Chiang Mai verändert sein Gesicht und das fast täglich. Die "Rose des Nordens", wie die Stadt auch genannt wird, blüht und lockt viele finanzkräftige Investoren an. Hotels aller Güte- und Preisklassen werden in Rekordzeit hochgezogen. Doch es scheint, als stecke hinter der Bauwut ein Plan, der das historische und kulturelle Erbe modern interpretieren hilft und Wildwuchs verhindert. Die Neubauten in der Altstadt zum Beispiel dürfen nicht höher sein als vier Stockwerke, eine weise Entscheidung.
 
Der Preis des Erfolges ist steigendes Verkehrsaufkommen ohne etabliertes Nahverkehrssystem. So sind Besucher auf Tuk-Tuks und Songthaeos (umgebaute Pickups mit zwei Sitzreihen) angewiesen oder eben auf das Mieten von Motorrädern.
 
Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Denn es hat sich herumgesprochen, dass oben im Norden Thailands eine Stadt ihre Gäste mit Reizen bezirzt, die schwer zu beschreiben, aber leicht zu erleben sind.