Erst 25, dann 75 und dann 100 Prozent: Ryanair und Niki Lauda haben offenbar eine Option vereinbart, die es dem irischen Billigflieger erlaubt, die österreichische Airline Laudamotion ganz zu kaufen, das bestätigte Ryanair dem reisereporter. 

Derzeit bereitet sich Ryanair darauf vor, den Anteil an Laudamotion von 24,9 Prozent auf 75 Prozent zu erhöhen. Diese Übernahme muss aber nach wie vor noch von den EU-Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Wie viel Ryanair für die 100-Prozent-Übernahme zahlen wird, ist nicht bekannt. Der Vorsitzende Michael O’Leary sprach lediglich von einer „seltsam hohen Summe“, so der irische Sender „RTE“. 

Laudamotion ist der Nachfolger der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki. Die wurde im Jahr 2003 vom ehemaligen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda gegründet – im Laufe des Insolvenzverfahrens kaufte er sie zurück. Im März dann die Überraschung: Ryanair hatte sich bereit erklärt, knapp 25 Prozent der österreichischen Airline zu übernehmen, und so den Flugbetrieb für die kommende Sommersaison gesichert. 

Das hat Ryanair mit Laudamotion vor

O’Leary kündigte an, dass die Laudamotion-Flotte im kommenden Jahr von 20 auf 30 Flugzeuge und 2020 auf 40 bis 50 Maschinen anwachsen soll, berichtet die österreichische Zeitung „oe24.at“.

Lauda verkündete, er werde bis zum Jahr 2021 die 25 Prozent an Laudamotion halten und bis dahin ebenfalls als CEO zur Verfügung stehen. Jetzt scheinen die Weichen für eine Zeit danach gestellt zu sein.