Thailand: Chiang Mai via Tuk-Tuk | reisereporter.de

Typisch Chiang Mai

23.464 Gründe, warum Chiang Mai ... Ach, vergiss es. LIES. DEN. TEXT. Und buch ein Ticket.

Tuk-Tuks sind typisch für asiatische Länder.
Mitten durch die City von Chiang Mai mit dem Tuk-Tuk cruisen oder düs' durchs Thapae Gate hinein ins historische Zentrum.

Foto: pixabay.com/ mattv10

Die "Rose des Nordens", wie Chiang Mai auch genannt wird, ist auf dem Weg zur Großstadt. In Zahlen war sie das schon länger. Je nach Quelle werden zwischen 150.000 und 700.000 Einwohner angegeben. Aber ob das wahr ist? Es gibt in Thailand keine Einwohnermeldeämter. Chiang Mai ist ein Ort für Backpacker und Familien, für Singles und Pärchen, für Individualreisende und Pauschalurlauber. Magnet für Kreative, Künstler und digitale Nomaden. Viele bleiben länger als geplant und wissen oft gar nicht so recht, warum. Ein schönes Kompliment. 

1. Altstadt-Tour per Tuk-Tuk

Am Graben entlang und an den Eckresten der alten Stadtmauer: Düsen Sie mit dem Tuk-Tuk rund um die Altstadt und dann durchs Thapae Gate hinein ins historische und aktuelle Zentrum. Top-Restaurants und Garküchen, Boutique-Hotels und Pensionen, stimmungsvolle Pubs und Cafés, Massageshops und Souvenirläden. Und Tempel. Fantastische Tempel. Wat Phra Singh, Wat Chedi Luang, Wat Pan Tao undundund.

 

 

2. Tempel: Der Buddha ruft

Etwa 330 buddhistische Tempel gibt es in und um Chiang Mai, darunter einige der schönsten und stimmungsvollsten Thailands. Buddhist sein ist aber keine Pflicht, um Atmosphäre und Architektur zu bewundern. 

Die TOP 6: 

  1. Der Waldtempel Wat Palad auf halbem Weg zum heiligsten der Tempel
  2. Wat Prathat Doi Suthep, 1100 Meter hoch, am Wochenende überfüllt, weil auch die Einheimischen den Berg hinaufeilen
  3. Wat Sri Suphan, der unfassbare Silbertempel
  4. Wat Chedi Luang
  5. Wat Pan Tao in der Altstadt
  6. Wat U Mong nahe der Suan Dok Road, ein Tempel mit Tunneln

3. Plaudern mit Mönchen

Nicht schüchtern sein: In manchen Tempeln freuen sich die Mönche über einen Plausch mit Fremden. Über Gott und die Welt. Okay, hier vielleicht eher über Buddha und die Welt. In englischer Sprache, klar. Und es kostet nix.

4. Märkte

Ein Armband für jedes Handgelenk, ein delikater Happen für jeden Geschmack, ein Souvenir für die heimische Wohnung: Der Sonntagsmarkt in der Walking Street (Altstadt) wurde wegen seiner hochwertigen Mischung aus Kunst, Kunsthandwerk, Handwerk, Musik und natürlich Essen 2013 in einer Tripadvisor-Umfrage zum schönsten Straßenmarkt Thailands gewählt. Der Samstagsnachtmarkt in der Wualai Road landete auf Platz drei. Beide Märkte beginnen um 17 Uhr.
Und dann gibt es die tägliche Marktdosis bei den Chinesen auf dem Warorot Market in der Chiang Moi Road. Zehn Minuten entfernt liegt der Muang Noi Market, wo Chiang Mais Gastronomen das frischeste Obst erstehen; nicht weit vom Obst duften die frischesten Schnittblumen der Stadt auf dem Ton Yamlai am Ping River. Der Tag endet im Night Bazaar an der Changklan Road, wo Livemusik, Meeresfrüchte-Restaurants und ein Ladyboy-Cabaret im anhängenden Anusarn-Markt das vielfältige Warenangebot bereichern.

 

 

5. Kaffee

Chiang Mai ist Thailands Kaffee-Hauptstadt. Vor zwanzig Jahren waren Kaffee und auch Wein so gut wie kein Thema in Thailand, beide Produkte wurden erst mit dem wachsenden Mittelstand populär. Sehr zur Freude der Touristen. 
 
Kleiner Tipp:
  • Ristr8to Café im Nimmanhaemin-Viertel: Inhaber Arnon Thitiprasert, genannt Tong, landete bei den World Latte Art Championships (was es nicht alles gibt) zweimal auf vorderen Plätzen. In Thailand ist er die Nummer 1 im Barrista-Geschäft. Tong bereiste 30 Länder, um Kaffee-Experte zu werden. Heute führt er drei Beliebte Läden in Chiang Mai

 

 

Nook just introduced me to my now favourite coffee shop @ristr8to in Chiang Mai #RISTR8TO

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6. Khao Soi

Chiang Mai bietet die ganze Bandbreite der nationalen und auch internationalen Küche. Doch keiner verlässt die Stadt, ohne mindestens einmal Khao Soi zu bestellen. Das ist eine nahrhafte Suppe mit Weizennudeln in würzigem Kokosnuss-Curry mit zartem Hähnchen. On top gekrönt von knusprigen frittierten Eiernudeln. Die Currypaste wird mit schwarzem Kardamom gewürzt, dunkelrote Chilis geben Schärfe: Guten Appetit!

7. Frühstück in der Breakfast World

Das beste Frühstück der Stadt gibt es bei Olaf und seiner Frau Fong in der Breakfast World/German Beer Garden. Hier kocht der Gärtner. Denn Zwillingsvater Olaf Kujawa ist gelernter Landschaftsgärtner, doch heute passionierter Koch, Bäcker und Gastronom ganz generell. Wie du ihn erkennst: Der Mann, der sich gerade hingesetzt hat und sofort wieder aufsteht, das ist Olaf. Der mit den Hummeln im Hintern.

8. Pizza im "Faces"

Es dauerte drei Jahre bis unser Autor Bernd den geheimnisvollen "Garten der Terracotta-Skulpturen" fand. Obwohl der Garten mitten in der Stadt liegt, in einer Gasse nahe dem Chiang Mai Gate und Market. Aus dem mystischen Skulturengarten wurde ein mystisches Restaurant, irgendwo zwischen Angkor Wat und Jenseits der Donnerkuppel. Im "Faces" wird die beste Holzofenpizza der Stadt serviert, beschützt von steinernen Buddhas in tropischer Flora. 

9. Muay Thai

Auch wenn die Regeln für Ausländer schwer zu verstehen sind, so wird Muay Thai doch immer beliebter bei den Gästen aus aller Welt. Kenner empfehlen die Thai-Kickbox-Kämpfe im Stadion am Thapae Gate im Herzen der Stadt. Die nächstbeste Wahl ist das Kalare Boxing Stadium im Night Bazaar.  

10. Shopping

Bis 2014 gab es nur zwei große Einkaufszentren: Das Central Airport Plaza unweit des Flughafens und das Kad Suan Kaew. Letzteres wird aufgrund der labyrinthischen Struktur "Kaninchenbau" genannt. Mit der Maya Shopping Mall, dem Central Festival und der Promenada Resort Mall kamen zuletzt drei hochmoderne Wettbewerber hinzu, die von den steigenden Besucherzahlen Chiang Mais profitieren. Unabhängig davon gibt es natürlich in der Altstadt, im Nimmanhaemin-Viertel, in der Thapae Road unzählige Shops, Souvenirläden, Boutiquen.

11. Nimmanhaemin, kurz: Nimman

Dieses Viertel im Westen der Altstadt hat sich mit feinen Boutiquen, zahllosen Cafés, erstklassigen Massageshops, Highend-Hotels und Restaurants den Ruf eines Hipster-Viertels erkämpft. Hier treffen die lebenslustigen Studenten der Chiang Mai University auf westliche Touristen und die gebündelt auftretenden chinesischen Gruppen. Einheimische findet man vor allem hinter den Laden- und Kneipentheken. 
Nimman, ab und an akustisch aufgeheizt durch die Flugzeuge des nahgelegenen Flughafens, verändert sich fast täglich: Und noch ein tolles Hotel und noch ein Gourmet-Restaurant und noch ein Pub fürs Jungvolk. Was nicht neu ist, wird zumindest renoviert.

Bernds Tipps für den Abend und die Nacht:

  • Das "Tengoku" in der Nimmanhaemin-Nebenstraße (Soi) 5, ein wunderbares japanisches Restaurant.
  • Im "El Patio" (Soi 9) gibt es spanische Speisen, hervorragende Weine und das Ehepaar Joon und Chris (halb Deutscher, halb Spanier).
  • Das "Warm up" bleibt dank ausgezeichneter Livemusik und der bunten Mischung des Publikums die Nummer 1 des Viertels. 

12. Art in Paradise – Spaß in 3D

Wer Kinder in ein Museum zerrt weiß, wie anstrengend Kultur sein kann. Im "Art in Paradise" drehen die Kleinen den Spieß um – sie wollen gar nicht mehr raus und den Eltern geht es ähnlich. Denn hier darf jeder Hand anlegen bei Mona Lisa, ein paar Meter weiter schenkt Göttervater Zeus reinen Wein ein, roten in diesem Fall. 

13. Jazz live beim Weißen Elefanten

Willkommen zu den beliebten Sessions im North Gate Jazz Club. Der Club befindet sich am nördlichen Stadttor, das die Einheimischen Chang Puak nennen, den weißen Elefanten. Die Menschen stehen bis auf die Hauptstraße (Sri Phum Road), die Autos fahren drumherum. Besonders zugkräftig: die Jamsessions am Dienstag. Der Eintritt ist an allen Tagen frei, Ein Mit einem Teil des Geldes aus dem Getränkeverzehr wird übrigens die die Jazz-Kooperative unterstützt. Schwer planbar, aber ein absolutes Highlight: Ein Auftritt von Rasmee Wayrana. Sie stammt aus der Isaan-Provinz, lebt seit zehn Jahren in Chiang Mai und hat sich mit ihrem "Isaan Soul" nationale und internationale Anerkennung ersungen. 

14. Motorroller oder Motorrad mieten

Auf einem Motoroller oder Motorrad erkundest du auf die beste Art und Weise Chiang Mai und die Umgebung. Die Miete kostet zwischen vier und sieben Euro pro Tag. Ein günstiges Vergnügen. Doch Vorsicht: Ein bisschen Erfahrung auf zwei Rädern sollte vorhanden sein. Weil der (Links-)Verkehr in der City eine Herausforderung ist. Spielregeln sind zunächst schwer zu erkennen, Verkehrsregeln allenfalls eine Empfehlung. Erfahrung hilft auch dann, wenn einem wieder einmal Chinesen entgegenkommen, die in Thailand partout den Rechtsverkehr einführen wollen. 

15. Der Samoeng-Loop

Auch dies ein Fall für motorisierte Zweiräder. Einmal rundherum um Chiang Mai, das sind mehr als 95 Kilometer, also ein bequemer Tagestrip. Abwechslungsreich und gespickt mit schmucker Natur wie in Mon Jam, mit Elefantencamps, Schlangenshows oder dem Queen Sirikit Botanic Garden. Die jüngsten Attraktion in dem Garten: der 369 Meter lange Spazierweg (Canopy Walk) durch die Baumwipfel.

 

 

16. Huay Tung Tao

Ein idyllischer See, am Stadtrand Mai gelegen, ein beliebtes, aber nie überfülltes Ausflugsziel. Wo die beste Aussicht zu finden ist? Nicht so ganz klar. Es gibt so viele Hotspots. Also, fahr am besten einmal um den See herum und such dir dann dein liebstes Plätzchen. In einer der vielen Bambushütten kannst du ganz entspannt köstliche Thai-Küche genießen.

 

Huaytungtao at Chiangmai #huaytungtao #chiangmaitrip #chiangmai

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17. Royal Park Rajapruek

Nimm den hauseigenen Shuttle Bus, das Gelände ist groß. Fantastische Landschaftsarchitektur, Orchideengärten, ein königlicher Pavillon und zur Krönung des ganzjährigen Betriebs das Flora Festival im Dezember beziehungsweise Januar. Der tropische Garten mit Blumen aus aller Welt liegt etwa 15 Kilometer vom Zentrum Chiang Mais entfernt im Vorort Mae Hia. Und wenn du schon mal da bist, schau dir auch den etwas höher gelegenen Wat Doi Kham an, den "Tempel des goldenen Berges". Es lohnt sich!

18. Sticky Waterfalls

Es gibt einige Wasserfälle in der Region. Doch die "Sticky Waterfalls", auch “Bua Thong Waterfalls” genannt, schlagen aus der Art. Dank der Kalkstein-Oberfläche kannst du diesen Wasserfall hinaufklettern, ohne nach zwei Schritten mit einem Doppelsalto rückwärts belohnt zu werden! Eine einmalige Erfahrung, die von vielen Touristen trotz der anderthalbstündigen Anfahrt gerne genommen wird.

 

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19. Massagen von Ex-Gefangenen

Das Frauengefängnis Chiang Mais bereitet viele Insassen mit speziellen Programmen auf die baldige Entlassung vor. Zum Beispiel mit einem intensiven Kurs (180 Stunden) in Masssage. Denn nach der Haft ist es für viele Frauen extrem schwer, einen Job zu finden; selbst die engsten Verwandten sehen eine Haftstrafe unter dem Aspekt Karma - als Strafe für Sünden in vergangenen Leben. Viele einst Inhaftierte arbeiten nun in den Läden der Kette „Lila Massage“, wovon es inzwischen sechs gibt im Zentrum Chiang Mais. 

20. Elefantencamps

Mit der steigenden Zahl chinesischer Touristen hat sich die Zahl der Elefantencamps rund um Chiang Mai in kürzester Zeit vervielfacht. Ein lohnendes und ein umstrittenes Geschäft, das unter Tierliebhabern und -schützern kontrovers und emotional diskutiert wird. Seit dem Holzeinschlagverbot 1988 sind tausende Arbeitselefanten arbeitslos, in der Wildnis jedoch nicht mehr lebensfähig. So verdienen sie sich ihr Leben mit und für Touristen. Schwer zu beurteilen, welcher Betreiber die grauen Riesen so behandelt, dass sie sich wohlfühlen. Bodo Förster, einer der renommiertesten Elefantentrainer der Welt, ist sicherlich einer davon. Zusammen mit Sohn Roger führt er die Elephant Special Tours in Mae Sa Pok.

21. Feste feiern

Sanuk ist einer der zentralen thailändischen Begriffe. Er bezeichnet die pure Lust am Leben und am Feiern. Chiang Mai feiert übers ganze Jahr. Blumenfestival, Chinesisches Neujahr, Umbrella-Festival im Vorort Bosang, das spritzige Songkran (Thai-Neujahr im April), das Inthakin-Festival zur einstigen Grundsteinlegung der Stadt und der Schutzgeister Chiang Mais, im August wird der "Hungrige Geist" gewürdigt und zu Loi Krathong/Yi Peng im November ziehen Hunderttausende in die Stadt. Nicht zu vergessen sind die übers Jahr verteilten buddhistischen Feiertage mit ihrem besonderen Charme rund um die Tempel. An allen anderen Tagen kreieren die Thais auch ohne Anlass denkwürdige Partys. Sanuk eben. 
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Der Autor
Bernd Linnhoff, Sportjournalist im nervösen Ruhestand, träumte schon als Kind davon, einmal an den Ufern des Mekong zu sitzen. Heute lebt er in Thailand, reist herum in Südostasien ... mehr
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