Im vergangenen Jahr reisten mehr als 3,7 Millionen Touristen nach Neuseeland. Die Urlauber bringen aber nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern auch Probleme mit sich: Viele Parkplätze sind überlastet, es gibt nicht genug Toiletten, und die Umwelt leidet auch unter dem Andrang.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, plant die Regierung nun, eine Touristensteuer einzuführen – 35 Neuseeland-Dollar, rund 21 Euro, soll jeder Tourist bezahlen.

Neuseeland: Wanderwege sind überfüllt und vermüllt

Durch den großen Ansturm seien mittlerweile viele Regionen, die vor wenigen Jahren noch menschenleer waren, voller Urlauber, die ihren Müll in der neuseeländischen Natur zurückließen, berichtet „Radio NZ“.

Mit der neuen Touristensteuer, die Mitte 2019 in Kraft treten soll, wolle die Regierung Umweltschutzmaßnahmen finanzieren und die Infrastruktur verbessern.

Insgesamt könnte die Steuer pro Jahr zwischen 34 und 48 Millionen Euro einbringen.

Etliche Wanderwege sind mittlerweile fest in der Hand von Touristen.
Etliche Wanderwege sind mittlerweile fest in der Hand von Touristen. Foto: imago/Xinhua

Die rund 21 Euro pro Person sollen bereits bei der Beantragung des Visums, das für die Einreise notwendig ist, gezahlt werden. Reisende, die länger als zwölf Monate in dem Land verbringen möchten, müssten die Steuer nicht entrichten.

Außerdem soll es noch ein paar weitere Ausnahmen geben.

Touristensteuer in Neuseeland: Australier müssen nicht zahlen

Von der Steuer ausgenommen seien demnach beispielsweise Urlauber aus dem Nachbarland Australien sowie Einwohner vieler pazifischen Inselstaaten. Auch diplomatische, militärische und humanitäre Reisen seien von der Zahlung befreit.