So kannst du dich auf deine erste Kreuzfahrt vorbereiten

Die erste Kreuzfahrt: Wie du dich vorbereiten kannst

Deine erste Kreuzfahrt steht an und du bist dir nicht so sicher, was dich erwartet? Hier erfährst du, wie du Zeit und Geld sparen – und dir den ein oder anderen Tritt ins Fettnäpfchen ersparen kannst.

Das erste Mal auf einem der Ozeanriesen kann ganz schön aufregend sein. (Symbolfoto)
Das erste Mal auf einem der Ozeanriesen kann ganz schön aufregend sein. (Symbolfoto)

Foto: pixabax.com/skeeze

Es gibt ja diese Menschen, die immer alles bis ins Detail planen, damit sie auch ja nichts verpassen. Hallo. Einer davon bin ich. Wenn du gerade deine erste Kreuzfahrt gebucht hast, dann habe ich ein paar Ideen für dich, mit denen du dich auf die Zeit an Bord gut vorbereiten kannst.

Was die anderen an Erfahrung mitbringen, kannst du durch ein wenig Planung ausgleichen. Das lohnt sich, weil auf See eine ganz wichtige Sache anders ist als an Land: Das Internet ist teurer. Und das ändert wirklich alles.

Anders als daheim kannst du nicht jedem Gedanken direkt hinterherrecherchieren.

Hier also meine ultimative Vorbereitungsliste für deine Kreuzfahrt:

Reiseportal checken

Viele Dinge, die du am Ende sowieso bezahlst, gibt es im Bordportal vorab günstiger – jedenfalls meistens und wenn du früh genug schaut. Wer erreichbar sein muss, kann hier schon die Social-Media-Flatrate oder ein Datenpaket buchen. Auch die Ausflüge sind günstiger, wenn du sie früh buchst, Gleiches gilt für Sonderwünsche.

Die Kaffeemaschine im Zimmer, ein Tag im Spa, Massagen oder eine Flasche Sekt. Wenn dein Schiff vergünstigte Getränkekarten anbietet und du sie vorab buchst, bekommst du sie bei der Anreise direkt in die Hand gedrückt.

Und wenn du deine Kontodaten hinterlegst, musst du bei der Abreise nichts weiter tun, als einen letzten Blick in die Bordrechnung zu werfen. Das spart dir viel Wartezeit in einer langen Schlange.

Die kleinen Scheine einpacken

An der Rezeption des Kreuzfahrtschiffes bekommst du Geld in der gerade benötigten Währung. Manchmal (zum Beispiel bei Aida) wird es direkt auf die Bordrechnung geschrieben, du musst es also nicht tauschen. Es kommt aber vor, dass denen die kleinen Scheine ausgehen, und mit großen Dollar-Noten willst du auf armen Inseln natürlich nicht bezahlen.

Das ist prollig und die Leute können (und wollen) nicht wechseln. Steck dir lieber eine ganze Mappe mit 10-Dollar-Scheinen ein. Die werden ja so schnell auch nicht schlecht, solltest du doch nicht alle brauchen. Übrigens sind 10 Dollar oder 20 Dollar in vielen Ländern ein absolut angemessenes Trinkgeld für Tourguides und Fahrer.

Dresscode herausfinden

Der funktioniert auf jedem Schiff ein wenig anders. Grundsätzlich gilt: Auf teureren Schiffen eher etwas schicker, auf günstigeren Schiffen deutlich flexibler. Lange Hosen für Männer sind oft Bedingung für den Einlass zum Abendessen.

Leute kennenlernen

Also… wer das will. Es gibt für jeden Kreuzfahrttermin eine eigene Gruppe bei Facebook. Du findest sie, wenn du das Schiff, den Namen der Route und den Starttermin ins Suchfenster tippst. Wenn es für deine geplante Reise noch keine geben sollte, leg sie einfach selbst an und kündige das in der Gruppe für das entsprechende Fahrgebiet an.

Oft organisieren Mitglieder dieser Gruppen auch Treffen in den ersten Tagen der Reise. Wer Anschluss sucht und das gern vorab schon angehen möchte: So geht’s.

Gruppen organisieren

Und übrigens, in diesen Facebook-Gruppen findest du auch immer wieder privat organisierte Ausflüge für die Landgänge, denen du dich anschließen kannst. Die sind oft deutlich günstiger als jene, die das Schiff für dich plant.

Außerdem weißt du vorher genau, wie viele Teilnehmer eine Gruppe hat. Wichtig: Besprecht vorher, in welcher Sprache der Ausflug stattfindet. Wenn alle Englisch verstehen bis auf einen Teilnehmer, kann das eine sehr langweilige Tour werden.

Landgänge planen

Du lässt dich am liebsten treiben? Das kannst du an Seetagen machen. Bei Landgängen ist es eher keine so gute Idee. Wenn du nicht zufällig überragend reich bist, wirst du auf dem Schiff nur wenige Möglichkeiten haben, zu recherchieren, was dich hinter dem nächsten Hafen erwartet. Internet auf Schiffen ist nämlich verdammt teuer.

Ich würde mir für jeden Hafen ein oder zwei Ideen zurechtlegen, mit denen du den Tag verbringen kannst. Du musst dich ja nicht sklavisch daran halten. Und es muss gar nicht immer der organisierte Ausflug sein. Selbst wenn du einen Tag am Meer einlegen willst, wäre es klug, schon mal zu wissen, an welchen Strand du fahren willst.

Wie du tatsächlich dahin kommst, kann dir in der Regel die Rezeption eures Schiffs beantworten. Und übrigens: Vom Schiff organisierte Ausflüge sind gar nicht so schlimm, wie die Meckerer immer sagen. Gerade für junge Leute sind die sportlichen Ausflüge interessant. Dabei bleiben die Gruppen zwangsläufig klein. Deutsche Schiffe schicken oft einen deutschen Reiseleiter mit, der die Erklärungen des Gastgebers übersetzt.

Die Hinweise des Auswärtigen Amts lesen

Ja ja, ich weiß, das sind alles Horrormeldungen und es ist alles nicht so schlimm. Trotzdem: Die Diplomaten und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sind auf der ganzen Welt unterwegs und wissen genau, was in welchem Land gerade wichtig ist. Sie weisen auf bestimmte Betrugsmaschen hin, die Tricks der Taschendiebe oder die besonders fiese Mückenart.

Es lohnt sich, die Einträge für das betreffende Gebiete zu lesen. Insbesondere, wenn du auf eigene Faust unterwegs sein willst. Übrigens: Die Angaben des Auswärtigen Amtes beziehen sich nie auf das ganze Land. Als die USA im Winter eine Reisewarnung für Hamburg herausgaben, war Deutschland ja auch nicht in Gewalt und Chaos versunken (Hamburg übrigens auch nicht). Schau dir also an, was für dein Ziel konkret gilt.

Formalitäten durchchecken

Wer heutzutage bei einem Reiseveranstalter anfragt, ob er ein Visum beantragen muss, bekommt viel zu oft eine Antwort in diesem Stil: Ob eine Visumspflicht besteht, muss geprüft werden. Danke für nichts. Schau also beim Auswärtigen Amt für wirklich jeden Hafen nach, ob du ein Visum benötigst. Deutsche dürfen oft visumfrei einreisen, wenigstens für einige Tage.

Es gibt aber Ausnahmen. Und die können sich auf dein Reisebudget auswirken.

Smartphone-Tarife prüfen (ja, wirklich)

Ich bin im Urlaub auch nur ungern erreichbar, aber es lässt sich nicht immer vermeiden. Und es kann plötzlich wichtig werden, wenn bei einem Landgang etwas schiefgeht. Check also vorher, wie du unterwegs dein Telefon im lokalen Netz anmelden kannst und ob dein Anbieter günstige Pakete anbietet. In der Regel gibt es eine kurze Dienstnummer oder eine Website, die du nur anwählen musst.

Und die wichtigste Frage: Werde ich seekrank?

Wahrscheinlich nicht. Die wenigsten Menschen werden auf großen Schiffen seekrank. Dafür bewegen sich die Schiffe einfach zu wenig. Wer unsicher ist, kann sich in der Apotheke zu Reisetabletten beraten lassen. Ansonsten gilt: Das wird nach ein paar Tagen besser.

Wenn du zum ersten Mal auf ein Schiff gehst, kann dir diese Sorge sowieso niemand nehmen, so unwahrscheinlich Übelkeit auch ist. Mir ist auch schon mal schlecht geworden – auf einem der kleinen Boote, die vom Schiff aufs Festland fahren. Aber hey: Das geht vorbei. Die Erinnerungen an die Reise hast du dagegen für immer.

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