Einen ganzen Tag bräuchtest du eigentlich schon, um die Guinness-Brauerei und die Jameson-Destillerie zu besichtigen. Von einem Abend im Vergnügungsviertel Temple Bar (einer Art Bermudadreieck für Einheimische wie Touristen) gar nicht zu reden.
 
Ankunft am Mittwochabend in Dublin. Zuerst geht es ins Hotel The Clarence, das mitten im Zentrum, direkt am Fluss Liffey. liegt. Das Haus gehört, wie uns in den nächsten zwei Tagen absolut jeder erzählen muss, dem Musiker Bono von der weltbekannten Rockband U2.

Empfehlenswert für einen Kurztrip ist das sogenannte Hop-on/Hop-off-Ticket, das schon am Flughafen gekauft werden kann. Das 24-Stunden-Ticket, das Bustouren, Stadtrundfahrten und viele Besichtigungen einschließt, kann dann gleich für den Transfer in die Stadtmitte genutzt werden.

Auch Bono war schon im Stadtmuseum

Wir folgen am Morgen erst einmal Katie, unserer deutschsprachigen Reiseleiterin, zu Fuß zum Little Museum von Dublin. Gegründet von Simon O‘Connor in einem alten georgianischen Haus – als erstes und bisher einziges Stadtmuseum. Auch Bono war schon da. Das Gästebuch beweist es.

Weiter geht es quer durch die Stadt (noch ohne Hop-on-Bus) durch einen der schönsten Parks ins Trinity College. Vor über 30 Jahren noch ein trister alter Bau – heute gibt es hier modernste Anbauten, der alte Kern ist grundlegend saniert. Und die Ausstellung des Book of Kells, eines Buches mit den vier Evangelien aus dem 8. Jahrhundert, das aufwändig gestaltet und verziert ist und im Jahr 2011 zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde.
 
 
Der Blick in die Bibliothek des College ist leider viel zu kurz – schon sind wir auf dem Weg durch das nahe gelegene Kreativviertel mit all seinen kleinen Geschäften, Boutiquen, Bars und Restaurants. Manche davon so neu, dass es noch keine Schilder gibt – wie bei unserer Drury Building Bar. Die Stärkung hier ist nötig, denn es folgt die Verkostung in der Old Jameson Distillery. Vor mehr als 200 Jahren kreierte John Jameson hier seinen Whiskey, der seitdem in der ganzen Welt zu so etwas wie einem Synonym für irische Spirituosen geworden ist. Heute produziert das Unternehmen weit außerhalb in Midleton – in Dublin selbst wird daher nur noch verkostet.

Dann geht es endlich in den Bus, der uns – wenn wir dafür die Zeit hätten – zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt bringen würde. Abends wartet eine original irische Houseparty – ein deftiges Drei-Gänge-Menü mit irischer Musik und Tanz für Anfänger. Will heißen: mit Erklärungen der Instrumente und der Songs.

Am zweiten Tag dann: Wandern in Howth, Besuch des Glasnevin Friedhofes im Norden der Stadt, wo zahlreiche irische Nationalhelden begraben liegen und es viele Infos über die Geschichte der Stadt und des Landes. Den Abend, verbringen wir mit einer Ghostbus-Tour, die die Touristen im verdunkelten Doppeldecker zu „gruseligen“ Orten Dublins bringt.

Darauf dann noch einen Jameson an der Hotelbar, und schon schwingt leichter Abschiedsschmerz mit. Vor dem Rückflug noch schnell ein Kurzbesuch in Malahide, einem Schloss mit wunderschönen botanischen Gärten. Es gibt so vieles zu sehen. Klar ist: 60 Stunden sind bei Weitem nicht genug.