7 Dinge, die du auf Hiddensee gemacht haben musst | reisereporter.de

7 Dinge, die du auf Hiddensee gemacht haben musst

Abends, wenn die letzte Fähre abgelegt hat, legt sich ein besonderer Zauber über die kleine Schwester der Insel Rügen. Der reisereporter zeigt dir sieben Dinge, die du auf Hiddensee gemacht haben musst.

Gaia Born
Matthias Roos
Der Leuchtturm von Dornbusch auf Hiddensee ist ein beliebtes Fotomotiv.

Foto: Matthias Roos

1. Bernstein suchen

Wer auf Hiddensee ist, sollte unbedingt Bernstein sammeln.
Wer auf Hiddensee ist, sollte unbedingt Bernstein sammeln. Foto: Gaia Born

Natürlich, Bernstein findet sich am ehesten nach Frühlings- oder Herbststürmen – und meist von denen, die gar nicht bewusst danach gesucht haben. Dennoch lohnt es sich, am Strand aufmerksam zu sein oder ein müßiges Stündchen im Sand zu sitzen und das Auge zu schärfen für die Kleinigkeiten, denn auch im heißesten Sommer kann man Bernsteinbruchstückchen finden – ein schöneres Andenken gibt es wohl kaum.

Viele Geschäfte auf Hiddensee bieten leere Fläschchen und Phiolen an, in denen das wertvolle, selbst gefundene Harz bewundert werden kann. Und wer doch einmal Glück gehabt und ein größeres Stück Bernstein gefunden hat, kann sich in einem der Bernsteinläden in Vitte oder Kloster zeigen lassen, wie man dessen Form richtig zur Geltung und das berühmte Bernsteingold zum Vorschein bringt. 

2. Lecker Fisch essen

Lecker! Lachspizza – klingt komisch, schmeckt aber super.
Lecker! Lachspizza – klingt komisch, schmeckt aber super. Foto: Gaia Born

Selbst geräucherter Lachs schmeckt einfach herrlich – ganz besonders lecker ist der von Reinhard Lüth. Wer in Kloster vom Hafen kommt, stolpert fast automatisch in sein Bistro „Am Klostergarten“ und sollte dort unbedingt eine Pause einlegen.

Grandios lecker ist die Pizza Lichtblau mit besagtem selbst geräuchertem Lachs, Weichkäse und Zwiebeln. Auch die Fischbrötchen hier werden frisch zubereitet und schmecken wunderbar. Wenn du es süß magst, musst du die fluffigen Dampfnudeln kosten.

Auch prominent kannst du auf Hiddensee essen: Im Hafen von Kloster ankert der Fischkutter des Bürgermeisters Thomas Gens. Auch hier gibt es herrliche Fischbrötchen, mit Spezialitäten aus dem eigenen Rauch.

3. Die Aussicht genießen

Besser als Netflix: Hinsetzen, abschalten, Aussicht genießen.
Besser als Netflix: Hinsetzen, abschalten, Aussicht genießen. Foto: Gaia Born

Auf Hiddensee eröffnen sich an vielen Orten traumhafte Blicke über die Insel und ihre Sandbänke. Besonders originell „fernsehen“ kannst du auf dem Weg von Kloster zum Leuchtturm Dornbusch: Nach etwa 1,4 Kilometern auf befestigtem Weg laden ein Holzbett und ein „Fernseher“ zum Verweilen und Schauen ein.

Der Leuchtturm Dornbusch ist dann nur noch rund 500 Meter entfernt und bietet mit seinen 28 Metern Höhe auf 72 Metern über dem Meer einen herrlichen Blick über die Ostsee.

Aber Vorsicht: Der Turm ist nur bis Windstärke 6 und bei gutem Wetter geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, Kinder dürfen aus Sicherheitsgründen erst ab sechs Jahren auf den Turm und zahlen 1,50 Euro.

4. Kutsche fahren mit Luise und Cathleen

Ein echter Tipp: Kutsche fahren mit Luise und Cathleen.
Ein echter Tipp: Kutsche fahren mit Luise und Cathleen. Foto: Gaia Born

Dass die Insel Hiddensee weitestgehend autofrei ist (lediglich einige Elektroautos helfen dort, wo der Einsatz von Fahrzeugen unerlässlich ist), ist bekannt. Wenn du die Insel also an einem Tag ganz erkunden möchtest, solltest du gut zu Fuß sein, dir ein Fahrrad leihen – oder hinter Luise und Cathleen in die Kutsche steigen.

Die beiden sympathischen Pferdedamen sind nur zwei von unzähligen Artgenossen, die auf Hiddensee Kutschen und Planwagen ziehen. Nicht nur für Kinder ist die Kutschfahrt ein einzigartiges Erlebnis – man fühlt sich zurückversetzt in Großmutters Zeiten und bekommt beim fröhlichen Hufschlag auf dem Pflaster gleich gute Laune.

Wenn du magst, kannst du eine Inseltour mit Führung buchen (pro Stunde etwa 60 Euro) oder die Strecken zwischen Kloster und Vitte oder Vitte und Neuendorf mit dem Pferdewagen überbrücken. Leere Kutschen stoppen auch auf freundlichen Zuruf und lesen erschöpfte Inselbesucher unterwegs auf.

5. Die Natur erkunden

Auf Hiddensee findest du sie noch – unberührte Natur.
Auf Hiddensee findest du sie noch – unberührte Natur. Foto: Gaia Born

Die ganze Insel Hiddensee ist Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Überall trifft man auf Tafeln, Schaukästen und Wegweiser, die das großartige Naturerbe erlebbar machen.

Auf dem Erlebnispfad zwischen Kloster und Vitte, direkt am Nationalparkhaus, können kleine und große Besucher spielerisch Wissenswertes über die Lebensräume an der Küste entdecken – und sich ganz nebenbei auch mal ordentlich austoben.

Im Herbst sind ganz besondere Gäste anzutreffen: Die Kraniche ziehen dann in ihr Winterquartier und machen Rast auf Hiddensee – nicht nur für Vogelliebhaber ein Schauspiel.

6. Die Künstler und Kreativen der Insel unterstützen

Auf Hiddensee gibt es viele Kreative und Künstler.
Auf Hiddensee gibt es viele Kreative und Künstler. Foto: Gaia Born

Nicht nur früher war die Insel ein Mekka für Künstler aller Art. Im „Karusel“, ehemals Sommerhaus von Stummfilmlegende Asta Nielsen in Vitte, war nicht nur Joachim Ringelnatz zu Gast. Gottfried Benn, Carl Zuckmayer, Hans Fallada und Gerhart Hauptmann – sie alle schätzten die Inspiration der Insel.

Auch heute noch finden sich überall auf der Insel Galerien, Töpferstuben und kreative Angebote. Das junge Unternehmen Nordwolle zum Beispiel bietet kuschelige Pullover und Jacken aus Schurwolle an, die überwiegend vom vom Aussterben bedrohten Pommernschen Landschaf stammt.

Die Töpferin Pilar Rodrigo-Riebe hat neben fröhlich getupfter Keramik auch Tassen und Schalen mit den berühmten Hausmarken der Insel und „böse Fische“ im Angebot – ihre kleine Töpferei liegt etwas versteckt in Kloster, Am Bau 11.

7. Die Seele baumeln lassen

Einfach mal nichts tun! Das geht auf Hiddensee richtig gut.
Einfach mal nichts tun! Das geht auf Hiddensee richtig gut. Foto: Gaia Born

Ja, du kannst auf Hiddensee den ganzen Tag herumlaufen und dir die Sehenswürdigkeiten anschauen. Du kannst aber auch einfach das Handy im Auto und beides auf der anderen Seite zurücklassen, wenn du nach Hiddensee übersetzt.

Die Insel bietet im schnellen Alltag die Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen und etwas zu genießen, das heute selten geworden ist: ruhige Beschaulichkeit.

An den kilometerlangen Stränden quietscht der feine Sand unter den nackten Füßen, das Meerwasser ist selbst mitten im Sommer noch eine Herausforderung und erstaunlich kalt und klar. Und im Inselinneren grasen friedlich die Pferde, taumeln Schmetterlinge über der Salzheide und spinnen Raupen ganze Bäume ein.

Schön und heilsam, wenn du dir Zeit lässt, auch solche Naturschauspiele zu entdecken.

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