Abenteuer-Urlaub liegt im Trend – aber dieses Abenteuer ist wirklich ganz anders: Auf dem Trainingsgelände von „Kaliber 3“ können Touristen nämlich für 100 Dollar ein „Shooting Adventure“ buchen. Allerdings: Das Camp steht in der Kritik, weil sich das Gelände im von Israel besetzten Westjordanland befindet.

Zwei Stunden dauert es – Geländerundgang, Terroristenschießübungen, Training im Umgang mit Sturmgewehr und Scharfschützengewehr und die Möglichkeit, „das Leben eines Anti-Terror-Profis zu erleben“, inklusive.

Die Männer der „Kaliber 3“-Gruppe kämpften früher in einer Eliteeinheit der israelischen Armee. Heute bieten sie ihre Kurse auf ihrem Gelände in Gusch Etzion für Touristen und Profis an.

Im Westjordanland lernen Urlauber von Ex-Elitesoldaten das Töten

Und das findet in zwei Stufen statt: Zuerst lernen die schießwütigen Urlauber mit Attrappen, wie sie mit Gewehren umgehen, also wie sie sich hinstellen müssen, um einen Terroristen zu erschießen.

Im zweiten Schritt geht es dann in die Praxis – und die Attrappen werden gegen scharfe Waffen getauscht und es wird auf Fotos von „Aggressoren“, die Terroristen darstellen sollen, geschossen. Am Ende bleibt von den Fotos nicht mehr als Fetzen übrig.

Außerdem geht es auch in den direkten Nahkampf: Den Touristen wird beigebracht, wie sie es schaffen, einen potenziellen Killer ohne Schusswaffe zu überwältigen.

Auch Kinder können an den Kursen teilnehmen

Auch Kinder können an mehreren Teilen dieser Kurse teilnehmen, etwa an der Selbstverteidigung oder dem Umgang mit Schusswaffen. „Einem Kind beizubringen, eine Bedrohung zu erkennen und sein Selbstvertrauen aufzubauen, wird entscheidend sein, damit es sich verteidigen kann“, sagt Yael Gat, die Sprecherin des „Kalibers 3“, gegenüber dem brasilianischen Nachrichtenportal „UOL“.