Das Unglück auf dem Flug von New York nach Dallas wirft ernste Fragen auf: Was genau führte zu der Triebwerksexplosion auf Flug WN-1380, bei dem die Maschine vor vier Tagen mit knapper Not notgelandet war?

Bei der Explosion des linken Triebwerkes der Southwest-Airlines-Maschine kam eine Passagierin ums Leben. Die Pilotin der Linienmaschine konnte den schwer beschädigten Jet mit insgesamt 149 Menschen an Bord sicher am Flughafen von Philadelphia landen.

Um die genaue Ursache des Unglücks zu klären, greift die US-Flugaufsichtsbehörde FAA zu drastischen Maßnahmen: Bis zur Klärung sollen Hunderte Maschinen mit Triebwerken des gleichen Typs am Boden bleiben und für Inspektionen in die Werkstätten. 

Sind die Maschinen technisch überhaupt flugtauglich?

Eine entsprechende Anweisung der FAA besagt, dass die Turbinenschaufeln von allen baugleichen Triebwerken mit mehr als 30.000 absolvierten Flügen innerhalb von 20 Tagen überprüft werden sollen. Zur Debatte steht die technische Flugtauglichkeit der Maschinen. Der Unglücksflieger von Philadelphia flog mit dem Turbofan-Antrieb CFM56-7B von CFM International. 

Der Hersteller schätzt, dass 352 Triebwerke in den USA und 681 weltweit betroffen sind. Die Jets müssen zur Wartung, dort werden die Triebwerke in einer aufwendigen Untersuchung komplett zerlegt, um zum Beispiel die Turbinenschaufeln einzeln per Ultraschall auf Haarrisse oder andere Anzeichen von Materialermüdung untersuchen zu können.

Hinweise auf Ursache der Triebswerksexplosion gefunden

Die für Unglücksfälle im Transportwesen zuständige Ermittlungsbehörde NTSB sucht derweil weiter nach der Ursache für den Horrorunfall bei Southwest Airlines. Und sie hat schnell erste Hinweise gefunden: Eine Turbinenschaufel fehlte. Sie könnte nach Einschätzung der Experten aufgrund allgemeinen Verschleißes im laufenden Betrieb gebrochen sein, mit tödlichen Auswirkungen.