Der Airbus A321 von Onur Airlines befand sich auf dem Weg von Antalya ins russische Tscheljabinsk, als die Maschine plötzlich in den Sturzflug überging. Zuvor habe es im Inneren auf einmal verbrannt und nach chemischen Mitteln gerochen, berichtete ein Passagier der russischen Zeitung „Argumenty i Fakty“.

Dann sank das Flugzeug offenbar innerhalb weniger Minuten nach Angaben von Augenzeugen von 10.300 auf 3.000 Meter – in der Kabine brach Panik aus. Die 226 Passagiere bangten um ihr Leben, mehrere von ihnen bekamen Nasenbluten, Sauerstoffmasken fielen aus den Klappen über den Sitzen herunter.

Nach kurzer Zeit hätten die Masken aber nicht mehr funktioniert, die Passagiere hätten laut geschrien und gedacht, sie würden sterben, erzählt ein Passagier der russischen Zeitung. Letztendlich gelang es dem Piloten am vergangenen Sonntag aber doch noch, die Maschine in Wolgograd notzulanden. Die Passagiere kamen mit einem großen Schrecken, aber ohne größere Verletzungen davon. Ein Video aus der Kabine zeigt die Momente nach der geglückten Notlandung:

Mittlerweile ist klar, dass ein Druckabfall die Ursache für den steilen Sinkflug gewesen sei, das teilte die Airline mit. In einem solchen Fall machen Piloten einen sogenannten Notabstieg, dabei werden Sinkraten von rund 1.500 Meter und mehr pro Minute erreicht. Die Sauerstoffmasken fallen bei einem Druckabfall automatisch herunter.

Etliche Passagiere hätten am Flughafen von Wolgograd ärztlich betreut werden müssen, viele seien mit dem Zug weitergereist, weil sie kein Flugzeug mehr besteigen wollten.