Das oftmals tödliche Nipah-Virus ist Mitte Mai zum ersten Mal im Süden von Indien ausgebrochen. Es verursacht grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber und Muskelschmerzen. In besonders schweren Fällen kann es zu Hirnhaut- und Hirnentzündungen kommen. Das teilt das Centrum für Reisemedizin (CRM) mit.

Vorsicht bei rohen Säften und Baumfrüchten auf Indien-Reisen

Die natürlichen Wirte des Virus sind Fledermäuse. Das Auswärtige Amt teilt mit, dass es meist über Schweine auf Menschen übertragen werde, zum Beispiel bei der Schlachtung der Tiere. Das CRM warnt hingegen davor, rohen Fruchtsaft zu trinken und ungewaschene, speziell angebissene Baumfrüchte zu essen.

Früchte solltest du auf einer Indien-Reise zurzeit generell gründlich waschen und schälen, bevor du sie isst. Auch Menschen können sich gegenseitig mit dem Virus infizieren. Das Nipah-Virus wurde erst 1999 in Malaysia zum ersten Mal registriert. Das teilt die Weltgesundheitsorganisation WHO mit.

Seither gab es Ausbrüche in Bangladesch und im Osten Indiens. Es gibt noch keine Impfungen oder Medikamente, um das Virus zu behandeln. Das Auswärige Amt schreibt jedoch: „Infektionsmedizinisch und epidemiologisch gibt es zurzeit weder für Reisende noch für Langzeitaufenthalte eine signifikante Gefährdung.“