reisereporter-Leserin Sonja Silberhorn (38) aus Regensburg informierte uns über ein unschönes Erlebnis auf ihrem vergangenen Condor-Flug von Kreta nach München. Laut Sonja sei sämtliches Gepäck des Flugs DE1599 am Flughafen von Chania auf Kreta von der deutschen Airline liegen gelassen worden.

Condor: Gepäck wurde absichtlich nicht mitgenommen

Sonja berichtet weiter, dass der Flieger in Chania mit knapp anderthalb Stunden Verspätung nach München abhob. Auch Passagiere, die eigentlich einen Flug nach Düsseldorf gebucht hatten, seien in diesen Flieger „zwangsverfrachtet“ worden, erzählt sie uns.

Die Verspätung war aber nicht das Problem, der Schock kam kurz nach der Ankunft in München: Erst dort habe die Crew die Passagiere nämlich darüber informiert, dass kein einziges Gepäckstück aus Kreta mitgenommen wurde. Der Flug landete am vergangenen 26. Mai in München – ihr Gepäck hat Sonja bis heute nicht zurück.

Airline wollte „Abwicklung des Fluges beschleunigen“

Auf reisereporter-Nachfrage äußerst sich ein Condor-Sprecher zu der Angelegenheit. Er sagt: „In seltenen Fällen kommt es vor, dass Gepäck nicht mitgenommen werden kann, um die Abwicklung eines Fluges zu beschleunigen. In der Tat war das Nachtflugverbot am Flughafen München Grund für die beschleunigte Abfertigung.“

Heißt konket: Das Gepäck wurde absichtlich liegen gelassen. Es solle mit dem nächstmöglichen Flug nachgeflogen und individuell an die Passagiere verteilt werden.

Inzwischen hat sich die Airline für den Vorgang entschuldigt und betont, dass so etwas nur „sehr selten“ passiere.