7 Dinge, die ich niemals mit auf Reisen nehme | reisereporter.de

7 Dinge, die ich niemals mit auf Reisen nehme

„Keep it simple“ ist das beste Motto für Weltenbummler, denn beim Reisegepäck gilt: Je weniger, desto besser. reisereporterin Jasmin verrät sieben überflüssige Dinge, die sie nie mit auf Reisen nimmt.

Jasmin Kreulitsch
Was kommt rein in den Koffer und was nicht? Packen ist gar nicht so einfach. reisereporterin Jasmin weiß, was zu Hause bleiben kann.
Was kommt rein in den Koffer und was nicht? Packen ist gar nicht so einfach. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Anete Lüsina

Packen ist genauso leicht wie dein Koffer, wenn du es richtig machst. Allgemein gilt die Regel: Sobald du überlegen musst, ob du etwas brauchst, brauchst du es nicht. Welche Dinge du nach reiserporterin Jasmins Meinung auf keinen Fall brauchst und was du stattdessen besser mitnimmst, erfährst du hier:

1. Ein Nackenhörnchen oder Kissen

Bei aller Liebe: Ich verstehe keine Reisenden, die auf Flughäfen, wo du meist viele leere Kilometer zurücklegen musst, freiwillig ein Nackenhörnchen oder Kissen mitschleppen. Die Dinger sind zwar nicht schwer, nehmen aber Platz weg.

Entweder belegen sie die Hälfte deines Handgepäcks oder hängen dir immer nervig in der Hand oder am Arm. Wozu? Zum einen gibt es bei jedem Langstreckenflug ein Kissen; wem das zu wenig ist, der kann auf Nachfrage auch immer ein zweites bekommen.

Und zum anderen gibt es richtig gute aufblasbare Nackenhörnchen oder Kissen, die sogar ergonomisch geformt sind, aber vor allem eines können: sich blitzschnell in ein kleines Päckchen verwandeln, das im Handgepäck kaum Platz braucht.

2. Einen Regenschirm

Ganz ehrlich: Welcher Weltreisende oder Urlauber geht im strömenden Regen auf Sightseeing-Tour? In den meisten Situationen folgen Menschen während eines Unwetters einem natürlichen Reflex: Sie stellen sich irgendwo unter. Ich würde niemals auf die Idee kommen, einen Regenschirm – und sei es der kleinste Knirps – in meinen Koffer zu packen.

In Wahrheit sind nämlich genau die kleinen Schirme, die einem für Reisen gern angedreht werden, die großen Versager: zu klein, zu instabil, zu unnötig. Schon mal in regenreichen Ländern wie England mit einem Knirps unterwegs gewesen? Der ist schneller vom Winde verdreht, als du „Shit“ denken kannst.

Und selbst, wenn ich unbedingt los muss und nicht vermeiden kann, mich in den Wolkenbruch zu begeben: Statt eines sperrigen Schirms habe ich auf jeder Reise eine leichte Regenjacke dabei – mit Kapuze. Die hält mich nicht nur bei Regen trocken, sondern wärmt auch an kühlen Tagen. Und im Idealfall ist es ein Modell, das zusammengefaltet kaum Platz braucht oder sich in einem kleinen Beutel verstauen lässt.

3. Ein Handtuch

Apropos Nässe: Genau wie ein Regenschirm sind Handtücher zwar praktisch, aber eigentlich unnötig. Denn in der Regel gibt es wirklich überall Handtücher, egal ob in Hotels oder in Hostels. Selbst im Strandurlaub lasse ich das große Badetuch, das so viel Platz im Koffer wegnimmt, immer weg. Warum? Weil ich lieber vor Ort eines organisiere.

Die meisten Hotels bieten ein Leihhandtuch umsonst oder für eine kleine Gebühr an. Falls nicht, spiele ich die Oh-vergessen-Karte aus, die oft funktioniert. Und ansonsten kaufe ich mir ein Handtuch vor Ort und verschenke es nach dem Trip.

Wer dennoch nicht ganz ohne reisen möchte: Ein Mikrofaser-Travel-Handtuch, das im Besitz jedes Rucksackreisenden sein sollte, nimmt wenig Platz weg, trocknet schnell und eignet sich auch für den Strand.

4. Eine elektrische Zahnbürste

Gewohnheiten von zu Hause müssen nicht immer mit auf eine Reise kommen. Eine elektrische Zahnbürste ist beispielsweise eine tolle Sache für die eigenen vier Wände, sollte aber dort auch bleiben. Abgesehen davon, dass die Dinger viel größer und schwerer sind als eine klassische Zahnbürste, können sie im Koffer transportiert in einigen Ländern für zusätzliche und langwierige Sicherheitskontrollen sorgen.

Ich habe mehrere Reisezahnbürsten, die in meinen diversen Kosmetikbeuteln liegen, dazu eine Minipackung Zahnpasta. Das spart Platz, erfüllt den Zweck – und meine Zähne merken keinen Unterschied, wenn sie mal zwei Wochen ohne elektrischen Motor und Rhythmus gereinigt werden.

5. Einen Föhn oder ein Glätteisen

Unter uns: Ja, jeder von uns hat das Bedürfnis, gut auszusehen. Aber unsere Eitelkeit sollte auf Reisen zu Hause bleiben oder sich in verträglichen Grenzen bewegen. Ich habe noch nie jene Frauen verstanden, die einen Kosmetikbeutel mitbringen, der schwerer ist als mein gesamtes Handgepäck.

Wozu soll ich Platz im Koffer verschwenden, um einen Föhn oder ein Glätteisen mitzunehmen? In der Regel findest du überall einen Fön, egal ob in Hotels oder in Hostels. Und ein Glätteisen? Sorry, aber das ist unnötiger Schnickschnack, dessen Zweck auch ein Föhn und eine Bürste erfüllen.

Außerdem fühlt sich eine Reise immer am besten an, wenn man Sand in den Schuhen, Sonne auf der Haut und Wind in den Haaren hat – ganz ohne Styling. Her gilt ganz klar das Motto „Ich hab den Urlaub schön“ statt „Ich hab die Haare schön“.

6. Eine große Reiseapotheke

Keine Frage: Gesundheit geht immer vor. Und auf Reisen kann es natürlich passieren, dass man sich mal etwas einfängt. Kann, aber muss nicht. Wer sich vor der Reise damit belastet, was alles passieren kann, macht den ersten Fehler. Wer dann noch Medikamente gegen jede mögliche Krankheit einpackt und den Koffer damit zumüllt, den nächsten.

Bei einer Reiseapotheke gilt: Zuerst überlegen, wohin du fährst und welche Krankheiten eintreten können. Dann packst du einfach nur das Wichtigste ein: ein kleines Erste-Hilfe-Set und Medikamente gegen Schmerzen, Durchfall, Erkältung.

Und selbst die nehme ich immer ohne Verpackung mit, um Platz zu sparen. Den Beipackzettel solltest du allerdings auf jeden Fall dabeihaben, falls du kontrolliert wirst. Was alles in die Reiseapotheke darf, verrät der reisereporter an anderer Stelle. Wichtig ist, dass die Apotheke je nach Reise angepasst wird.

Fakt ist auch: Apotheken und Ärzte gibt es wirklich so gut wie an jedem Ort der Welt. Genauso relevante Dinge wie Mückenspray. Apropos: Reise ich in exotischere Länder, kaufe ich das lieber vor Ort. Denn die Mücken dort sind meist immun gegen unsere handelsüblichen Mittel, und das lokale Mückenspray ist wirksamer.

7. Das sechste Oberteil oder das fünfte Paar Schuhe

Die Situation kennt jeder: Du kommst von einer Reise zurück, packst den Koffer aus und merkst, dass du einen Teil der Sachen im Urlaub nicht mal angerührt hast. Weil jeder von uns immer viel zu viel mitnimmt. Das sechste Oberteil, das vierte Paar Schuhe: Nein, das muss nicht mit!

Mal abgesehen davon, dass du ein T-Shirt auch ein zweites Mal anziehen kannst, kannst du deine Sachen meistens auch ratzfatz abends mal kurz durchwaschen. Ähnlich wie bei der Causa Glätteisen gilt hier: Eitel sein ist erlaubt, aber in einem gesunden Maße. Wie ich packe? Ich lege alle Klamotten, von denen ich meine, dass ich sie brauche, vor mich hin.

Dann schaue ich sie durch und zähle die einzelnen Teile. Wenn ich sieben Tage unterwegs bin, aber vor mir vier Hosen, sechs Kleider, acht Tops und vier Pullis liegen, halbiere ich die Menge. Und manchmal komme ich trotzdem zurück, packe den Koffer aus und merke: Ein Paar Sachen habe ich im Urlaub nicht mal angeschaut.

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