Typisch Spanien

Wenn du noch nie nach Spanien gereist bist, wirst du nach unserem Artikel sofort in den Flieger steigen. Allein, um die Marotten der Spanier zu beobachten.

Serrano-Schinken vom Iberico-Schwein. Typisch Spanisch.
Typisch für Spanien: Der luftgetrocknete Serrano-Schinken vom Iberico Schwein. Herzhaft-süßer Pflichtbestandteil jeder Tapas-Bestellung.

Foto: imago/Manngold

1. Spanier singen ohne Text

Die Marcha Real, die Nationalhymne Spaniens, hat keinen Text. 2008 sollte das geändert werden, damit Sportler bei großen Turnieren ihre Hymne singen können, doch vergebens. Mithilfe eines Wettbewerbs gingen zwar mehr als 7.000 Vorschläge ein, aber noch vor der Siegerehrung lehnte die Öffentlichkeit die Idee ab. Also gilt weiterhin: Spanier singen ihre Nationalhymne ohne Text. 

 

2. Spanier lassen ihre Kinder toben

Spanische Kinder dürfen laut sein und toben, solange sie dabei keinen Unsinn machen. Dann wird das Ohr sehr schnell lang gezogen – da sind spanische Eltern nicht so sehr auf Kuschelkurs wie wir. Und spätestens mit Beginn der Pubertät wird eh alles anders. Dann werden Mädchen und Jungs getrennt. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass spanische Mädchen oft schüchterner sind als gleichaltrige deutsche.  

Forever young~

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3. Spanier sind laut

Wenn Kinder laut sein dürfen, dürfen es auch ihre Eltern – klar. In einem spanischen Café ist nicht immer leicht herauszuhören, ob sich die Freundinnen am Nebentisch gerade streiten oder unterhalten. Spanier sind ausladend in Ton und Gestik, sie unterstreichen ihre Sätze mit ihren Händen und es gilt: Der Lauteste gewinnt. Was nicht heißen muss, dass sie sich streiten. Andersherum nehmen Spanier uns übrigens auch als laut und aggressiv wahr – womöglich, weil unsere Sprachfrequenzen in ihren Ohren härter klingen. 

 

4. Spanier essen spät

Abends wie ein Bettelmann? Sicher nicht – olé! Das Abendessen ist in Spanien die Hauptmahlzeit, es beginnt frühestens um 20 Uhr, eher zwei Stunden später. Mit viel Brot, viel Aioli (Knoblauchmayonnaise), Serrano-Schinken, Paella, Tortilla (Kartoffel-Omelette) und Mandelkuchen mit Eis zum Nachtisch. Dazu gibt es Vino tinto (Rotwein), Cerveza (Bier) und Sherry – und die Kinder sind die ganze Zeit dabei. 

 

 

5. Spanier lieben den Stierkampf … nicht

Die Tradition des spanischen Stierkampfes schwindet zusehends, das Verständnis für ein solches Amüsement ist am Ende. 2004 war Barcelona die erste Stadt, die ein Verbot durchsetzte, die kanarischen Inseln zogen nach. Auch Mallorca hat das Thema auf der Agenda. Hauptsächlich wird der Kampf aber noch von Touristen und Subventionen gefördert. Eine Alternative zu dem blutigen Treiben ist übrigens die französische Variante Course Camarguaise: Da überlebt der Stier. 

 

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Die Autorin
Alexa v. Busse hat erst als Flugbegleiterin, dann als Journalistin die Welt bereist. Liebt jedes Land – besonders die, in denen französisch gesprochen wird und Wein auch aus Tüten ... mehr
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