Kurzurlaub auf Mallorca: Das musst du machen | reisereporter.de

Kurzurlaub auf Mallorca: Das musst du machen

Du willst nur am Ballermann feiern? Warum? Dafür ist Mallorca viel zu schade! Es gibt so viele schöne Ecken, Wahnsinns-Aussichten und leckeres Essen. Hier kommen die Tipps von mallorcareporterin Maike.

Wunderschön: der Ausblick über das Felsentor Es Pontàs auf Mallorca. Der reisereporter hat noch mehr Orte in petto, die du besuchen musst.
Wunderschön: der Ausblick über das Felsentor Es Pontàs auf Mallorca. Der reisereporter hat noch mehr Orte in petto, die du besuchen musst.

Foto: imago/Rainer Mirau

Du bist über ein verlängertes Wochenende auf Mallorca? Dann lieg nicht nur am Strand herum oder nutz die Zeit nur zum Feiern. Wir haben ein paar Tipps für dich, was du unbedingt machen solltest. Natürlich kannst du die auch in deine Planung für den Langzeiturlaub auf der Baleareninsel einfließen lassen. :-)

Einen Markt besuchen

Wenn du die kulinarische Seite von Mallorca kennenlernen möchtest, dann solltest du unbedingt einen Wochenmarkt besuchen. Die verteilen sich über die Wochentage über die ganze Insel, sodass mit Sicherheit auch einer in deiner Nähe dabei ist. Die Märkte auf Mallorca starten gegen 9 Uhr und enden gegen 14 Uhr. 

In Sineu – der Ort auf Mallorca, der am weitesten von der Küste entfernt liegt – gibt’s beispielsweise jeden Mittwoch lokale Spezialitäten, Lederwaren, Kunsthandwerk, Tiere, Schmuck und Klamotten. Der Markt ist schön, aber vor allem in der Sommersaison auch ziemlich überfüllt, weil viele Touristenbusse dorthin fahren.

Der Wochenmarkt in Felanitx, der sonntags stattfindet, ist ursprünglicher geblieben – auch er ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. In dem Ort gibt es kleine Boutiquen, Einzelhändler und kleine Lädchen, die von Einheimischen geführt werden. 

Sehr deftig: Manchego, Chorizo und weitere Erzeugnisse der hiesigen Bauern.
Sehr deftig: Manchego, Chorizo und weitere Erzeugnisse der hiesigen Bauern. Foto: Höland

Freitags ist der Wochenmarkt in Llucmajor. Im Zentrum auf der Plaça vor dem historischen Rathaus und zwischen den üppigen Obst- und Gemüseständen mit frischer mallorquinischer Ware herrscht ein buntes Treiben.

Der wichtigste Markt auf Mallorca findet in Pollença statt. Tausende Besucher auf der ganzen Insel besuchen ihn sonntags. An rund 300 Ständen gibt’s Nahrungsmittel, Kleidung, Pflanzen und Kunsthandwerk. 

Alle Wochenmärkte findest du übrigens in einer Auflistung von „ABC Mallorca“.

Eine schöne Bucht finden

Viele Strände auf Mallorca sind vor allem in der Sommersaison überfüllt. Wo früher Geheimtipps lagen, parken nun die Autos Stoßstange an Stoßstange. Ein Beispiel: Es Trenc. Allerdings stellen die meisten Urlauber ihren Wagen unmittelbar am Hauptparkplatz ab und gehen auch dort direkt an den Strand. Der ist jedoch rund sechs Kilometer lang. Wer also einfach ein Stück weitergeht oder -fährt, findet auch noch ruhigere Plätze. Zugleich gibt es noch viel mehr schöne Buchten auf Mallorca, hier eine kleine Auswahl:

Cala s’Almunia: Diese Bucht liegt im Südosten von Mallorca. Sand gibt es kaum, die Mallorquiner sonnen sich einfach auf den Felsen oder gehen an flachen Stellen ins Wasser. Einige kleine Fischer- und Ferienhäuser umrahmen die idyllische Bucht. Von den Gebäuden aus führt ein kleiner Pfad nach Nordosten zur ebenfalls sehr schönen Bucht Caló des Moro, die sich auf einem 40.000 Quadratmeter großen Privatgrundstück befindet, jedoch frei zugänglich ist.

Cala Egos: Der kleine Kiesstrand liegt abgelegen an einer Felsküste in der Nähe von Andratx im Westen von Mallorca. Um ihn zu finden, musst du zunächst die Carrer Cala d'Egos entlangfahren. Irgendwann bleibt von der Straße aber nicht mehr als ein Kiesweg – Auto abstellen und gehen. Nach einer etwa zwei Kilometer langen Wanderung erreichst du den Strand.

Cala Torta: Ein Traumsandstrand im Osten Mallorcas. Es gibt eine kleine Bar, die Snacks anbietet, aber ansonsten keinen Service. Bei Wind gibt’s perfekte Wellen für Surfer. Der Strand ist auch beliebt bei FKK-Fans. 

Coll de Baix: Diesen einsamen, 200 Meter langen Strand findest du im Norden in der Nähe von Alcudia. Er ist umgeben von begrünten Klippen. Um dorthin zu gelangen, musst du etwa eine Dreiviertelstunde wandern.

Mallorquinisch essen

Entweder futterst du dich auf den lokalen Wochenmärkten durch die mallorquinische Küche (siehe Punkt 1). Oder aber du isst mal richtig authentisch – zum Beispiel in einem Schnellrestaurant an einer Schnellstraße oder Autobahn. Tatsächlich sind dort vor allem Mallorquiner selbst anzutreffen, um mit der ganzen Familie lecker und günstig, dafür in kantinenhafter Atmosphäre, Lammschulter, Schnecken oder Tintenfisch zu essen.

Ein Beispiel: Das „Es Cruce“ in der Nähe von Manacor – dort isst du lecker, wenn auch mit etwas Kantinen-Feeling, denn das Restaurant ist riesig und hat weit über hundert Plätze. Es ist laut, die Kellner flitzen und du bekommst dein Essen innerhalb von Minuten.

Ein ursprüngliches Dorf besuchen

Dörfer inmitten des Gebirges, idyllische Fischerorte an der Ostküste und ruhige Landstädtchen im Inselinnern: Mallorca hat neben den Bettenburgen an der Küste tatsächlich noch einige ursprüngliche Orte, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest! Zwei Beispiele:

Mitten in die Berge der Serra de Tramuntana schmiegen sich die ockerfarbenen Häuser des Dorfes Fornalutx. Und das spiegelt den traditionellen, rustikalen und auch ein wenig romantischen Charme des ursprünglichen Mallorcas wider: Es liegt idyllisch im Tal von Sóller mit Orangen- und Olivenhainen, hat kleine Gässchen und Steingebäude mit rot gedeckten Dächern. Es ist auch vermutlich der einzige Ort auf der Insel, der noch den traditionellen Stierlauf Correbou veranstaltet – Tierschützer protestieren dagegen.

Es gibt kein öffentliches WLAN, keine bunten Tourishops und keinen Dreck. Tatsächlich hast du an manchen Plätzen eher das Gefühl, dass die Bodenplatten mit einer Zahnbürste poliert statt mit einem Besen gefegt wurden. Die gut 600 Bewohner halten den Ort in Schuss, das hat ihm den offiziellen Titel „zweitschönstes Dorf in Spanien“ eingebracht.

Im Vordergrund Gassen, im Hintergrund die Wolkenverhangenen Berge - Fornalutx ist auch bei schlechtem Wetter schön
Die kleinen Gassen von Fornalutx – einfach pittoresk. Foto: Geißler

Ein weiterer schöner Ort ist Deiá am Rande des Tramuntanagebirges. Er wird auch das „Künstlerdorf Mallorcas“ genannt, weil sich Anfang des 19. Jahrhunderts viele Maler, Schriftsteller und Schauspieler – darunter Pablo Picasso, Peter Ustinov, Pierce Brosnan, Michael Douglas und Andrew Lloyd Webber – dort niedergelassen haben.

Auch hier dominieren ockerfarbene Steinhäuser und kleine Gassen. Pst: Den schönsten Ausblick hast du vom Friedhof neben der Pfarrkirche des Ortes.

Eine Ballonfahrt machen

Spätestens nach einer Ballonfahrt weißt du, dass Mallorca viel mehr zu bieten hat, als das Klischee der Insel oftmals zugesteht. Wenn du sanft 500 Meter über der Erde über eine grüne Hügellandschaft gleitest, vereinzelt terrakottafarbene Fincas siehst, die Serra de Tramuntana und das Meer – dann kann dir schon mal ein Seufzer entfahren.

Eine Ballonfahrt ist nicht unbedingt die günstigste Aktion (bei IB Ballooning starten die Preise etwa bei 160 Euro pro Person), aber es lohnt sich. 

Mit dem Ballon über Mallorca gleiten: Ein Ereignis, an das du dich lange erinnern wirst.
Mit dem Ballon über Mallorca gleiten: Ein Ereignis, an das du dich lange erinnern wirst.

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