„Sie dürfen wandern, schwimmen und tauchen, aber am Ende des Tages müssen sie gehen“, sagte Thon Thamrongnawasawat, Chef der zuständigen Meeresschutzbehörde, der thailändischen Zeitung „Phuket News“.

Die Zahl der Besucher auf Ko Similan sei inzwischen „erschütternd“. Um Umweltschäden zu verhindern, seien daher ab Oktober keine Übernachtungen mehr erlaubt. Touristen dürfen dann nur noch für einen Tag auf der Insel im Nationalpark Moo Ko Similan bleiben. Ko Similan war bisher die einzige Insel des Parks, die Bungalows und Campingplätze für Besucher anbot. Die Bungalows werden nun umgebaut.

Aktuell ist Ko Similan übrigens komplett für Besucher geschlossen, so wie Attraktionen in insgesamt mehr als 50 thailändischen Nationalparks. Die hat das Ministerium für Nationalparks und Umwelt während der Regenzeit gesperrt, berichtet die „Bangkok Post“.

Die elf Inseln des Mu-Ko-Similan-Nationalparks liegen nordwestlich von Phuket, 70 Kilometer entfernt von der Küste. Vor den Inseln liegen Korallenriffe, die Lebensraum für eine Vielzahl an Meerestieren sind. Mit ihren weißen Sandstränden sind die Inseln ein beliebtes Ziel von Touristen und zählen zu den besten Tauchgebieten der Welt.

Ab heute ist „The Beach“ gesperrt

Das Übernachtungsverbot ist ein weiterer Versuch in einer ganzen Reihe von Bemühungen, Inseln und Strände in Asien zu schützen. Im April schloss die philippinische Insel Boracay in Südostasien für sechs Monate.

In Thailand wird der Strand von Maya Bay auf der Inselgruppe Phi Phi, bekannt aus dem Film „The Beach“, ab heute bis September geschlossen. So sollen sich die Korallenbänke dort erholen. Aber: Mit Beginn der Hauptsaison im November dürfen Urlauber dort wieder ins Wasser – wenn auch nicht mehr bis zu 5.000 Menschen wie bisher, sondern höchstens 2.000.