Etwa eine Stunde nach dem Start des Fluges 3U8633 auf dem Weg von Chongqing in China nach Lhasa in Tibet brach Chaos aus. Das Flugzeug vibrierte so sehr, dass überall in der Kabine Essen herumflog, berichten Passagiere.

Was sie nicht sehen konnten: Eine Scheibe im Cockpit war geborsten, und der Co-Pilot war mit dem Oberkörper halb aus dem Fenster gesogen worden.

Der Pilot konnte das Flugzeug mit kaputtem Fenster landen

Glücklicherweise trug er den Sicherheitsgurt. Irgendwie gelang es dem Piloten, seinen Kollegen mit nur leichten Verletzungen wieder in das Cockpit zu ziehen.

Die Bedingungen, um das Flugzeug sicher zu landen, waren aber äußerst schlecht. „Alle Gegenstände im Cockpit flogen umher. Der größte Teil der Geräte funktionierte nicht mehr richtig. Der Lärm war so groß, dass der Funk nicht mehr zu hören war. Und das komplette Flugzeug vibrierte, sodass es unmöglich war, die Instrumente zu sehen“, so der Pilot Liu Chuanjian gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender „NBC News“.

Zudem strömte eiskalte Luft durch die gebrochene Frontscheibe. Dennoch gelang es dem Piloten, das Flugzeug mit 119 Passagieren an Bord notzulanden. Wie durch ein Wunder erlitt der Co-Pilot lediglich eine Verletzung am Handgelenk und trug einige Schrammen von dem Unfall davon.

Erst im April wurde eine Frau fast aus einem kaputten Kabinenfenster gesogen 

Glück im Unglück: 27 Passagiere waren nach dem Flug in ärztlicher Behandlung, aber keiner von ihnen erlitt ernsthafte Verletzungen. Die Airline dankte den Passagieren für ihr Verständnis und ihre Toleranz. Die Crew habe ruhig reagiert und den Notfall korrekt behandelt.

Im April starb eine Passagierin, nachdem sie auf einem Flug der Gesellschaft Southwest Airlines fast aus einem Fenster in der Kabine gesogen worden war. Das Fenster war von den Trümmerteilen eines explodierten Triebwerkes zerstört worden.