Mallorca: 6 Anfängerfehler, die du auf der Insel vermeiden solltest

Mallorca-Anfängerfehler: Diese 9 Dinge gehen gar nicht

Mallorca-Urlauber aufgepasst: Mit einigen Verhaltensweisen outet ihr euch direkt als Anfänger! Auf der beliebtesten Insel der Deutschen laufen manche Dinge anders – was auch für den Ballermann gilt.

Mann sitzt mit Sangria und Strohhalmen am Ballermann.
Verboten und potenziell teuer: Sangria-Eimer am Strand von Palma.

Foto: imago/blickwinkel

Auf Mallorca können Ersturlauber (oder hartnäckige Ignoranten) das ein oder andere falsch machen. reisereporter Christoph verrät dir einige Anfängerfehler – ja, auch er hat einige davon gemacht – und wie du sie vermeidest. Denn dann machst du auch am Ballermann eine gute Figur.

1. Nur an einem Ort bleiben

Ob S’Arenal, Alcúdia oder Cala Ratjada: Schön ist es auf Mallorca fast überall. Deshalb ist es verführerisch, die Urlaubswoche in einem Umkreis von fünf Kilometern um das Hotel oder die Ferienwohnung zu verbringen. Aber: Da verpassen Urlauber echt was!

Wer die verschiedenen Welten Mallorcas kennenlernen will, braucht nicht zwangsweise einen Mietwagen. Selbst eine Fahrt quer über die Insel dauert mit dem Bus nur eine gute Stunde. Und so kommst du beispielsweise vom trubeligen S’Arenal ins entspanntere Alcúdia. Oder vom heißen Strand von Cala Ratjada in die kühleren Bergdörfer Sóller und Fornalutx.

Gemütlich und mit einem beeindruckenden Panorama: Sollér liegt in den Bergen und ist einen Ausflug wert.
Gemütlich und mit einem beeindruckenden Panorama: Sollér liegt in den Bergen und ist einen Ausflug wert. Foto: Höland

2. Beim Trinkgeld blamieren

Das mit dem Trinkgeld funktioniert in Spanien anders als in Deutschland. Und deshalb sorgen Deutsche, die nach dem besonders leckeren Essen dem Personal Geld in die Hand drücken wollen, regelmäßig für Belustigung.

Besser: Die Rechnung kommt sowieso meist auf einem kleinen Tellerchen. Also leg das Geld drauf, der Kellner wird es mit dem Wechselgeld zurückbringen. Willst du Trinkgeld geben, lass den entsprechenden Betrag einfach liegen.

Am Rande: In Spanien ist auf vielen Rechnungen bereits ein Trinkgeld eingerechnet, das Personal freut sich trotzdem über einen zusätzlichen Bonus.

3. Sonnenbrillen an der Promenade kaufen

Unfassbar viele Strandhändler tummeln sich an der Playa de Palma. Und so verführerisch es auch ist: Die Sonnenbrillen haben nicht die versprochenen 100 Jahre Garantie. Und wenn du Helmut heißt und mit deinem Vornamen angesprochen wirst, ist das kein Ausdruck besonderer Kundenfreundlichkeit – praktisch jeder deutsche Tourist ist für die Händler ein Helmut.

Wer gar nicht erst in Versuchung geführt werden will, läuft idealerweise auf dem schmalen Gehweg an der Straße entlang des Strandes – ein Tipp des Malle-Insiders.

4. Stempelkarten verlieren

Viele Bars und Diskotheken am Ballermann verzichten auf Bargeld. Stattdessen gibt es Stempelkarten, auf denen Getränke vermerkt werden, um später zu bezahlen. „Karte bitte nicht verlieren“, sagen die Türsteher aber nicht ohne Grund.

Denn die kleinen Kärtchen verschwinden schneller, als man denkt. Und dann müssen arglose Partypeople bis zu 50 Euro abdrücken, egal, was vorher getrunken wurde.

Bloß nicht verlieren: eine der Stempelkarten in S’Arenal.
Bloß nicht verlieren: eine der Stempelkarten in S’Arenal. Foto: Höland

5. Die Siesta unterschätzen

Die spanische Siesta ist auch auf Mallorca kein Mythos: Selbst im von Touristen geprägten Palma öffnen die Geschäfte früh, um meist zwischen 13 und 16 Uhr eine Pause zu machen. Dann haben zwar die meisten Cafés und Restaurants geöffnet – der Einkaufsbummel in den zahlreichen kleinen Boutiquen entfällt hingegen.

Auch wichtig: Anders als in Deutschland schließen zahlreiche Sehenswürdigkeiten am Wochenende. Besucher der Kathedrale in Palma etwa stehen samstags ab 14.15 Uhr vor verschlossenen Türen. Sonntags kommen sie überhaupt nicht hinein.

Leider geschlossen: Viele Geschäfte auf Mallorca machen eine Mittagspause.
Leider geschlossen: Viele Geschäfte auf Mallorca machen eine Mittagspause. Foto: Höland

6. Mit Fuffis in den Bus steigen

Mallorca hat mittlerweile ein gut ausgebautes Busnetz, das schnelle und im Vergleich zu Deutschland günstige Fahrten über die ganze Insel ermöglicht. Vorausgesetzt, die Fahrgäste haben Kleingeld dabei, denn alles oberhalb eines 10-Euro-Scheins lehnen die Busfahrer mehr oder weniger dankend ab.

Außerdem sind die Busse zu den Stoßzeiten oftmals so voll, dass die Fahrer manchmal gar nicht erst an den Haltestellen anhalten.

7. Total eskalieren (am Strand)

Besonders S’Arenal hat unter Deutschen den Ruf, dort hart feiern und trinken zu können. Das gilt immer noch, zuletzt sind aber zahlreiche Regelungen in Kraft getreten, die die totale Eskalation an der Playa de Palma zum teuren Spaß machen können.

Vor allem den Sangria-Eimer am Strand haben die Behörden seitdem auf dem Kieker, doch theoretisch können sämtliche Saufgelage am Strand und an der Promenade mit Strafen bis zu 3.000 Euro belegt werden. Also: Lass den Sangria-Eimer weg am Strand und auf der Promenade.

8. Den Ballermann überschätzen

Ballermann 6 – Kult mit Sangria-Eimern am Strand und leicht bekleideten Frauen und Männern? Das war einmal: Die Location des Streifens mit Tom Gerhardt hat sich zu einer kleinen, eher schicken Strandbar entwickelt. Das kultige Schild mit der Aufschrift „Ballermann 6“ wurde schon 1998 entfernt, seit 2017 heißt er offiziell „Beach Club Six“.

Wie bei allen der sogenannten Balnearios gilt, dass der Sangria aufgrund von rechtlichen Beschränkungen nicht mehr in Strömen fließt. Seit 2006 darf nicht mehr in Eimern ausgeschenkt werden. Stattdessen dominieren Cocktails, Bier und Wein die Karte.

Trotz allem: Das Partyvolk pilgert immer noch an den Ballermann, um am Strand und später im Bierkönig oder im Megapark zu feiern.

So sieht es heute am Ballermann 6 nicht mehr aus:

9. Tour de France spielen

Mallorca ist ein Paradies für Fahrradfahrer und besonders Rennradtouristen können sich im Frühjahr auf der Insel richtig austoben. Das tun sie auch – was für Autofahrer manchmal eine Herausforderung bedeutet.

Denn wenn drei Radfahrer nebeneinander auf einer Bundesstraße fahren, kommt es öfter zu riskanten Überholmanövern. Besser: Den Windschatten der Mitfahrer ausnutzen und möglichst hintereinander fahren.

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