Betroffen sind die nördlichen Barnard-Inseln des Barnard-Island-Group-Nationalparks Bresnahan, Hutchinson, Jessie, Kent und Lindquist sowie fünf Inseln des Frankland-Group-Nationalparks. Dieses sind die Inseln Normanby, Mabel, Round, Russell und East Russell. Die Inseln südlich von Cairns in Australien sind vom 4. bis zum 17. Juni geschlossen. 

Die Ratten können Krankheiten übertragen

Der Park- und Wildtierservice der Nationalparks wird die Inseln in dieser Zeit von Ratten befreien. Denn die Ratten gefährden Seevögel, die in der Region rund um das Great Barrier Reef nisten.

„Sie sind für das Aussterben anderer Tiere und einen Rückgang der Biodiversität auf Inseln weltweit verantwortlich und haben einen großen Einfluss auf die nistenden Vögel auf australischen Inseln“, sagte Ranger Warrick Armstrong der australischen Rundfunkgesellschaft „ABC“.

Nicht zuletzt sind die Ratten auch eine Gefahr für Urlauber, die auf den Inseln campen. Sie könnten Krankheiten übertragen. Die Tiere könnten während Hochwassern auf schwimmenden Baumstämmen oder auf Booten auf die Inseln gelangt sein.

Hubschrauber werden Rattenköder über den Inseln abwerfen

Um sie zu bekämpfen, werden Hubschrauber in den kommenden drei Wochen Köder über den Inseln abwerfen. Eine ähnliche Maßnahme fand im Jahr 2000 auf den südlichen Barnard-Inseln in Australien statt. Seither gibt es dort wieder viel mehr Seevögel.

Auf den Barnard- und Frankland-Inseln gibt es Strände, Regenwälder und seichte Riffe. Viele Touristen kommen zum Campen, Schnorcheln, Wandern, Rad- und Kanufahren. Vom 4. bis 17. Juni wird das nicht möglich sein.

Nur der Bootstourenanbieter „Frankland Islands Reef Cruises“ hat mit dem Frankland-Group-Nationalpark ausgehandelt, dass er seine Touren zur Normanby-Insel während der Rattenbekämpfung weiter durchführen darf.