Flugbegleiter umgarnen: 5 Tipps | reisereporter.de

Wie Du Flugbegleiter um den Finger wickelst

Ein Flug kann ziemlich lang werden, wenn du die Flugbegleiter schon zu Beginn gegen dich hast. Wir geben dir 5 Tipps, um bei den Flight Attendants zu punkten und deine Chancen auf extra Kissen und Schampus bis tief in den Nachthimmel zu erhöhen.

Eine Flugzeugbesatzung auf der Gangway einer Lufthansa-Maschine am Flughafen Düsseldorf. Die Passagiermaschine ist noch leer.
Eine Flugzeugbesatzung auf der Gangway einer Lufthansa-Maschine am Flughafen Düsseldorf. Die Passagiermaschine ist noch leer.

Foto: imago/sepp spiegl

Tipp 1: Sei kein Kartenwedler!

Der Kartenwedler sammelt emsig Punkte im Vielfliegerprogramm und versucht zu jeder Gelegenheit, auf seinen bevorstehenden Status hinzuweisen. Zum Beispiel, indem er seinen Tomatensaft – den er nicht mag, aber aus Prestigegründen bestellt – mit seiner Miles & More-Karte bezahlen will. Obwohl er nichts kostet.
 
Also: Lass die Karte stecken. Die Crew weiß schon bevor du einsteigst, ob du wichtig bist oder nicht. Falls ja, kennt Sie deinen Namen, ohne dass du ihn genannt hast. Falls nicht, wirst du nach Zücken deiner Karte in die Namenlosigkeit verbannt.

Tipp 2: Du bist nicht im Hotel!

Wenn Du im Eingang bedeutungsschwanger deinen Koffer abstellst und sagst: „Den können Sie verstauen“, wird die einzige Reaktion sein: „Mit zu meiner Mutter? Zum Durchwaschen?“
 
Auch Flugbegleiter müssen mit dem begrenzten Platz an Bord leben. Auch sie können nur eine Lücke suchen, die du auch selbst suchen kannst. Und besser tun solltest, denn Flugbegleiter werden schon lange nicht mehr für das Verstauen von zu viel Gepäck bezahlt. Dafür zahlst, wenn überhaupt, du in den folgenden Stunden.

Tipp 3: Keine Angst vorm Dehydrieren!

Es gibt ein System, nach dem Flugbegleiter ihre Passagiere bedienen. Vom Fenster zum Gang, mit ein paar Reihen Abstand zum nächsten Getränkewagen, damit sie vor allem bei kurzen Strecken nicht unnötig Zeit verlieren. Und dieses System werden sie nicht ändern, nur weil du wie ein Erstklässler in der letzten Reihe schnipst.
 
Ergo: Entspann dich. Auch wenn die Klimaanlage die Haut austrocknet, so schnell geht’s nicht. Wesentlich schneller überhitzen die Flugbegleiter. Und wenn du Lust hast, das auf die Spitze zu treiben, bestell doch mal frische Milch zum Kaffee, drei Zitronenscheiben in dein Wasser und einen „Cab Sauv on the rocks“. Guess what? Prost!

Tipp 4: Steh nicht im Weg rum!

Durch den schmalen Flugzeuggang passt genau ein Trolley, also ein Getränke- oder Essenswagen. Aber mindestens ein Passagier steht trotz anrollendem Service immer so lange im Gang rum, dass die Flugbegleiter schließlich ein Stück zurückziehen und warten müssen, bis alle Sitznachbarn aufgestanden sind, um ihn wieder auf seinen Fensterplatz zu lassen. Nervt.
 
Daher: Setz dich hin, sobald du einen Wagen auf dich zukommen siehst. Wenn du demonstrieren möchtest, wie sportlich und aktiv du bist, verschieb das auf die Pausen. Dann kannst du selbst zur Bordküche laufen, um etwas zu trinken, anstatt dauernd den Terrorknopf mit dem Service-Piktogramm zu drücken.

Tipp 5: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht!

Schon mal beobachtet? So wie die Tabletts aus den großen Essenswagen herausgezogen werden, müssen sie auch wieder hinein. Deshalb hilft es überhaupt nicht, wenn du Tetris spielst und alles ineinander stapelst.
 
Zwar glaubt dir jeder, dass du in bester Absicht gestapelt hast, aber konzentrier dich beim Bauen lieber auf die Verpackungen. Verstau sie so, dass sie nicht über die Seiten des Tabletts und die Höhe des Geschirrs hinausragen. Auch wenn Stewardessen dran gewöhnt sind: Ein verdrecktes, abgefressenes Tablett macht Dich nicht gerade attraktiv.
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