Einsame Orte weltweit: 7 Urlaubsziele zum Abschalten

Einsame Orte weltweit: 7 Urlaubsziele zum Abschalten

Du hast genug von überfüllten Stränden, vollen Städten und dem Lärm im Hotel? Der reisereporter zeigt dir sieben auf der Welt verteilte Plätze, an denen du statt Trubel die absolute Ruhe findest.

Einfach mal die Stille genießen, keine Menschen sehen und weit weg von zu Hause abtauchen – in Kamtschatka ist das möglich.
Einfach mal die Stille genießen, keine Menschen sehen und weit weg von zu Hause abtauchen – in Kamtschatka ist das möglich.

Foto: imago/ITAR-TASS

Zwei Sachen vorweg: Wirkliche einsame Orte sind mittlerweile nur noch schwer zu finden, und der Overtourism macht vor kaum einem Ziel halt. Die folgenden sieben Urlaubsziele sind daher echte Geheimtipps, kleine, traumhafte Refugien für alle, die ununterbrochene Stille und einen totalen Kontrast zum Alltag suchen.

Eines muss dir aber klar sein: Um dorthin zu kommen, musst du meist eine ziemlich lange Anreise in Kauf nehmen.

1. Der Kerguelen-Archipel

Noch nie von den Kerguelen gehört? Kein Wunder, denn der Archipel im südlichen Indischen Ozean in der Mitte zwischen Australien, Südafrika und der Antarktis ist ein heißer Geheimtipp – wobei das Wort „heiß“ nicht ganz passend ist. Denn: Auf dem Archipel herrschen das ganze Jahr lang heftige Winde, eisige Temperaturen, und regelmäßig ziehen gigantische Stürme über den Flecken im Meer hinweg.

Der Kerguelen-Archipel: Außer ein paar Forschern triffst du hier keine Menschenseele.
Der Kerguelen-Archipel: Außer ein paar Forschern triffst du hier keine Menschenseele. Foto: imago/Bluegreen Pictures

Wenn eine steife Brise aber genau das ist, wonach du suchst, um dir mal wieder ordentlich den Kopf freipusten zu lassen, dann ist dieser einsame Ort bestimmt das richtige Urlaubsziel.

Andere Menschen triffst du hier übrigens eher nicht, denn die einzigen menschlichen Bewohner des Archipels sind die Forscher der Station Port-aux-Français. Um auf die abgelegenen Inseln zu kommen, musst du mit dem Forschungsschiff von Réunion aus knapp zehn Tage lang zu den Kerguelen fahren.

2. Die Namib-Wüste

Wenn du es lieber etwas wärmer magst, ist ein Wüstentrip vielleicht genau das, wonach du suchst. Die Namib-Wüste an der Westküste Afrikas liegt in Namibia und Angola und ist groß genug, dass du hier auf jeden Fall einen ruhigen Ort zum Abschalten findest.

Zeit für dich: In der Namib-Wüste findest du garantiert einen einsamen Ort.
Zeit für dich: In der Namib-Wüste findest du garantiert einen einsamen Ort. Foto: unsplash.com/Keith Hardy

Um dem Alltag zu entfliehen und im unendlichen Sandmeer der Namib abzutauchen, musst du übrigens nicht unbedingt in einer der teuren Luxus-Lodges unterkommen. Wenn du das Abenteurer-Gen in dir trägst, kannst du dir auch ein geländegängiges Auto mit Dachzelt mieten und selbst auf Erkundungstour gehen.

Für Abwechslung sorgt übrigens die Atlantikküste, die direkt an der Wüste liegt. Mit etwas Glück findest du hier riesige Flamingoschwärme.

Die Anreise ist übrigens gar nicht so kompliziert: Mit dem Flugzeug geht es zum Beispiel nach Windhoek und von dort mit dem Auto weiter nach Westen.

3. Kamtschatka

Okay, jetzt wird es wild! Kamtschatka ist eine Halbinsel in Nordostasien und gehört zu Russland. Seit 1996 gilt die Region wegen ihrer atemberaubenden Natur als Unesco-Weltnaturerbe. Hier triffst du zwischen rauschenden Flüssen und etlichen Vulkanen immer wieder auf wilde Bären und riesige Elche.

Beim Wandern in Kamtschatka triffst du höchstens die wilden Tiere der Halbinsel.
Beim Wandern in Kamtschatka triffst du höchstens die wilden Tiere der Halbinsel. Foto: imago/robertharding

Lass den Alltagsstress während einer langen Wanderung verfliegen oder mach einen entspannten Angeltrip an den forellenreichen Flüssen Kamtschatkas. Um in die Wildnis zu kommen, kannst du ganz bequem zum Beispiel über Moskau nach Petropawlowsk fliegen, dem Flughafen der Halbinsel.

4. Die Kokosinseln

Allein der Name hört sich doch schon nach einem Traum an – und das Beste: Die Kokosinseln gibt es wirklich. Sie gehören zu Australien und liegen im Indischen Ozean, rund 2.900 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth.

Noch sind die Kokosinseln kaum bekannt, das Inselparadies ist aber definitiv das richtige Ziel für ruhesuchende Sonnenanbeter.

Idylle unter Palmen – willkommen auf den Kokosinseln.
Idylle unter Palmen – willkommen auf den Kokosinseln. Foto: imago/UIG

Mit nicht mal 15 Quadratkilometern Fläche sind die Inseln, die auch Keeling genannt werden, ein winziger Fleck im riesigen Ozean. Mit gerade mal 550 Einwohnern findest du hier mit Sicherheit dein Refugium zum Runterkommen. Die Riffe rund um die Region sind übrigens knallbunt und lebendig – super zum Schnorcheln und Tauchen. Direktflüge auf die Inseln gibt es zum Beispiel aus Perth.

5. Ittoqqortoormiit – Grönland

Ittoq… was?! Diesen Ort kennen wirklich die wenigsten, und noch weniger können ihn aussprechen. Dabei ist Ittoqqortoormiit an der Ostküste Grönlands ein echtes Highlight für alle, die genug vom Großstadtlärm und von bunten Reklametafeln haben. In der winzigen Siedlung, in der rund 375 Menschen leben, gibt es nichts – außer Natur.

Die bunten Häuschen von Ittoqqortoormiit bringen ein bisschen Farbe in die karge Landschaft.
Die bunten Häuschen von Ittoqqortoormiit bringen ein bisschen Farbe in die karge Landschaft. Foto: imago/robertharding

Der Ort liegt direkt am Ausgang des Scorseby-Sunds, eines riesigen Fjordsystems, und grenzt außerdem an den größten Nationalpark der Welt, den Nordost-Grönland-Nationalpark.

In der Siedlung gibt es nur eine einzige Unterkunft, du musst dir hier also nicht mal Gedanken über das Hotel machen. Lass dir während einer Hundeschlittentour die Region zeigen oder verbring einfach ein paar Tage der Stille mit einem guten Buch.

Vom Flughafen Kulusuk in Grönland musst du übrigens mit dem Helikopter weiter, um das abgeschiedene Dorf zu erreichen.

6. Laucala Island – Fidschi

Diese Trauminsel ist extrem exklusiv. Laucala Island, eine der kleinsten Fidschi-Inseln, ist Heimat eines Luxusresorts samt Golfplatz und eigenem Flughafen. Wenn du es dir leisten kannst, wirst du hier auf jeden Fall gut umsorgt werden, wenn du das möchtest.

Wer kann diesem Anblick schon widerstehen? Die Fidschi-Inseln sind ein echtes Paradies.
Wer kann diesem Anblick schon widerstehen? Die Fidschi-Inseln sind ein echtes Paradies. Foto: imago/alimdi

Du entscheidest, ob du lieber einsame Stunden am Strand oder in deiner Villa verbringen möchtest, mit einem der hoteleigenen Pferde einen Ausritt über die Insel machst oder deine Angel auf hoher See ins Wasser hälst. Auf dem gerade mal zwölf Quadratkilometer großen Flecken im Pazifik bleibt bestimmt kein Wunsch offen.

7. Tristan da Cunha

Ein Highlight zum Schluss: Tristan da Cunha gilt als abgelegenster Ort der Welt! Die Inselgruppe im südlichen Atlantik, rund 2.800 Kilometer westlich von Kapstadt, ist der Traum eines jeden Urlaubers auf der Suche nach Ruhe.

Mit gerade mal 270 Einwohnern in der einzigen Stadt der insgesamt 98 Quadratkilometer großen Hauptinsel hast du genug Platz, um einfach nur abzuschalten. Allein die Anreise per Schiff von Kapstadt dauert aber schon rund zehn Tage.

Kaum Menschen, ein paar Kühe – mehr ist nicht los auf Tristan da Cunha, dem abgelegensten bewohnten Ort der Welt.
Kaum Menschen, ein paar Kühe – mehr ist nicht los auf Tristan da Cunha, dem abgelegensten bewohnten Ort der Welt. Foto: imago/robertharding

Tristan da Cunha ist aber nicht nur abgeschieden, sondern auch wunderschön. Die gleichnamige Hauptinsel ist die Spitze eines Unterwasservulkans, die höchste Stelle des Kraters liegt auf 2.060 Metern. Außerdem gibt es noch ein paar Kühe auf der Insel, die dir beim Herumschlendern Gesellschaft leisten.

Viel mehr ist nicht los am abgelegensten bewohnten Ort der Welt – und das ist gut so.

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