Grund dafür: Das Sicherheitsrisiko ist zu hoch. Der Virunga-Nationalpark wird seinen Betrieb deshalb für Touristen nicht vor 2019 wiederaufnehmen. Das teilte die Parkverwaltung inzwischen mit.

Die Verantworlichen hatten Virunga geschlossen, nachdem ein britisches Paar mit seinem Fahrer in dem Park im Ostkongo entführt worden war. Die drei wurden zwar schnell wieder freigelassen, beim Versuch, die Entführung zu verhindern, starb allerdings eine Rangerin. Sie war bereits der achte tote Parkaufseher in diesem Jahr.

Die Frau war der achte tote Parkaufseher in Virunga im Jahr 2018

Virunga gilt als einer der gefährlichsten Nationalparks in Afrika. Rebellengruppen, die um die Kontrolle der Region kämpfen, ziehen in der Gegend um den Park umher.

Sie fischen und jagen illegal, fällen Bäume und greifen regelmäßig Einheimische und Touristen an. Das berichtet der britische Nachrichtensender „BBC“. „Es ist mehr als klar, dass die Region Virunga stark von Unsicherheit betroffen ist. Wir brauchen sehr viel härtere Methoden als in der Vergangenheit und müssen daher beachtlich investieren“, sagte der Oberaufseher des Parks, Emmanuel Merode, der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Virunga war schon einmal wegen anhaltender Konflikte geschlossen

Virunga liegt auf dicht bewaldeten Vulkanen. Mehr als die Hälfte aller Berggorillas weltweit leben dort. Der Nationalpark ist der älteste Afrikas. Seit das Mobutu-Regime 1997 die Kontrolle über den Kongo verlor, waren die Parkranger immer wieder mit großen Problemen konfrontiert.

2008 sah es so aus, als wäre der Park am Ende. Auf dem Höhepunkt der Konflikte in der Region wurde er schon einmal geschlossen. Seit er im Jahr 2014 wiedereröffnet hatte, besuchten ihn bis zur erneuten Schließung im Mai mehr als 17.000 Touristen.