Schlichtweg verflogen: Der Pilot hatte die Landebahn mit der vom Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel verwechselt. „Eigentlich wollte er dort per Sichtflug landen“, sagte Kristina Kelek, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DSF), dem reisereporter. „Deshalb hatte er den Fluglotsen in der Zentrale in Bremen bereits über Funk mitgeteilt, dass er die Landebahn sehen könne und zur Landung ansetze.“

Der Pilot steuerte die falsche Landebahn an

Tatsächlich steuerte er aber auf den Sonderlandeplatz des Werksgeländes von Flugzeugbauer Airbus in Hamburg-Finkenwerder zu. Die Fluglotsen in Bremen reagierten schnell und brachten den Piloten wieder auf den richtigen Kurs. Der landete die Maschine letztlich sicher auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen in Fuhlsbüttel.

Trotz der Verwechslung seien Passagiere und Crewmitglieder zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, versicherte die Sprecherin der DFS dem reisereporter. Beruhigend: „Auch wenn der Pilot den Landeanflug auf das Airbus-Werk nicht hätte abbrechen können, hätten die Fluglotsen ihn sicher zur Landung leiten können.“

1976 war bei einer ähnlichen Verwechslung tatsächlich schon einmal eine Spantax-Maschine aus Palma de Mallorca fälschlicherweise in Finkenwerder gelandet. Obwohl die Piste viel zu kurz für das Flugzeug war, kamen die Passagiere mit dem Schreck davon. Der Flieger kam kurz vor dem Ende der Landebahn zum Stehen.