Die besten Sehenswürdigkeiten in Travemünde | reisereporter.de

Das sind die besten Sehenswürdigkeiten in Travemünde

Fischerboote, Strand, ein historischer Stadtkern und jede Menge Segelschiffe: Travemünde ist ein mondänes Seebad und mehr. Der reisereporter weiß, was du hier nicht verpassen solltest.

Die Alte Vogtei steht in der Nähe des alten Ortskerns von Travemünde.
Die Alte Vogtei steht in der Nähe des alten Ortskerns von Travemünde.

Foto: Majka Gerke

1. Priwall

Die Viermastbark „Passat“ war einst einer der schnellsten Lastensegler der Welt. Seit 1959 liegt der letzte große Windjammer nach wechselhafter Dienstzeit am Priwall vor Anker und kann besichtigt werden. Denn heute ist das immer noch stolze schwarz-weiße Schiff ein Museum und Veranstaltungsort und wird jedes Frühjahr von seiner Crew auf Hochglanz gebracht.

Als das Schiff 1911 bei Blohm & Voss in Hamburg vom Stapel lief, reihte es sich in die damals weltbekannte Reihe von Flying-P-Linern ein. Die Schiffe transportierten damals große Lasten und segelten bis in 50er über die Weltmeere. Die „Passat“ war eines der schnellsten. Sie schaffte die Strecke Hamburg–Valparaíso (Chile) in 73 Tagen und bot mit ihrer 4.100 Quadratmeter großen Segelfläche ein eindrucksvolles Bild.

2. Fischereihafen

Der trubeligste Mittelpunkt am Morgen ist der Fischereihafen am südlichen Ende von Travemünde. Nämlich dann, wenn die Fischer mit ihrem Fang wieder in den Hafen einlaufen. Dann steht so mancher Feinschmecker und Fischliebhaber schon ungeduldig am Kai und wartet, was die seefesten Männer und Frauen aus dem Meer gezogen haben.

Das, was am Morgen gefangen wurde, wandert mittags auf so manchen Teller der umliegenden Restaurants. Auch die kleinen Fischbuden schmeißen dann umgehend ihre Räucheröfen an und schieben die schönsten Stücke in den Rauch. Und so manche Möwe lauert auf einen Leckerbissen. Da stört auch die riesige Baustelle nicht, die sich momentan am Fischereihafen auftut, denn der Bereich bekommt gerade eine Frischzellenkur.

Am Morgen herrscht am Fischereihafen ordentlich Trubel.
Am Morgen herrscht am Fischereihafen ordentlich Trubel. Foto: Majka Gerke

3. Der alte Ortskern von Travemünde

Still und behäbig steht mitten im Kern von Travemünde die Lorenzkirche. Der einschiffige Backsteinbau aus dem 16. Jahrhundert mit seinen schönen Wand- und Deckenmalereien hat die Jahrhunderte überdauert und thront über den kleinen Häusern rechts und links, die sich in den Schatten der Kirche ducken.

Die pittoresken Backsteinkaten und schwarz-roten Fachwerkhäuschen mit den üppigen Stockrosen vor den Türen reihen sich entlang der schmalen kopfsteingepflasterten Jahrmarktstraße auf. Man kann sich gut vorstellen, wie dort früher die Fischer saßen und ihre Netze flickten. Hier ist die Zeit stehen geblieben und man merkt wenig vom Trubel des Ortes, der nur ein paar Meter weiter tobt.

Der Ortskern von Travemünde wird dominiert von Backsteinhäusern.
Der Ortskern von Travemünde wird dominiert von Backsteinhäusern. Foto: Majka Gerke

4. Alte Vogtei

Um die Ecke des alten Ortskerns, direkt an der Vorderreihe steht die Alte Vogtei, ein beliebtes Fotomotiv bei allen Travemünde-Besuchern. In dem markanten, roten Backsteinbau mit dem schönen Treppengiebel, der schon seit rund 450 Jahren dort steht, residierte im Mittelalter der Stadtvogt, der die Steuern eintrieb und Recht sprach.

Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erhielt Anbauten, war sogar zeitweise die Polizeiwache von Travemünde. Heute sind in dem Gebäude ein Café, Geschäfte und ein Restaurant untergebracht.

Die Alte Vogtei steht in der Nähe des alten Ortskerns von Travemünde.
Die Alte Vogtei steht in der Nähe des alten Ortskerns von Travemünde. Foto: Majka Gerke

5. Alter Leuchtturm

Er heißt Alter Leuchtturm, weil es einerseits einen neuen Leuchtturm gibt: das Maritim-Hotel nebenan. Andererseits heißt er so, weil der runde Backsteinturm wirklich, wirklich alt ist. 1539 bauten holländische Maurer ihn, nachdem die Dänen den Leuchtturm vier Jahre vorher zerstört hatten.

Seitdem lugt der 31 Meter hohe Bau über die Trave, ist seit 1922 ein technisches Kulturdenkmal und war bis 1972 das Hauptfeuer der Gegend. Heute ist auf den acht Etagen ein maritimes Museum, und du kannst die 142 Stufen bis zur Aussichtsplattform hochklettern.

Vom Dach des Alten Leuchtturms hast du einen tollen Blick auf das Seebad.
Vom Dach des Alten Leuchtturms hast du einen tollen Blick auf das Seebad. Foto: Majka Gerke

6. Das Seebadmuseum

Zugegeben, das Seebadmuseum in dem kleinen Altstadthaus im schmucken Ortskern von Travemünde ist nicht wirklich groß. Doch der Informationswert ist dafür umso höher. Liebevoll aufbereitet, zeigt die kleine Ausstellung die Geschichte des Aufstiegs vom Fischerdorf Travemünde zum kaiserlichen Seebad und bis heute. Wenn du Geschichte magst, ist das Museum ein perfektes Ziel an einem Regentag.

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