Ramadan: Darauf sollten Touristen jetzt achten

Ramadan: Darauf sollten Touristen jetzt achten

Ramadan, der Fastenmonat von weltweit 1,6 Milliarden Muslimen, hat begonnen. Was bedeutet das für Nichtmuslime, vor allem für Touristen, die in den nächsten Wochen ein islamisches Land bereisen?

 

Beim Urlaub an muslimischen Orten wie Dubai solltest du zur Zeit des Ramadan Rücksicht auf Einheimische nehmen.
Beim Urlaub an muslimischen Orten wie Dubai solltest du zur Zeit des Ramadan Rücksicht auf Einheimische nehmen. (Symbolfoto)

Foto: imago/BE&W

Der Fastenmonat ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und Muslimen in aller Welt heilig. Sie beten mehr, sie spenden mehr. Vor allem verzichten sie für die nächsten vier Wochen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Rauchen. Zeiten, Regeln, andere Sitten: Hat der Ramadan Auswirkungen auf Reisende? Mit welchen Einschränkungen müssen Touristen in islamischen Ländern in diesen Wochen rechnen?

In einigen Ländern ist während des Ramadan das Kaugummikauen verboten

Prinzipiell gilt: Aus Respekt vor den Fastenden sollten sich Touristen anpassen. Das heißt: nach Möglichkeit nicht in der Öffentlichkeit essen und trinken, aufs Rauchen verzichten, sich konservativ kleiden, laute Musik vermeiden und von zu innigen Zuneigungsbekundungen absehen.

Sogar das Kaugummikauen ist in manchen Ländern während des Fastenmonats nach Tagesanbruch in der Öffentlichkeit verboten. Dabei gibt es bei der Umsetzung weltweit Unterschiede: Einige islamische Länder wie Saudi-Arabien, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate sind besonders streng und bestehen auch bei Touristen auf die Einhaltung der Ramadan-Regeln.

Andere, wie beispielsweise Marokko, Tunesien und auch Dubai, sind gegenüber Reisenden und Nichtmuslimen während des Fastenmonats liberaler und toleranter. Der Verzicht auf Essen und Trinken in der Öffentlichkeit ist freiwillig, gilt aber als höflich und respektvoll und wird deshalb gern gesehen.

Während des Ramadans gibt es keine Livemusik

Vielerorts wird es überhaupt schwierig sein, tagsüber geöffnete Restaurants und Cafés zu finden. Das gilt selbst für Länder wie Marokko. Clubs bleiben oft ganz geschlossen, in Bars wird kein Alkohol ausgeschenkt, Livemusik bleibt ebenfalls aus. 

Auch einige Geschäfte, öffentliche Einrichtungen, kulturelle Hotspots und Museen passen ihre Öffnungszeiten dem Ramadan an (und schließen früher). Basare sind tagsüber tendenziell leerer, ebenso sonst geschäftige Stadtzentren. Selbst Dubai ist vor Sonnenuntergang nicht so belebt wie in anderen Monaten.

Spannend: In der Abenddämmerung erwacht das Leben, wenn Muslime zum Fastenbrechen nach Hause eilen. Für Touristen kann es also sehr inspirierend sein, während des Ramadan andere Rituale und kulturelle Traditionen (wie besondere Speisen oder das „Zuckerfest“ am Ende des Ramadan) kennenzulernen. Und letztlich gilt auch hier: Sich aus Respekt landestypischen Gepflogenheiten anzupassen kann nie schaden!

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