Bei Ryanair gelten seit dem 15. Januar die verschärften Handgepäck-Richtlinien: Nur wer 5 Euro draufzahlt und Priority bucht, darf weiterhin zwei Handgepäckstücke mit in die Kabine nehmen. Alle anderen Passagiere dürfen nur noch eine kleine Tasche (die Größe entspricht maximal einer mittleren Handtasche) mitnehmen. Trolleys, Handgepäckkoffer und Rucksäcke dürfen nicht mehr mit an Bord.

Das zu große Handgepäckstück kann aber nach wie vor kostenlos am Gate beim Boarding abgegeben werden und dann in den Frachtraum verladen werden. Und das machen offenbar viele und würden damit für Chaos sorgen, so Ryanair-Chef Michael O’Leary.

Ryanair will weniger Handgepäck im Frachtraum

„Es gibt viele Flüge, bei denen wir jetzt 100 oder 120 Koffer kostenlos in den Frachtraum bringen müssen“, sagte er in einem Videointerview. Das sei vor allem rund um Feiertage und Ferien ein großes „Handhabungsproblem“.

Er warnt: Sollte das so weitergehen, könnten die Gepäckbestimmungen erneut geändert werden. Ins Detail ging O’Leary zwar nicht, allerdings ist damit zu rechnen, dass dies mit zusätzlichen Kosten für Ryanair-Fluggäste verbunden wäre.

Die irische Airline hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie pro Tag rund 5 Millionen Pfund mit Extragebühren verdient. Mehrere aktuelle Maßnahmen sorgen für noch mehr Geld. Unter anderem wurde vor ein paar Tagen bekannt, dass Ryanair die Zeit für den Online-Check-in für nicht draufzahlende Fluggäste verkürzt. Wer keine Sitzplatzreservierung kauft, kann ab dem 13. Juni nur noch 48 Stunden statt bisher vier Tage vor Abflug einchecken.