Dick eingeschmiert und ab ins Meer – dabei hinterlassen Urlauber geradezu einen Chemiefilm auf dem Wasser. Da dieser Korallenriffe schädigt, will Hawaii bestimmte Inhaltsstoffe verbieten, und zwar konkret Oxybenzon und Octinoxate. Beide bleichen Korallen aus. Dadurch sterben die empfindsamen Nesseltiere. Das Problem ist bereits seit Jahren bekannt, wie mehrere Studien zeigen. 

Touristen sollten sich überlegen, wie sie Korallenriffe schonen können

In Tulum und Yucatán an der Küste von Mexiko sind die beiden Stoffe bereits seit Jahren verboten. Dort braucht aber niemand den ultimativen Sonnenbrand zu fürchten, denn es gibt biologisch abbaubare Sonnencremes. Mineralische UV-Filter, etwa aus Titanoxid oder Zinkoxid, schützen durch eine Art Spiegeleffekt: Sie reflektieren die Sonneneinstrahlung. 

Das Gesetz auf Hawaii soll erst ab dem Jahr 2021 gelten. Aber: Auch ohne drohende Strafen sollten Touristen sich überlegen, ob sie zu einer umweltschonenderen Alternative greifen. Welche gut sind? Hilfe gibt’s auf dem Nachhaltigkeitsblog Utopia, der Biosonnencremes getestet hat. 

Das größte Korallenriff der Welt ist bereits zu 30 Prozent abgestorben

Denn Korallenriffe sind weltweit bedroht. Das größte der Welt, das Great Barrier Reef vor Australien, sorgt immer wieder für Schlagzeilen, weil bereits 30 Prozent des Riffs abgestorben sind. Wissenschaftler entwickeln immer neue Methoden, um die Korallen zu schützen oder das Riff zu regenerieren

Die Australische Regierung unterstützt sie mit Millioneninvestitionen. Das allein reicht aber nicht aus. Wenn wir nicht damit beginnen, schonender mit unserer Umwelt umzugehen, können auch die Forscher Korallenriffe nicht retten. Denn die größte Bedrohung für sie ist der Klimawandel und der schonungslose Umgang vieler Touristen mit ihrer Unwelt.