Nach einer Drohung haben die französischen Behörden heute den Mont-Saint-Michel evakuiert. Touristen und Bewohner mussten die Insel verlassen, nachdem es Hinweise auf einen sich verdächtig verhaltenden Mann gegeben hatte. Es heißt, er habe die Sicherheitsbeamten bedroht. Daraufhin sei die Insel vorsichtshalber geräumt worden.

Inzwischen ist die Felseninsel wieder geöffnet, nach Angaben des Senders „Francetvinfo“ gebe es kein Risiko mehr.

Verwaltungschef: Keine terroristische Bedrohung

Nach dem Verdächtigen werde weiter gesucht. Der örtliche Verwaltungschef Jean-Marc Sabathé sagte „Francetvinfo“, der Mann habe gegenüber einem Cafébesitzer Angriffspläne gegen die Sicherheitskräfte geäußert. Demnach wollte er auf der Insel Straßenkunst vorführen, geriet aber mit einem Cafébetreiber in Streit. Daraufhin habe der Verdächtige den Sicherheitskräften gedroht.

Die Szene sei auf Überwachungsvideos aufgezeichnet. Von einer terroristischen Bedrohung wolle er nicht sprechen, so Sabathé. „Die Drohung war anscheinend auf eine private Situation zurückzuführen.“

Nach mehreren Stunden konnten die Touristen wieder zurück auf die Insel, einige hatten auf der Brücke gewartet, wie dieser Tweet zeigt:

Sabathé sagte, er habe angeordnet, jedes Haus auf Mont-Saint-Michel zu durchsuchen, gefunden wurde der Verdächtige dabei nicht. Möglicherweise sei er mit der Masse der Touristen auf das Festland gelangt.

Jährlich besuchen rund 3,5 Millionen Touristen die Felseninsel mit der obenauf thronenden Abtei. Berg und Bucht gehören seit dem Jahr 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe.