Die Preiserhöhung für etliche der Nationalparks der USA ist bereits im April beschlossen worden – ab heute tritt sie in Kraft. Einige Nationalparks sind aber so überlaufen oder ihr Ökosystem ist so empfindlich, dass die Besucherzahlen extrem beschränkt wurden. In sechs Nationalparks musst du an einer Verlosung teilnehmen, um überhaupt eine Eintrittskarte kaufen zu dürfen.

Diese Nationalparks verlosen ihre Tickets

Teils gilt die Verlosung für den Eintritt in den gesamten Park, manchmal aber auch für ganz bestimmte Touren und Führungen in den Parks. Wer dabei sein will, muss sich schriftlich bewerben und eine Gebühr bezahlen. Wer gewinnt, zahlt dann noch Parkeintritt und die Kosten für die oft vorgeschriebene geführte Tour.

Für diese Naturerlebnisse musst du in Zukunft an der Lotterie teilnehmen:

  • Coyote Buttes North (Bewerbungsgebühr: 5 Dollar, Eintritt: 7 Dollar)
  • Denali Road im Denali-Nationalpark (Bewerbungsgebühr: 15 Dollar, Eintritt: 25 Dollar)
  • Rafting-Trip durch den Grand Canyon (Bewerbungsgebühr: 25 Dollar)
  • Bärenbeobachtung im McNeil River State Game Sanctuary and Refuge (Bewerbungsgebühr: 30 Dollar, Eintritt: 525 Dollar)
  • Half-Dome-Wanderweg im Yosemite-Nationalpark (Bewerbungsgebühr: 10 Dollar, bei Gewinn noch mal 10 Dollar, Eintritt: 35 Dollar)
  • Unterkunft Phantom Ranch im Grand Canyon
Für all diese Attraktionen musst du vorher auf der Seite des jeweiligen Parks über die offizielle Website der US-Nationalparks ein Bewerbungsformular ausfüllen. Außerdem musst du schon für die Teilnahme eine Gebühr bezahlen. Wenn du gewinnst, musst du trotzdem noch den Eintrittspreis oder die Kosten für die Tour zahlen.

US-Nationalparks werden teurer

11,6 Milliarden Dollar – das ist die Summe, die für Wartungen, Instandhaltung und Straßenarbeiten der 417 Nationalparks, historischen und kulturellen Stätten und Denkmälern benötigt werde, teilt die Bundesbehörde National Park Service mit. Der Plan, um die umgerechnet rund 9,4 Milliarden Euro aufzutreiben: Die Eintrittspreise in mehr als 100 Parks erhöhen.

Neue Preise ab Juni 2018

Ab heute, 1. Juni, wird der Eintritt in 66 Parks erhöht. Bis Januar 2020 sollen alle 117 kostenpflichtigen Parks ihre Preise angezogen haben. In der Regel werden alle Eintrittskosten um 5 US-Dollar (rund 4 Euro) erhöht. Eine Liste mit allen kostenpflichtigen Parks inklusive alten und neuen Kosten findest du auf der Website des National Park Service.

In den Nationalparks der USA sollen neue Straßen gebaut werden – dafür werden die Eintrittspreise erhöht. (Symbolfoto)
In den Nationalparks der USA sollen neue Straßen gebaut werden – dafür werden die Eintrittspreise erhöht. (Symbolfoto) Foto: imago/Westend61

Die beliebtesten Parks werden noch teurer

Weltberühmte Naturgebiete wie der Grand Canyon, die Rocky Mountains, der Yellowstone- oder der Yosemite-Nationalpark, die ohnehin schon die höchsten Eintrittspreise verlangen, ziehen ab Juni 2018 noch mal ordentlich an. Hier kostet der Jahrespass dann 70 statt wie bislang 60 Dollar.

Das Geld werde in erster Linie für die Verbesserung der Infrastruktur benötigt, erklärt die Bundesbehörde. Neue Straßen sollen gebaut werden, um die Anreise zu den Parks zu erleichtern, und etliche Gebäude, Toiletten und Wege in den Parks sollen erneuert werden.

Falls du nicht bereit bist, Eintritt für ein Naturerlebnis zu bezahlen: Zwei Drittel der Parks bleiben auch weiterhin kostenlos.