Italien: 5 Fakten über Bella Italia | reisereporter.de

Typisch Italien

Die Italiener lieben ihr „Dolce Vita“. Aber was gehört eigentlich dazu? 5 Dinge, die typisch für Italien sind.

Gondiolieri haben einen anstrengenden Job - den lassen sie sich aber auch gut bezahlen. Die Preise in Venedig haben es in sich.
Mit Italien verbinden viele oft auch gleich Venedig. Die Gondolieri und die Rialto-Brücke sind Sinnbilder der Stadt.

Foto: imago/BE&W

1. Lieber mit Prada im Fiat als mit Aldi im Porsche

In Italien ist es wichtig, sich gut zu kleiden und zu zeigen, was man hat. Männer lassen ihren Autoschlüssel grundsätzlich ein Stück aus der ohnehin zu engen Hosentasche baumeln, der Italienerin kommt eine billige Handtasche nicht in die Tüte. Auch wenn sie nur Sekretärin ist und einen kleinen Fiat fährt – sie steigt in Prada aus. Ganz im Gegensatz zur deutschen Kultur: Hier fährt der Chef Porsche und prahlt beim Abendessen vor seinen Gästen damit, dass der Apéritif bei Aldi nur 3,99 Euro gekostet hat und trotzdem schmeckt.  

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2. Geräuschkulisse Motorino

Es ist egal, ob du Urlaub in der Stadt oder auf dem Land machst: Was bei uns das Gurren der Tauben ist, ist in Italien das Stottern des Motorino, des Motorrollers. Wer einen hat, ist frei und fängt an, Frauen aufzureißen. Zum Pött-Pött des Fahrzeugs gesellen sich dann die Pfiffe, die meistens dem Typ „bella bionda“ (hübsche Blondine) gelten. Schon 14-Jährige dürfen einen kleinen Roller fahren, auch wenn sie dafür aufgrund EU-Bestimmungen einen Führerschein brauchen. Wer den mal rein zufällig nicht dabei hat, kommt aber meistens doch noch davon, denn das italienische Polizei-System ist, äh, kompliziert...

 

 

3. Der italienische Polizei-Dreiklang

Italien leistet sich einen Überwachungsakkord aus Carabinieri, Polizia di Stato und Guardia di Finanza. Letzte tingelt im Auftrag des Finanzministeriums durch die Geschäfte und soll die Wirtschaftskriminalität bekämpfen. Die Polizia di Stato ist vor allem in den Städten für die innere Sicherheit zuständig und freut sich zuweilen über Spesen, wenn du mal zu schnell gefahren oder mit dem falschen Roller erwischt wurdest. Aber versuch das nicht bei den Carabinieri. Das ist die Militärpolizei und mit der ist nicht zu spaßen. Übrigens: Trotz dieser Stärke an Sicherheitspersonal bleibt es in Italien schwierig, der Mafia beizukommen. 

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4. Nichts geht über die Familie

Es ist kein Zufall, dass die Mafia in Italien so gut funktioniert, denn sie hält vor allem über familiäre Bande zusammen. Und darüber geht in Italien nichts. Mafiabosse werden nicht zufällig auch „mammasantissima“ – allerheiligste Mutter – genannt. Denn für fast jede Familie in Italien gilt: Wann immer möglich, kommt man zusammen und hört zu, was „La Mamma“ und „La Nonna“ (die Großmutter) zu sagen haben und isst, was sie auf den Tisch bringen – der direkte Weg ins Fresskoma. Dabei wird gelacht, getrunken, gespielt und an Mamas Busen eingeschlafen – la Dolce Vita eben.

 

5. Pizza, Pasta und Vino

Die italienische Esskultur ist ein Exportschlager. Rund um den Globus versucht man, das italienische Lebensgefühl einzuschiffen. Aber dazu gehört mehr. Natürlich schmecken Pizza, Nudeln und Wein auf der ganzen Welt, aber entscheidend ist die Leichtigkeit des Seins bei der Zubereitung. Mit ein bisschen Teig, Sonne und darin gereiften Tomaten machen sich die Italiener glücklich – das „Arme-Leute-Essen“ hat für sie nie etwas mit Armut, sondern Reichtum zu tun gehabt. La Dolce Vita ist kein Produkt, es ist eine Haltung.

Die wahre Pizza kommt aus Neapel.
Die wahre Pizza kommt aus Neapel. Foto: Giphy.com/such-vodka.tumbl.com

 

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