikirche, die im Gassengewirr hinter den Häusern aufragt. Das Besondere an diesem Backsteinbau ist der Kirchturm, der hat nämlich einen Fahrstuhl im Inneren, der dich auf eine Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe bringt. Von hier aus kannst du die ganze Innenstadt übersehen und hast nicht nur das Rathaus zum Anfassen vor dir, sondern auch das Holstentor und den Dom. Und bei ganz gutem Wetter kannst du sogar das Maritim-Hotel im 20 Kilometer entfernten Travemünde sehen.

Danach solltest du unbedingt zum Hansemuseum bummeln. Denn ein Stadtbesuch ohne einen Ausflug in die immerhin 875 Jahre alte Geschichte Lübecks geht einfach nicht. Der preisgekrönte Bau an der nördlichen Seite der Altstadt beherbergt das einzige Museum Europas, das sich mit der Geschichte der Hanse auseinandersetzt. Und das so geschickt, dass du gar nicht merkst, wie viele Infos über diese Zeit in dein Hirn fließen.

Danach kannst du noch einen Abstecher auf das Dach des Hansemuseums machen und im Fräulein Brömse eine Pause einlegen. In dem liebevoll eingerichteten historischen Beichthaus, das Teil des alten Burgklosters ist, gibt es nicht nur ausgezeichneten Kaffee, sondern selbstgebackenen Kuchen, der eine Sünde wert ist.

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