Eigentlich spart Michael O’Leary, wo er kann. Er hatte diesbezüglich schon ziemlich kuriose und skurrile Ideen für seine Airline Ryanair: eine Toilettengebühr für Passagiere, Co-Piloten abschaffen, Stehplätze auf der Kurzstrecke oder eine Zusatzgebühr für Übergewichtige. Jetzt aber hat er einen springen lassen, vielleicht, weil er in Feierlaune war. 

Auf Flug FR-447 von Liverpool nach Dublin mussten die Passagiere seinetwegen warten. O’Leary war selbst mit an Bord und wollte unbedingt auf „seinen“ Jockey Davy Russell warten, der zu spät kam.

Russell hatte am vergangenen Samstag das Pferderennen Grand National gewonnen – mit O’Learys Pferd. Die Siegprämie für den Ryanair-Chef: 500.000 Pfund, knapp 580.000 Euro. Und weil am Sonntag ein weiteres wichtiges Rennen in der irischen Stadt Tramore anstand, durfte der Jockey den Flug nicht verpassen, berichtet die irische Ausgabe der „Sun“. 

Ryanair-Chef entschuldigt sich für die Verspätung mit Freigetränken

Nachdem der Jockey in der Boeing 737 eingetroffen war, entschuldigte sich der Ryanair-Chef persönlich bei den Passagieren: „Es tut mir sehr leid, ich entschuldige mich persönlich für die zehnminütige Verspätung.“

Daher gebe es auf dem Flug eine „open bar“, also Freigetränke für alle. Aber eine Einschränkung schiebt er dann doch gleich hinterher (schließlich ist und bleibt O’Leary ein Sparfuchs): „Für jeden Passagier gibt’s nur einen Drink.“ Da blieb von seinem Preisgeld dann auch noch ordentlich was übrig.