Zuerst hieß es, Island drohe ein Overtourism-Problem, dann gab die Tourismusbehörde Entwarnung und verkündete Anfang 2018, dass das Land genug Platz für die Urlauber aus aller Welt habe.

Jetzt der dritte Akt: Ab 2020 sollen alle Touristen in Island eine Steuer zahlen. Es ist bereits der dritte Versuch, mehr Profit aus den Besuchern zu schlagen.

Island plant, von Touristen etwa 9 Euro zu verlangen

Im aktuellen Budgetplan der isländischen Regierung, der vor Kurzem dem Parlament vorgelegt wurde, ist die Rede von einer geplanten Touristensteuer, die mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen soll.

Islands Tourismusbehörde zählte im Jahr 2017 mehr als zwei Millionen Besucher im Land, über 400.000 mehr als im Jahr davor. Bei den aktuellen Besucherzahlen würde das bedeuten, dass jeder Besucher ab 2020 etwas mehr als 9 Euro zahlen müsste.

Laut „turisti.is“ sei dies erneut der Plan des isländischen Finanzministers Bjarni Benediktsson, der schon 2014 und 2017 versucht hat, eine ähnliche Steuer einzuführen. Ob sie tatsächlich eingeführt wird, bleibt abzuwarten – die letzten beiden Vorschläge des Finanzministers wurden von der Regierung nicht zugelassen.