Flughafen Palma de Mallorca warnt vor Betrugsmaschen am Airport

Fiese Tricks am Flughafen: So wirst du betrogen

Wenn du an deinem Reiseziel ankommst, bist du oft müde vom Flug und willst so schnell wie möglich ins Hotel. Aber Vorsicht: Am Flughafen solltest du aufmerksam sein. Es lauern jede Menge Trickbetrüger.

Unter den Massen von Reisenden am Security-Check, an den Gepäckbändern oder im Wartebereich lauern an Flughäfen häufig Betrüger.
Unter den Massen von Reisenden am Security-Check, an den Gepäckbändern oder im Wartebereich lauern an Flughäfen häufig Betrüger. (Symbolfoto)

Foto: imago/Xinhua

Der Airport von Palma de Mallorca behauptet von sich, einer der sichersten Flughäfen der Welt zu sein – trotzdem kennen die Mitarbeiter sich dort offenbar sehr gut mit den Tricks von Betrügern an Flughäfen weltweit aus.

Die lauern am Flughafen vor allem an den Orten, an denen Reisende nicht damit rechnen, betrogen zu werden – oder dort, wo sie mit anderen Dingen beschäftigt sind, heißt es in einer Mitteilung des Flughafens.

Wir fassen die wichtigsten Betrugsmaschen zusammen:

Die Stauverursacher am Security-Check

Sie schlagen dort zu, wo es eigentlich um die Sicherheit geht: am Security-Check. 

Die Betrugsmasche: Die Person vor dir in der Schlange bei der Sicherheitskontrolle verursacht absichtlich einen Stau. Sie hat angeblich vergessen, ihren Schmuck abzulegen, bevor sie durch den Körperscanner geht und – „hoppla“ – der Gürtel ist ja auch noch dran. Während du wartest, klaut ihr Komplize, der die Kontrolle bereits passiert hat, deine Wertsachen, die lange vor dir am anderen Ende des Taschenscanners ankommen.

Wie du dich wehrst: Versuche, keine Wertsachen auf das Band zu legen, bevor du sicher bist, dass du direkt durch den Personenscanner laufen kannst. Falls du deine Sachen nach der Kontrolle nicht wiederfindest, informiere sofort die Security.

Das Ablenkungsmanöver

„Wo ist denn hier eigentlich die nächste Toilette?“ – scheinbar Hilfesuchende können sich am Flughafen ganz schnell in Taschendiebe verwandeln.

Betrugsmasche: Einer der Betrüger lenkt dich ab und dirigiert dich von deinem Gepäck weg, indem er dich zum Beispiel bittet, ihm die nächste Toilette zu zeigen. Sein Komplize stiehlt in der Zwischenzeit Wertsachen aus deinen Taschen.

Wie du dich wehrst: Verstaue nicht alle deine Wertsachen in der gleichen Tasche und trage sie am besten direkt am Körper. Für den Notfall solltest du eine Kopie deines Reisepasses an einem sicheren Ort aufbewahren.

Die Hacker

Ja, WLAN ist super, um lange Wartezeiten zu überbrücken. Beim Einloggen in unbekannte Netzwerke solltest du aber vorsichtig sein.

Betrugsmasche: Die Betrüger richten öffentliche Hotspots ein. Loggst du dich versehentlich dort ein, anstatt das offizielle Flughafen-WLAN zu verwenden, kommen die Gauner an all deine Passwörter.

Wie du dich wehrst: Stell sicher, dass du das offizielle Flughafen-WLAN verwendest, und installiere Anti-Virus-Programme auf deinem Smartphone.

Die Rempler an der Gepäckausgabe

Nach einem langen Flug willst du so schnell wie möglich deinen Koffer schnappen und raus aus dem Flughafen. Statt deinen Blick auf das Gepäckband zu heften, solltest du aber auch die anderen Wartenden im Auge behalten.

Betrugsmasche: Sie haben es supereilig und hechten regelrecht nach ihrem Koffer. Und – „uuups“: Du hast offenbar im Weg gestanden und kassierst einen Rempler. Erst später bemerkst du: Dein Geldbeutel steckt nicht mehr in der Hosentasche.

Wie du dich wehrst: Verstaue deine Wertsachen sicher am Körper und beobachte das Verhalten der Personen um dich herum.

Die freundlichen Helfer

So ein Koffer kann schwer sein und ein freundlicher Helfer, der sich anbietet willkommen. Aber Vorsicht, nicht jeder „hilft“ aus Nettigkeit.

Betrugsmasche: Ein freundlicher Mensch will dir beim Tragen helfen. Bevor er dir den Koffer aber zurückgibt, verlangt er ein ordentliches Trinkgeld.

Wie du dich wehrst: Bevor du einem Betrüger eine horrende Summe zahlst, vertraue deinen Koffer lieber einem offiziellen Flughafen-Gepäckträger an und bezahle einen angemessenen Preis dafür.

Taschendiebe

Wenn du zum Flughafen kommst oder ihn verlässt, hast du Pass und Geld in der Regel griffbereit. Taschendiebe wissen das und nutzen es aus.

Betrugsmasche: Sie lauern an geschäftigen Taxistopps, den Bushaltestellen, Flughafengeschäften und Geldautomaten. Ehe du dich versiehst, haben professionelle Taschendiebe dir den Geldbeutel, den du gleich verwenden wolltest, aus der Tasche gezogen.

Wie du dich wehrst: Am besten ist es natürlich, wenn du nicht allein unterwegs bist. Erledige Dinge, für die du deinen Geldbeutel oder Pass auspacken musst, immer mit einer anderen Person, die aufpasst, während du beschäftigt bist. Wenn du allein bist, lass dir Zeit und behalte alle deine Wertsachen im Auge.

Die Smartphone-Vermieter

Kein Empfang bei der Ankunft am Reiseziel oder ein leerer Handyakku? Vorsicht vor teuren Handyvermietern.

Betrugsmasche: Die Betrüger bieten dir am Flughafen ein Handy zur Miete an. Erst später merkst du: Die Telefongebühren sind horrend.

Wie du dich wehrst: Informiere dich vorab über Telefonanbieter an deinem Reiseziel. Oft ist es am günstigsten, eine Prepaid-Karte von einem Anbieter vor Ort zu kaufen. Eine Power-Bank hilft, wenn der Akku leer und keine Steckdose in Sicht ist.

Falscher Abholdienst

Hier ist es von Vorteil, einen seltenen Namen zu haben.

Betrugsmasche: Wenn du ein Taxi zu deinem Hotel bestellt hast, könnte es sein, dass mehr als nur ein Fahrer im Ankunftsbereich mit einem Schild mit deinem Namen darauf steht. Die Betrüger wollen so nicht nur Kunden gewinnen, sie berechnen häufig auch noch Wucherpreise.

Wie du dich wehrst: Lass dir von deinem Hotel den Namen und die Nummer des Fahrers geben, der dich abholen soll.

Der Bluetooth-Hacker

Die Bluetooth-Funktion deines Handys kann zur Einladung für Datendiebe werden.

Betrugsmasche: Wenn du Bluetooth auf deinem Handy aktivierst hast, können Hacker sich ganz einfach mit deinem Gerät verbinden und Informationen stehlen, die du dort gespeichert hast.

Wie du dich wehrst: Schalte die Bluetooth-Funktion aus und sichere wichtige Daten mit einer Verschlüsselungssoftware.

Der kaputte Taxameter

Das hatte der Taxifahrer natürlich total vergessen, als du eingestiegen bist.

Betrugsmasche: Du nimmst dir ein Taxi zum Hotel. Dort angekommen, sagt dir der Taxifahrer, dass sein Taxameter kaputt sei, und verlangt einen Wucherpreis.

So wehrst du dich: Handele den Preis vor der Fahrt mit dem Taxifahrer aus.

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