Die Fährreederei DFDS macht alles, was du brauchst: organisiert die Reise, besorgt die Tickets fürs Stadion, bucht ein Hotel. Das ist ein Riesenerlebnis für echte Fußballfans – oder, je nach Reisegruppe, eine spannende Reise für die ganze Familie. Denn Newcastle hat viel mehr zu bieten als nur den St. James’ Park.

Es ist 14.30 Uhr. Die City von Newcastle ist voll, wie es sich an einem Samstag gehört – sogar noch voller als an normalen Samstagen: Die „Toon-Army“, die Mannschaft des Newcastle United Football Club, hat ein Heimspiel. Premier League, erste britische Liga, der Traum eines jeden Fußballfans. Es geht gegen Manchester United. Tausende Fans ziehen durch die Straßen in schwarz-weiß-gestreiften Trikots. Ihr Ziel: der St. James’ Park, das traditionsbeladene Stadion der „Toon-Army“. Heute soll es ein Fußballfest geben, einen Sieg gegen ManU ...

15 Uhr – das Stadion ist brechend voll, die Stimmung glänzend. Die Fans sind friedlich, feuern ihre Mannschaft an, treiben sie nach vorn. 52.000 Menschen, die meisten in Schwarz-Weiß gekleidet, hoffen auf eine Überraschung ...

Besuch im Kloster in Newcastle

Schwarz und Weiß, das sind die traditionellen Farben der „Toon-Army“. Vielleicht waren es die Dominikanermönche, die im 13. Jahrhundert ein Kloster in Newcastle bauten und bezogen, die diese Farben in die Stadt brachten. Schwarz waren ihre Kutten und weiß ihre Haut, erzählt die Stadtführerin Jan.

Sie hat uns zum ehemaligen Kloster der „Blackfriars“, der schwarzen Brüder, geführt. Es liegt, komisch genug, im heutigen Bezirk Chinatown. Rund 6.000 Chinesen haben sich dort angesiedelt. Der Klosterbezirk liegt in einer Seitenstraße. Ruhig ist es hier, und die Häuser erinnern an einen mittelalterlichen Bezirk. Vom Kloster stehen nur noch wenige Häuser, aber in einem, dem ehemaligen „Refektorium“ (Speisesaal), gibt es heute ein Restaurant. Es ist, so heißt es, das älteste Restaurantgebäude in England. Und es ist auf jeden Fall einen Besuch wert: Die Küche ist modern und regional, das Essen äußerst schmackhaft, die Preise sind sehr moderat. Ein Muss! Allerdings: Ohne Tischbestellung geht hier gar nichts.

 Kloster der "Blackfriars"

15.45 Uhr – auch im St. James’ Park ist es zur Halbzeit etwas ruhiger geworden. ManU führt 1:0, der Favorit zeigt, dass er sich heute nicht überraschen lassen will. Doch als die zweite Halbzeit beginnt, sind die Fans wieder da: Sie feuern ihr Team an, fordern den Ausgleich ...

Das „Blackfriars“, die Einkaufstempel der Großstadt, die Museen: Das alles ist nur ein paar Minuten Fußweg vom Stadion entfernt. Der St. James’ Park liegt mitten in der Stadt. Wer von außerhalb kommt, fährt mit dem Zug bis zur Central Station und geht dann vielleicht 15 Minuten zu Fuß.

Tyne: Lebensader für Newcastle

Dass das Stadion immer ausverkauft und die Stadt so lebendig ist, ist kein Wunder: Newcastle und Gateshead – das ist die südlich des Flusses Tyne gelegene Stadt, mit der Newcastle durch sieben Brücken verbunden ist – haben zusammen gut 400.000 Einwohner. Dazu kommt der gesamte Einzugsbereich der Stadt; Newcastle ist das Zentrum für insgesamt rund 1,2 Millionen Menschen. Überhaupt, der Fluss: Die Tyne war über Jahrhunderte die Lebensader für Newcastle; heute pulsiert sie durch Brücken, Kultur, Pubs und Musikhallen.

16.50 Uhr – im St. James’ Park ist inzwischen etwas Ernüchterung eingekehrt. ManU gewinnt am Ende mit 4:0, die heimischen Fans sind nicht gerade in bester Stimmung. Aber so ist Fußball, wer wüsste das besser als die Fans auf der Insel, dem Mutterland des Fußballs. Sie verlassen ihr grandioses Stadion, schauen vielleicht doch noch mal kurz im Fanshop vorbei und treffen sich dann in einem der zahllosen Pubs, um den Frust des Spieltags bei dem einen oder anderen Newcastle Brown Ale oder Cider frisch vom Fass zu verarbeiten ...

Hochbetrieb in Newcastles Pubs

Am Sonnabend-Abend herrscht in den Pubs von Newcastle Hochbetrieb. Im „Pitcher & Piano“ zum Beispiel, einem modernen Pub mit Glasfront direkt an der Millennium Bridge. Sie ist der ganze Stolz der Menschen in Newcastle und Gateshead: Zum Jahrtausendwechsel gebaut, prangt sie heute auf jeder Postkarte und jeder Stadtansicht. Nicht zu Unrecht: Diese „intelligente Fußgänger- und Fahrradbrücke“, wie Jan schwärmt, ist nicht nur pfiffig gebaut, sondern ein echtes Schmuckstück.

In einem imposanten Bogen schwingt sie sich über die Tyne, und zu bestimmten Zeiten wird sie komplett um etwa 90 Grad hochgeklappt, sodass größere Schiffe unter ihr durchfahren können. Ein Spektakel, das man nicht nur, aber auch im „Pitcher & Piano“ bestens beobachten kann. Auch bei Nacht lohnt sich ein Besuch: Dann ist die Brücke in bunten, wechselnden Farben angestrahlt.

Aber Pubkultur in Newcastle ist natürlich viel mehr als nur der moderne, laute Glaspalast am Flussufer. Fünf Minuten Fußweg entfernt, praktisch unterhalb der Tyne-Bridge-Brücke, liegt der Pub „Crown Posada“, auch genannt „The Coffin“ (der Sarg). Der Name mag auch mit dem übermäßigen Genuss alkoholischer Getränke zu tun haben, bezieht sich aber, da ist sich Jan sicher, eher auf die Form des Innenraums: Ein langer Tresen in einem schmalen, dunklen Raum, das ist alles. Trotzdem dürfte „The Coffin“ für viele Einwohner Newcastles einer der liebsten Aufenthaltsorte sein. 

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Das Jungvolk hingegen entdeckt gerade einen anderen Stadtteil: In Ouseburn treffen sie sich im „The Cluny“ zu Bier, Gesprächen und Livemusik. Am Sonnabend steht hier die aufgetakelte junge Frau im Mini mit Paillettenjäckchen neben dem Typ in Jeans und verwaschenem Sweatshirt und dem älteren Ehepaar, das vielleicht nur ein paar Häuser weiter wohnt.

Und, ganz klar: Der Frust über die Heimschlappe der „Toon-Army“ wird im Laufe des Abends vergehen. Notfalls hilft das eine oder andere „Wylam“-Bier aus der örtlichen Brauerei.