Die verschärften Gepäckbestimmungen des irischen Billigfliegers gelten seit dem 15. Januar 2018. Nur wer Priority Boarding gebucht hat, darf einen Handgepäckskoffer plus kleines Gepäckstück mit in die Kabine eines Ryanair-Fliegers nehmen. Alle anderen dürfen nur noch eine kleine Tasche (maximale Maße: 35×20×20 Zentimeter) mitnehmen – also höchstens eine mittlere Handtasche.

Priority Boarding kostet bisher 5 Euro bei der Buchung und 6 Euro bis zu 45 Minuten vor Abflug. Doch jetzt wird’s teurer, zumindest auf einigen Strecken. Auf denen kostet Priority zum Zeitpunkt der Buchung nun 6 statt bisher 5 Euro und 7 statt bisher 6 Euro beim Check-in am Flughafen, teilte Ryanair dem reisereporter mit. Auf welchen Strecken die erhöhten Preise gelten, dazu machte die Airline auch auf Nachfrage keine Angaben.

Handgepäck in Kabine: Bist du bereit, dafür zu zahlen?

Warum die Gebühren erhöht wurden? Robin Kiely, Head of Communications von Ryanair sagt: „Wie bei allen Unternehmen können sich unsere optionalen Gebühren im Gegensatz zu unseren weiter fallenden Flugpreisen ändern.“

Auf der deutschen und der englischen Ryanair-Seite steht zwar nach nach wie vor, dass die Gebühr für Priority Boarding 5 beziehungsweise 6 Euro/Pfund beträgt, auf der englischen wurde aber bereits folgender Hinweis ergänzt: „Für das bevorzugte Boarding auf ausgewählten Strecken gilt eine erhöhte Gebühr.“

Gepäckbestimmungen bei Ryanair machen Probleme

Die Handgepäckbestimmungen machen offenbar Probleme. Erst vergangene Woche hatte Airline-Chef Michael O’Leary darüber geklagt, dass immer noch zu viele Menschen ohne Priority-Buchung ihr Handgepäck zum Gate mitbringen: „Es gibt viele Flüge, bei denen wir jetzt 100 oder 120 Koffer kostenlos in den Frachtraum bringen müssen.“ O’Leary drohte damit, dass die Regelung noch einmal geändert werden würde, sollte sich die Situation nicht ändern. 

Es scheint ziemlich fraglich, ob eine Erhöhung der Gebühren die Situation verbessert. Wahrscheinlicher ist wohl, dass sie das Problem eher fördert.