7 Gründe, den Hello-Kitty-Jet zu buchen | reisereporter.de

7 Gründe, mit dem Hello-Kitty-Jet zu fliegen

Bucket-List oder Kitsch? Die Meinungen gehen bei dem Hello-Kitty-Jet, den die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air 2005 erstmalig in die Luft schickte, auseinander. reisereporterin Jasmin hat den Selbsttest gewagt. 

Jasmin Kreulitsch
Seit 2005 ist Hello Kitty auch über den Wolken unterwegs.
Seit 2005 ist Hello Kitty auch über den Wolken unterwegs.

Foto: imago/Aviation-Stock

Ich war nie eines jener kleinen Mädchen, das alles in Rosarot haben wollte. Weder wollte ich permanent Prinzessinnenkleidchen tragen, noch bestand ich auf ein pink Kinderzimmer. Hello Kitty fand ich zwar ganz niedlich, es war aber nur eine von vielen Optionen, mich als Kind glücklich zu machen. Das änderte sich, als ich ein Teenager wurde.

Klamotten mit der pinken Katze fand ich bescheuert, aber ich spielte mit einem Hello-Kitty-Plektrum Gitarre und träumte davon, mir eines Tages die Hello-Kitty-Edition von Fender zu kaufen. Ich legte mir wie Lorelai in „Gilmore Girls“ einen Hello-Kitty-Toaster zu und später noch ein Handy mit der berühmten Katze. Als ich im Jahr 2005 las, dass es nun auch ein Hello-Kitty-Flugzeug geben sollte, war mir klar: Das kommt auf meine Bucket-List!

Achtung, quietschebunt! Der Check-in bereitet dich bestens auf deinen Flug mit dem Hello-Kitty-Jet vor.
Achtung, quietschebunt! Der Check-in bereitet dich bestens auf deinen Flug mit dem Hello-Kitty-Jet vor. Foto: Jasmin Kreulitsch

Es dauerte dann zwar mehr als ein Jahrzehnt, bis ich diesen Punkt abhaken konnte, aber seit meinem Hello-Kitty-Jungfernflug ist klar: Die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air und ihre Flugzeuge im Hello-Kitty-Look sehen mich wieder! Sieben Gründe, warum:

1. Weil die Hello-Kitty-Flugzeuge auch ab Europa fliegen

Zuvor nur im asiatischen Raum bekannt und gehypt, schickte die private taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air Ende Oktober 2017 ihren „Hand in Hand“-Hello-Kitty-Jet erstmals ab Europa in die Luft.
 
Seither fliegt die Boeing 777-300 dreimal pro Woche von Paris nach Taipeh und ist für neugierige Passagiere aus dem deutschsprachigen Raum damit gut zu erreichen. Und weil Eva Air zur Star-Alliance-Group gehört, kannst du dein Gepäck auch direkt durchchecken. Flüge von Paris nach Taipeh und wieder zurück gibt es im Juni 2018 beispielsweise ab etwa 650 Euro.

2. Weil die Airline auf Understatement setzt

Die fröhlichen Hello-Kitty-Jets fliegen seit dem Jahr 2005 im asiatischen Raum und werden auf verschiedenen Strecken eingesetzt, wer seinen Flug bucht, weiß aber im ersten Schritt nicht, in welcher Maschine er landet. Die Airline wirbt nicht bewusst mit Hello Kitty, sondern setzt auf Understatement: Wer wissen möchte, ob eine der besonderen Maschinen zum Einsatz kommt oder bewusst einen Flug im Hello-Kitty-Flugzeug buchen möchte, sieht hier, wie die Jets eingesetzt werden. Das heißt auch: Man zahlt keinen Aufpreis für einen Flug in einer Hello-Kitty-Maschine.

3. Weil es nicht nur eine hübsche Verpackung ist

Viele Flugzeuge, die außen gebrandet sind, sehen innen nach 08/15 aus. Anders bei Eva Air. Der Name der Maschinen – von „Hello Kitty – Happy Music“ über „Hello Kitty – Speed Puff“ bis zu „Hello Kitty – Sanrio Family Hand in Hand“ – ist hier wirklich Programm und das Branding, eine Kooperation mit dem japanischen Unternehmen Sanrio, sehr gelungen.
 
Die Anwesenheit der putzigen Comic-Katze zieht sich zwar über den ganzen Flug, allerdings so, dass Nicht-Fans keine Hello-Kitty-Überdosis bekommen.
Zu viel Rosa? Oder ist es doch die Flugangst? Keine Sorge, wenn der Magen verrücktspielt, fängt Hello Kitty den Inhalt auf.
Zu viel Rosa? Oder ist es doch die Flugangst? Keine Sorge, wenn der Magen verrücktspielt, fängt Hello Kitty den Inhalt auf. Foto: Jasmin Kreulitsch

4. Weil die Airline zu den besten der Welt gehört

Laut „Skytrax“ gehört Eva Air zu den neun Fünf-Sterne-Fluggesellschaften der Welt. 2016 wählte die britische „Daily Mail“ die Themenflugzeuge zu den weltweit besten, und das „Global Traveler“-Magazin zeichnete die Airline mit dem „Leisure Lifestyle Award“ für „außergewöhnlichen maßgeschneiderten Service“ aus.

Das merkst du an Bord: Service und Essen sind top, und auch der Sitzplatzabstand kann sich sehen lassen. In der Triple Seven beträgt der Sitzabstand in der Economy-Class beispielsweise 81 und in der Premium-Economy-Class 97 Zentimeter. In der Business-Class lässt sich der Sitz sogar in ein zwei Meter langes Bett umbauen.

Zum Vergleich: Low-Cost-Airlines wie Easyjet bieten gerade mal 73,7 Zentimeter in der Holzklasse, die Lufthansa hat auf Langstreckenflügen Sitzabstände zwischen 78,7 und 81,3 im Angebot.

5. Weil das Branding zwar überall, aber nicht nervig ist

Skeptiker schütteln sicher schon seit Punkt eins den Kopf und bezweifeln, je in ein Hello-Kitty-Flugzeug zu steigen, aus Angst, in dieser rosaroten Welt durchzudrehen, doch keine Sorge: Die Airline zieht das Branding zwar komplett durch, aber subtil: Wer Hello Kitty nicht mag, kann die Katze sehr gut ignorieren.
 
Das Bordpersonal trägt beispielsweise dunkelgrüne Uniformen und ergänzt diese nur während des Services mit Schürzen, auf denen Hello Kitty klein zu sehen ist. Die Sitze sind klassische Flugzeugsitze, nur der Kopfschutz ist mit der Comic-Katze gebrandet, genauso wie die Kissen, die auf jedem Platz bereitliegen.
Eva Air bettet dich in ihrem Hello-Kitty-Jet auf kleine Kissen – natürlich im entsprechenden Design.
Eva Air bettet dich in ihrem Hello-Kitty-Jet auf kleine Kissen – natürlich im entsprechenden Design. Foto: Jasmin Kreulitsch
Überhaupt besteht das Konzept eher darin, Dinge normal zu halten und nur klein mit der Katze zu branden:
Becher, Besteck und Servietten haben einen Hello-Kitty-Aufdruck, genauso wie die Speisekarte oder die Kotztüte.
 
Und spätestens, wenn das Essen serviert wird und man einen kleinen Kuchen mit rosarotem Hello-Kitty-Kopf bekommt, müssen selbst Hello-Kitty-Kritiker zugeben: Das ist wirklich süß!
Selbst beim Essen kommt im Hello-Kitty-Jet niemand an der Katze vorbei.
Selbst beim Essen kommt im Hello-Kitty-Jet niemand an der Katze vorbei. Foto: Jasmin Kreulitsch

6. Weil die Hello-Kitty-Aura einfach gute Laune macht

Betrittst du einen Hello-Kitty-Jet und kommst du zu deinem Platz, tauchst du ein in eine bunte, fröhliche Welt. Die Bildschirme laufen schon – und es ist Hello Kitty mit ihren Sanrio-Freunden, die über den Screen wirbeln, zu einer fröhlichen Musik tanzen und die Passagiere willkommen heißen.

Keine Frage, das klingt auf den ersten Blick albern, ist aber in Wahrheit ziemlich lustig. Wer keinen Bock auf den fröhlichen Sound hat, stellt den Bildschirm einfach ab oder um: Das Entertainment-System ist breit gefächert und vor allem abseits der Hello-Kitty-Welt mit vielen Inhalten bespielt.

Hello Kitty zeigt dir natürlich auch, wie du dich an Board richtig verhältst.
Hello Kitty zeigt dir natürlich auch, wie du dich an Board richtig verhältst. Foto: Jasmin Kreulitsch

7. Weil es auf dem Flughafen in Taipeh einen Hello-Kitty-Counter gibt

Bevor man sich wieder von Taipeh auf den Rückweg nach Europa macht, wartet auf dem Taiwan Taoyuan International Airport noch eine zuckersüße Überraschung auf Hello-Kitty-Fans. Neben den klassischen Ticket-Countern von Eva Air gibt es hinter dem Counter 15 einen Hello-Kitty-Kiosk, an dem du auch einchecken kannst.

Wer mit dem Hello-Kitty-Jet fliegen möchte, sollte kein Problem mit Rosa haben.
Wer mit dem Hello-Kitty-Jet fliegen möchte, sollte kein Problem mit Rosa haben. Foto: Jasmin Kreulitsch

Hier ist die Welt rundum rosarot. Boden, Wände, Geräte, Deko: Die Comic-Katze ist hier überall! Ein idealer Ort also für das letzte Instagram-Posting! Tipp: In Vitrinen ist hier alles ausgestellt, was es an Board der Hello-Kitty-Jets zu kaufen gibt.

Und wem das nicht genug ist: Nach der Sicherheitskontrolle findest du im Shoppingbereich noch einen großen Hello-Kitty-Store, in dem man auch viele Limited Editions findet, die du in Europa nicht bekommst.

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