7 Dinge, die ich als Solo-Reisende niemals mache | reisereporter.de

7 Dinge, die ich als Alleinreisende niemals mache

Wer allein reist, ist völlig selbstbestimmt. Der Nachteil: In verzwickten Situationen hast du niemanden, der dir zur Seite steht. Wie du solche Situationen vermeidest, verrät reisereporterin Jasmin.

Jasmin Kreulitsch
Wenn du allein reist, solltest du besonders vorsichtig sein.
Wenn du allein reist, solltest du besonders vorsichtig sein. (Symbolfoto)

Foto: unsplash.com/Artem Bali

Auf Reisen kannst du prima den Kopf frei bekommen. Eines solltest du aber nie vergessen: die eigene Sicherheit. Das gilt ganz besonders, wenn du allein an Orten unterwegs bist, die dir fremd sind. reisereporterin Jasmin hat sieben einfache Tricks, mit denen sie sich unterwegs sicherer fühlt, wenn sie als Solo-Traveler unterwegs ist.

1. Ich bewahre nie alle Reisedokumente an einem Ort auf

Bist du allein auf Reisen, ist der Verlust der eigenen Dokumente mehrfach schlimm: Niemand ist da, der dir durch den internationalen Bürokratiedschungel helfen kann, niemand kann dir mit Geld aushelfen, niemand kann für dich bürgen. Deshalb bin ich als Solo-Traveller immer sehr darauf bedacht, dass meine Dokumente nicht abhandenkommen. Wie?

Ich kopiere meinen Ausweis mehrfach und verstaue die Kopien an verschiedenen Stellen im Gepäck. Eine Farbkopie des Reisepasses habe ich mir laminieren lassen. Werde ich im Hotel gebeten, meinen Ausweis abzugeben, überreiche ich stets diese Variante. Auch Geld und Kreditkarten habe ich nicht nur in meinem Geldbeutel, sondern teile sie auf, sodass ich im Fall der Fälle immer eine Karte und ein bisschen Bargeld habe.

2. Ich reise nie ohne eine digitale Kopie aller Daten

Es mag nerdig klingen, aber damit ich alle Daten und Dokumente auch digital habe, habe ich einen Dropbox-Ordner angelegt, in dem ich nicht nur meine aktuelle Reiseroute speichere, sondern auch etwaige Notfallnummern, Kontakte zu Veranstaltern und Botschaftern und Scans von allen Dokumenten und Karten.

Auf diesen Ordner kann ich von überall aus zugreifen – egal ob vom iPhone oder einem fremden Rechner. Und ich habe einer Person meines Vertrauens Zugriff darauf gegeben. Falls tatsächlich mal etwas passiert, gibt es jemanden, der nicht nur weiß, wo ich gerade bin, sondern der auch direkt alle Kontakte hat, um mich oder meine Daten aufzuspüren.

3. Ich reise nie mit stylischem Handgepäck

Ich bin rund vier Monate im Jahr auf Reisen und sehe ständig auf Flughäfen, in Städten und an exotischen Orten Mädels und Frauen, die mit den unpraktischsten Taschen reisen. Stichwort Michael-Kors-Täschchen, das am Unterarm baumelt und sich nicht richtig verschließen lässt. Keine Frage, es gibt viele Meinungen darüber, welches Handgepäck das sicherste ist.

Ich entscheide stets bei jedem Reiseziel neu darüber, welche Tasche mich begleitet, habe aber eine grobe Grundregel: Ein Bauchgürtel mag unsexy sein, ist in Ländern mit einer höheren Kriminalitätsrate aber eine gute Variante, um Wertsachen nahe bei sich zu haben, und auch perfekt für Trekkingtouren.

Rucksäcke sind mein Favorit, aber nur sicher, wenn man sie ordentlich verschließen kann. Und sie haben leider den Nachteil, dass du sie nicht siehst, wenn sie auf dem Rücken sitzen. Deshalb verwende ich oft eine Umhängetasche, die ich quer über der Brust trage und immer an meiner Seite spüre. Tussi-Taschen und jeglicher Schnickschnack machen bei mir aber nur eines: Sie bleiben zu Hause.

4. Ich zeige nie, dass ich unsicher bin

Wer nicht nur in All-inclusive-Clubs fährt, der weiß: Es gibt Orte, die sind weniger sicher als andere. Ist man dann noch dazu allein unterwegs, kann es schon passieren, dass man sich mal unsicher fühlt und Angst hat. Das Problem: Sobald man sich so fühlt, strahlt man das auch aus – und kann ganz schnell zum Opfer werden. Warum?

Weil jemand, der etwas Böses im Schilde führt, sein Opfer genau dann findet, wenn es wie ein Opfer wirkt. Soll heißen: Wenn ich mich mal verlaufe und keinen Plan habe, gebe ich das
 nie zu und tue so, als gehöre mir die Welt. Ich gehe immer zielstrebig weiter, bis ich beispielsweise ein Café finde, wo ich jemanden um Rat fragen kann.

Werde ich von jemandem verfolgt, der mir irgendetwas andrehen will, lasse ich kein Gespräch zu, sondern setze auf höfliche Ignoranz. Du musst nicht unfreundlich sein, aber wenn du erst gar keinen Dialog zulässt, wirst du aufdringliche Menschen schneller los.

Und auf Flughäfen, wo vor dem Ausgang lästige Taxifahrer oder Guides lauern, kannst du dich einer Gruppe anschließen, damit du nicht allein gehen musst. Auch eine verspiegelte Sonnenbrille kann eine Barriere sein, genauso wie ein Koffer, den du zur Not zwischen dich und einen „Schlepper“ stellen kannst.

5. Ich protze nie mit Labels auf Reisen

Keine Frage: Frauen lieben Schmuck – auf Reisen solltest du aber auf Bling-Bling verzichten, ganz egal, ob Echtschmuck oder funkelnder Modeschmuck. Gerade in Ländern, in denen Armut herrscht, sorgen Diamantring und Goldkettchen nicht nur für Neid, sondern vor allem für den Stempel „reiche Touristin“.

Somit bist du nicht nur anfälliger dafür, dass du überfallen wirst, du zahlst auch oft doppelt oder dreimal so hohe Touristenpreise. Ähnlich halte ich es mit teuren Markenklamotten. Ich reise niemals mit Louis-Vuitton-Tasche oder Kapuzenpulli mit fettem Lagerfeld-Print, sondern trage neutrale Klamotten, aus denen man nicht schließen kann, wie viel oder wie wenig Geld ich habe.

In gefährlicheren Regionen bin ich auch übervorsichtig mit meinen technischen Tools wie iPhone und Kamera: Ich muss nicht mit beiden Teilen in der Hand durch Straßen gehen und eine Instastory machen, wenn neben mir Menschen sind, deren Monatseinkommen unter dem Preis für irgendein fancy Zubehör für die Apfelmarke liegt.

6. Ich trinke kaum Alkohol auf Reisen

Ob du allein reist, mit Freundinnen, der Familie oder dem Freund: Im Urlaub trinkt man gern das ein oder andere (und noch mehr andere) Gläschen. Das ist völlig legitim. Anders ist es aber, wenn du allein reist. Denn da ist man genau das: allein – und niemand ist da, der einem helfen kann, wenn man zu viel getrunken hat.

Fakt ist: Sich als Solo-Traveller auf Reisen volllaufen zu lassen, kann gefährlich sein. Natürlich wird einem im All-inclusive- Club in Griechenland vermutlich keiner etwas Böses wollen – in exotischeren Ländern kann das anders sein. Ist man betrunken, wird man nicht nur unvorsichtiger, man ist auch ein leichteres Opfer.

Also trinke ich auf vielen Reisen gar keinen Alkohol – und selbst in sicheren Ländern bleibt es oft bei nur einem Sundowner, damit ich die Kontrolle nie verliere.

7. Ich verhalte mich niemals respektlos

Die Welt ist groß, Kulturen sind verschieden – und außerhalb Europas triffst du manchmal auf „Sittenregeln“, die dir fern sind. Niemand verlangt, dass du eine fremde Kultur mit all ihren Facetten verstehst, aber ich finde es enorm wichtig, dass man Respekt vor allen Menschen und Kulturen hat.

Gerade in heißen Regionen kann es auf Reisen für Unmut sorgen, wenn du zu viel Haut zeigst. Nur weil in Europa knappe Kleidung Usus ist, muss ich dieses Verhalten nicht auf Reisen mitnehmen. Die Faustregel in den meisten Ländern ist einfach: Schultern und Knie bedecken, sprich: Ein Kleid mit kurzen Ärmeln, das bis zu den Knien reicht, ist absolut in Ordnung und garantiert nicht zu heiß!

Wer ein dünnes Tuch bei sich hat, ist immer gut bedient – das kann im Zweifelsfall ganz easy Schultern und Arme bedecken und sogar als Rock herhalten.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite