7 Dinge, die man nie im Hotelzimmer machen sollte | reisereporter.de

7 Dinge, die ich niemals in einem Hotelzimmer mache

Ob Luxustempel, 3-Sterne-Hotel oder Hostel – egal, in welcher Unterkunft reisereporterin Jasmin absteigt: Es gibt sieben Dinge, die sie im Zimmer nie macht. Und du solltest ihrem Beispiel vielleicht folgen...

Jasmin Kreulitsch
Koffers aufs Bett – ein No-Go für Jasmin.
Koffer aufs Bett – ein No-Go für Jasmin. (Symbolfoto)

Foto: imago/Westend61

Ein Hotelzimmer zu betreten ist ein bisschen wie ein Blind Date: Man hat hohe Erwartungen, aber leider keine Ahnung, was einen erwartet. Genauso gibt es Parallelen beim Kennenlernen – und Dinge, die man besser nicht tut. Beim ersten Date sollte man nicht stundenlang über den Ex reden, im Hotelzimmer bestimmte Sachen lieber nicht anfassen oder benutzen – sonst wird es garantiert nichts mit einem Wiedersehen.

1. Überdecke und Kissen benutzen

In fast jedem Hotelzimmer findest du auf dem Bett eine Tagesdecke und passende Kissen. Keine Frage, Accessoires wie diese lassen einen Raum gemütlicher wirken und geben dem Gast das Gefühl, sich direkt ins Vergnügen werfen zu können, sprich: ins Bett mit all seinen weichen und kuscheligen Einzelteilen.

Das Problem ist: Tagesdecken und Kissen werden am seltensten in Hotelzimmern gereinigt. Während die Bettwäsche für jeden Gast gewechselt wird, werden Überdecken und Zierkissen einfach drapiert – und das vermutlich über Monate, ohne je gewaschen zu werden.

Auch wenn sie adrett aussehen, Überdecke und Kissen ohne Bezug werden in Hotels nur selten gereinigt.
Auch wenn sie adrett aussehen, Überdecke und Kissen ohne Bezug werden in Hotels nur selten gereinigt. (Symbolfoto) Foto: imago/Itar Tass

Ein einfacher Check sagt viel aus: Haben die Zierkissen beispielsweise Reißverschlüsse, können also abgezogen und gewaschen werden? Nein? Dann werden sie vermutlich einmal im Jahr gesäubert. Komme ich in ein Hotelzimmer, lege ich deshalb Tagesdecke und Kissen in eine Ecke und verwende sie nie.

Brauche ich eine weitere Decke oder Kissen, frage ich bei der Rezeption an, aber niemals würde ich Tagesdecken und Zierkissen verwenden.

2. Die Fernbedienung verwenden

Es ist eine typische Handbewegung, die ich in Hotels gern vermeide: der unbedachte Griff zur Fernbedienung. Denn die ist ein klassisches Beispiel für Dinge, die in Hotelzimmern niemals gereinigt werden – und dementsprechend eine Bakterienschleuder.

Hunderte Menschen vor mir haben auf die Tasten gedrückt, will ich da also wirklich auch ran? Ja, aber ich mache eine Kleinigkeit davor: Da ich niemals ohne desinfizierende Feuchttücher in der Handtasche auf Reisen gehe, wische ich die Fernbedienung ganz einfach damit ab.

Das dauert drei Sekunden, schützt mich aber vor vielen Keimen und Bakterien, die die Gäste vor mir hinterlassen haben.

Erst desinfizieren, dann anfassen: Auf Hotelfernbedienungen lauern Bakterien.
Erst desinfizieren, dann anfassen: Auf Hotelfernbedienungen lauern Bakterien. (Symbolfoto) Foto: imago/Westend61

3. Den Wasserkocher nutzen

Auf der Liste der Dinge, die in Hotelzimmern am seltensten gereinigt werden, steht der Wasserkocher auch weit oben. Warum auch? Heißes Wasser reinigt das Gerät ja im Prinzip selbst. Und wer weiß, wie viele Zimmer das Hotelpersonal zu reinigen hat, der ahnt, dass für den Wasserkocher keine Zeit bleibt.

Doch genau hier liegt das Problem: Auf den ersten Blick sieht das Gerät zwar sauber aus, das Innenleben sagt aber etwas anderes. Hier kann es Rückstände geben, die du dir nicht mal vorstellen magst: Es gibt angeblich tatsächlich Menschen, die ihre Unterwäsche im Wasserkocher waschen!

Seit die Diskussion über diese fragwürdige Praktik 2017 auf Twitter aufkam, rühre ich Wasserkocher in Hotels nicht mehr an. Lieber sterbe ich an Koffeinentzug, als aus Unterhosenwasser einen Instantkaffee anzurühren.

4. Barfuß gehen

Nach einem langen Tag auf Reisen ist es ein natürlicher Reflex, dass du dir die Klamotten vom Leib reißen und nackt ins Badezimmer unter die Dusche gehen möchtest. Doch was zu Hause normal ist, ist in Hotels im wahrsten Sinne des Wortes eine Gratwanderung.

Keine Frage: Natürlich wird der Boden in Hotelzimmern gereinigt und gesaugt. Aber passiert das auch nach jedem Gast? Nein. Wer einmal mit bloßen Füßen auf Krümeln oder anderen Substanzen von fremden Menschen lief, der weiß:

Das ist einfach nur eklig. Daher schaue ich als Erstes in jedem Hotelzimmer nach, ob es (verschweißte!) Hausschuhe gibt. Wenn nicht, trage ich Socken oder im Sommer Flip-Flops, um den direkten Kontakt mit dem Boden zu vermeiden.

5. Aus den Gläsern trinken

In fast jedem Hotelzimmer stehen Gläser für die Gäste bereit. Das Problem daran ist: Diese werden meistens gar nicht gesäubert oder in aller Schnelle mit chemischen Putzmitteln, die gerade zur Hand sind.

Dann wirken sie zwar sauber, haben aber oft streng riechende Rückstände, denen du nicht unbedingt nahe kommen willst. Bevor ich also ein Glas in einem Hotelzimmer verwende, spüle ich es schnell mit Wasser aus – sicher ist sicher.

6. Den Koffer aufs Bett legen

Es ist ein Reflex, dass man bei der Ankunft in einem Hotelzimmer den Koffer aufs Bett wuchtet, aber einer, den man vermeiden sollte. Mal abgesehen davon, dass es in fast jedem Zimmer eine Ablage extra für Gepäck gibt, hat ein Koffer nichts auf dem Bett zu suchen.

Gerade noch wurde er über schmutzigen Asphalt gezogen – und jetzt soll er auf dem sauberen Bett liegen? Wohl eher nicht. Außerdem gibt es da noch die Mär über die Bettwanzen: Die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Zimmer buchst, in dem tatsächlich welche hausen, mag zwar gering sein – aber falls doch, ist ein geöffneter Koffer auf dem Bett die Einladung für die kleinen, fiesen Tierchen, mit dir nach Hause zu reisen.

7. Handtücher täglich wechseln

Wer im Hotel wohnt, der neigt dazu, eine Eigenheit an den Tag zu legen, die man zu Hause niemals ausleben würde. Oder wer verwendet daheim seine Handtücher nur ein einziges Mal und wirft sie dann auf den Boden, um sie zu waschen? Eben.

Der Umwelt zu Liebe: Handtücher hängen lassen, solange sie nicht wirklich schmutzig sind.
Der Umwelt zu Liebe: Handtücher hängen lassen, solange sie nicht wirklich schmutzig sind. (Symbolfoto) Foto: imago/James Balston

Ist man selbst dafür verantwortlich, würde man sich niemals diese Arbeit antun. Warum erwartet man das dann also in einem Hotel? Hier gilt für mich ganz klar: Die Handtücher landen erst auf dem Boden, wenn ich das Gefühl habe, dass sie schmutzig sind – egal ob zu Hause oder im Hotelzimmer.

Wer viel reist, hat ohnehin einen schlechten ökologischen Fußabdruck, da muss man mit täglichen Handtuchwechseln nicht noch einen draufsetzen.

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