„reisereporter 2018“-Reisetagebuch: Rundreise durch Peru

„reisereporter 2018“-Tagebuch: Heinz in love!

Zusammen mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht, jetzt erleben zwei Reiseduos das beste Jahr ihres Lebens. Nach Eduardo und Carina sind jetzt die zweitplatzierten Gewinner Jane und Julia aus Kiel aufgebrochen. Ihr Ziel: Peru.

Letzte Sightseeing-Tour in Peru: Jane und Julia in Cusco.
Letzte Sightseeing-Tour in Peru: Jane und Julia in Cusco.

Foto: privat

Jane (23) und Julia (23) aus Kiel konnten sich (mit Unterstützung ihres Gummi-Flamingos Heinz) bei unserem Voting den zweiten Platz sichern – und sind zusammen mit Carina und Edu unsere „reisereporter 2018“. Ihr Reisepaket startet mit einem Trip nach Peru, vom 13. bis 25. April sind die zwei dort auf Gebeco-Studienreise.

Peru liegt im Nordwesten Südamerikas – und einer unserer „reisereporter Top Places 2018“.

» Kurzsteckbrief Peru

  • Hauptstadt: Lima
  • Top Place: Peru
  • Einwohner: 32,5 Millionen
  • Fläche: 1.285.216 Quadratkilometer
  • Währung: Peruanischer Sol (1 Euro = 4 PEN)
  • Temperatur: 18,7 Grad (Jahresdurchschnitt in Lima)
  • Beste Reisezeit: ganzjährig
Wir sind die „reisereporter 2018“.
Foto: TUI; reisereporter; freepik.com

 

„reisereporter 2018“-Tagebuch aus Peru

Tag 1: Vorfreude und ein aufgebrachter Flamingo in der Business Class

Vor 24 Stunden noch im kalten Kiel aufgewacht und jetzt auf einmal auf der anderen Seite der Welt  wir können es noch gar nicht glauben.

Aber fangen wir von vorn an: Donnerstagmorgen ging die große Reise für uns los. Mit gepackten Koffern waren wir überpünktlich am Bahnhof und warteten ungeduldig auf unseren Zug zum Frankfurter Flughafen.

Selbstverständlich hatten wir keine Sitzplatzreservierung und so kämpften wir uns durch die viel zu engen Gänge im Zug, bis wir einen passenden Platz für unsere drei Koffer gefunden hatten. Warum drei? Heinz reiste natürlich in seinem privaten Koffer mit, denn er braucht viel Platz, damit ihm nicht die Luft ausgeht.

Heinz musste in den Gepäckraum, da keine Tiere bei den Passagieren sitzen dürfen. Verdammt...

An der Schlange zum Check-in hatten wir uns die perfekte Strategie zurechtgelegt, Heinz in der Business Class fliegen zu lassen. Doch dann der Schock: Er musste in den Gepäckraum, da keine Tiere bei den Passagieren sitzen dürfen. Verdammt... Heinz war stinksauer!

So sperrten wir den vor Wut pink angelaufenen Heinz widerwillig in seinen Koffer und machten es uns auf unseren Plätzen bequem. Auf nach Peru mit kurzem Zwischenstopp in Madrid – der dann doch nicht so kurz war wie gedacht, denn der Flieger hatte eine Stunde Verspätung. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir unsere Burger am Flughafen nicht so schnell runterschlingen müssen!

 Aber nun gut, auf der letzten Etappe unserer Reise hatten wir ja schließlich noch genug Zeit, um uns ausgiebig zu erholen. Ausgeschlafen und fit wie ein Turnschuh wurden wir in Lima ganz herzlich in Empfang genommen und zu unserem 5-Sterne (!!!) Hotel gefahren. Und da scheinbar bekannt ist, dass wir immer zu dritt reisen, wurden wir direkt in ein Dreibettzimmer geführt: 

Endlich im Hotel angekommen. Heinz hat sich das Bett in der Mitte ausgesucht.
Endlich im Hotel angekommen. Heinz hat sich das Bett in der Mitte ausgesucht. Foto: Privat

Klar... Heinz wollte das Bett in der Mitte. Und Heinz kriegt seinen Willen (bis auf die Business Class) immer durch. ;-)

Frisch geduscht und in unsere luftigen Sommersachen geschlüpft ging es direkt auf Erkundungstour. Die Studienreise von Gebeco geht schließlich erst am Samstag los.

Beeindruckt von Limas Schönheit, den kleinen Gassen und der Herzlichkeit der Menschen, machten wir viele Fotos und Videos für euch und fielen abends glücklich ins Bett. So kann es weitergehen.

Tag 2: Blumige Eindrücke und peruanische Modetrends

Okay, vorweg: Wir haben soooooo gut geschlafen! Nach fast 50 Stunden auf den Beinen endlich wieder ein richtiges Bett – herrlich. Wäre da nur nicht Heinz gewesen, dem seine Bettauswahl dann doch nicht mehr so gut gefiel und er unbedingt das Bett am Fenster wollte...

Da war es auch kein Problem, als gegen 6.30 Uhr der Wecker klingelte. Wir packten unsere Koffer und da Heinz uns unmissverständlich klargemacht hat, dass er sich in seinem nicht mehr einsperren lässt, lernten wir unsere Reisegruppe also mit dem pinken Gummitier unter dem Arm kennen.

Mittendrin, statt nur dabei: Flamingo Heinz mit seinen Begleitungen im Reisebus.
Mittendrin, statt nur dabei: Flamingo Heinz mit seinen Begleitungen im Reisebus. Foto: Menzel

Auf die Frage, was wir denn mit dem Schwan vorhätten, kam von Heinz nur eine knappe Antwort: „Flamingo, wenn ich bitten darf!“. Er nahm sich den letzten freien Platz ganz hinten im Bus – und wir mussten sehen, wie wir auch noch mit auf den Sitz passten.

Dann konnte die Stadtrundfahrt durch Lima beginnen. Begeistert von den bunten Häusern, den unzähligen, prachtvollen Blumen an jeder Ecke, hatten wir einen durchweg positiven Eindruck von der Stadt. Wir besuchten das 1535 erbaute Santa Domingo Kloster, in dem die erste Universität Perus gegründet wurde.

Die „reisereporter 2018“ in Aktion: Jane und Julia im Santa Domingo Kloster.
Die „reisereporter 2018“ in Aktion: Jane und Julia im Santa Domingo Kloster. Foto: Menzel

Während wir eine Katze streichelten, die gerade um unsere Beine schlich, erzählte der Reiseleiter ganz beiläufig von einem Katzenfest hier in Peru, bei dem alle schwarzen Katzen gegrillt und gegessen werden. Ihr hättet unsere Gesichter sehen sollen! (Zum Glück war unsere Katze beige und wir mussten sie nicht retten...)

Weiter ging die wilde Fahrt in das zweite Kloster, wo wir uns allerdings abkapselten und die Altstadt Limas auf eigene Faust erkundeten. Wir kauften bei einer netten Straßenverkäuferin in traditioneller Kleidung Churros, ein knuspriges Gebäck aus Brandteig (mhh, lecker lecker) und entdeckten den neusten Trend in Sachen Kopfschmuck: Alpaka-Hüte!

Was Flamingo Heinz wohl dazu sagt? Jane und Julia mit dem neusten Trend: Alpaka-Hüte!
Was Flamingo Heinz wohl dazu sagt? Jane und Julia mit dem neusten Trend: Alpaka-Hüte! Foto: Menzel

Am Nachmittag verließen wir die Hauptstadt und es ging auf der Panamericana gen Süden. Auf der vierstündigen Fahrt fuhren wir an unzähligen Tomaten- und Baumwollplantagen vorbei, bis die Landschaft schließlich immer mehr in Wüste überging und die Sonne idyllisch hinter den Bergen verschwand.

Und dann waren wir auch schon in unserem Hotel in Paracas angekommen, von wo aus es morgen weitergehen wird.

Tag 3 : Von der Küste in die Wüste 



6.15 Uhr: Aufstehen! Gute Laune! Und das obowohl der Wecker so früh klingelte... Mit einer Menge Aufregung (und vor allem Vorfreude) im Bauch saßen wir am Frühstückstisch und freuten uns riesig auf den Tag, denn es stand eine Menge auf dem Programm. 


Punkt 1: Eine Bootstour zu den Balestas-Inseln. Und vorweg gibt's gleich den wichtigsten Tipp von uns: Vorsicht! Wer ohne Hut und mit der neuesten Kleidung dort antanzt, hat verloren. Mit Tausenden Vögeln, die über den Inseln kreisen, ist der Vogelkot nicht fern. Uns schreckte diese Tatsache aber selbstverständlich nicht ab.

Nach einer 20-minütigen Fahrt erreichten wir das Naturschutzgebiet und entdeckten Pelikane, Kormorane, Seelöwen und sogar Pinguine. Um die Ruhe der Tiere nicht zu stören, durften wir nicht aussteigen, aber lustige Videos von spielenden Baby-Seelöwen konnten wir auch wunderbar vom Boot aus drehen.  

Die „reisereporter 2018“ starten Tag 3 mit einer Bootstour zu den Balestas-Inseln.
Die „reisereporter 2018“ starten Tag 3 mit einer Bootstour zu den Balestas-Inseln. Foto: Menzel

Danach erwartete uns das volle Kontrastprogramm: Von der Küste mit einer leichten Brise ging es ab in die Wüste mit senkender Hitze. 
Auf dem Weg dorthin erzählte unser Reiseleiter, dass trotz der Trockenheit viel Landwirtschaft in dieser Region betrieben wird. Und siehe da: Wir brauchten nur aus dem Fenster des Busses zu schauen und staunten nicht schlecht: Um uns herum war es tatsächlich grün! Von scharfer Paprika bis hin zu süßen Datteln wurde alles angebaut. 


Und unser Staunen hielt noch weiter an, als wir eine Oase mitten in der Wüste erreichten: Sattes Grün und im Wasser planschende Einheimische... Wie konnte das sein? Wir fragten neugierig nach und erfuhren, dass die Oase (übrigens die letzte in ganz Südamerika!) tatsächlich mit unterirdischen Pumpen künstlich bewässert wird, um nicht auszutrocknen. Manchmal muss man eben auch bei einer Oase etwas nachhelfen... ;-)

Noch nicht genug von Sand und Dünen machten wir uns bei Ankunft in unserem Hotel, nach einer kurzen Pause am Pool inklusive des Nationalgetränks „Pisco sour“, auf zum Sandboarden.

Action für Jane und Julia beim Sandboarding in Peru.
Action für Jane und Julia beim Sandboarding. Foto: Menzel

Wir liehen uns Snowboard-ähnliche Bretter aus und bestiegen den riesigen Sandberg. Gefühlt war dieser so hoch wie der Machu Picchu (zumindest unserem Hecheln nach zu urteilen). Dafür war die Abfahrt allerdings jede Mühe wert: Wie zwei Formel-1-Fahrer (gefühlt) düsten wir mit voller Geschwindigkeit zurück ins Tal zu den Alpakas und hatten eine Menge Spaß dabei. Moment mal... Alpakas?

Ja, ihr habt richtig gelesen! Wir haben die für Peru typischen Tiere heute tatsächlich nach dem Sandboarding entdeckt. Womit wir nicht gerechnet hätten: unsere Objekte der Begierde hatten absolut keine Lust auf uns. Jeglicher Versuch, einen Annäherungsversuch zu unternehmen, schlug fehl. So gaben wir uns vorerst damit zufrieden, ein kleines Schaf zu streicheln, aber wir geben nicht auf. Die Anden stehen schließlich noch bevor! 


Die ersten Alpakas! Auf die Tiere haben sich Jane und Julia besonders gefreut.
Die ersten Alpakas! Auf die Tiere haben sich Jane und Julia besonders gefreut. Foto: Menzel

Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages probierten wir das peruanische Nationalgericht „Ceviche“. Hierbei handelt es sich um einen rohen Fisch, der in einer Zwiebel/Chilli/ Lemonenmarinade eingelegt ist und nicht unbedingt unseren Geschmack traft. Zum Glück gab es dann doch noch Nudeln...

Tag 4: Viel Kultur und zu viele ungebetene Gäste

Unser Tag startete mit einer Menge Kultur. Es ging in das Maria-Reiche-Museum in Nasca. Eine sehr beeindruckende deutsche Frau und Mathematikerin, die die Nasca-Linien entdeckte. Was das Besondere daran ist, Linien zu entdecken? Zum einen befinden sie sich seit mehr als 2.400 Jahren im Wüstensand und zum anderen ergeben die insgesamt 10.000 Linien 85 Figuren wie Affen, Eidechsen und Spinnen.

Wer die Linien im Sand verewigt hat und was genau sie bedeuten, ist bis heute unklar. Es gibt viele Theorien mit Ideen aus unterschiedlichen Richtungen, von der Astronomie über Religion bis hin zu Bewässerungsystemen.

Beeindruckend: Die Nasca-Linien im Wüstensand.
Beeindruckend: Die Nasca-Linien im Wüstensand. Foto: privat

Die Linien sind echt beeindruckend und von einem Aussichtsturm tatsächlich genau zu erkennen gewesen. Heinz, den kleinen Schisser, konnten wir leider nicht davon überzeugen, mit uns den Turm zu erklimmen. Er hat Höhenangst...

Bei den nächsten Aktionen kam Heinz aber wieder voll in Fahrt: Er kaufte mit uns die Souvenirläden leer und schenkte uns beiden ein kleines Alpaka als Zeichen seiner Liebe.

Das erste Souvenir aus Peru: Ein kleines Alpaka.
Das erste Souvenir: Ein kleines Alpaka. Foto: Menzel

Begeistert von Nascas Innenstadt und dem buntem Treiben reisten wir wenige Minuten später noch einmal zurück in die Vergangenheit und wanderten gemeinsam mit Heinz an Perus Aquädukt entlang.

Vor mehreren hundert Jahren geschaffen sorgt es mit mehr als 30 Kanälen für Leben und Landwirtschaft in der Trockenheit. Bis heute fließt dort Grundwasser, an dem sich Heinz erstmal bedienen musste. 40 Grad sind neben Höhe nämlich auch nicht sein Ding.

Perus Aquädukt sorgt mit mehr als 30 Kanälen für Leben und Landwirtschaft in der Trockenheit.
Perus Aquädukt sorgt mit mehr als 30 Kanälen für Leben und Landwirtschaft in der Trockenheit. Foto: Menzel

Wieder in der heutigen Zeit angekommen ging es weiter Richtung Hotel, vorbei ein riesigen Kakteen-Plantagen, auf denen ein Teil unserer Lippenstifte als Blattläuse hauste.

Diese werden getrocknet und anschließend zu Pulver verarbeitet, das dann für die rote Farbe in Kosmetik und auch einigen Lebensmitteln sorgt. Schon eine komische Vorstellung...

Getrocknete Blattläuse gelangen, zu Pulver verarbeitet, für rote Farbe im Lippenstift.
Getrocknete Blattläuse gelangen, zu Pulver verarbeitet, für rote Farbe im Lippenstift. Foto: Menzel

Mit jeder Menge neuem Wissen ging es schließlich ins Hotel – in the middle of nowhere. Ohne eine richtige Internetverbindung wurde uns das Leben als „reisereporter 2018“ erschwert. Und die Ameisenstraße neben unserem Bett oder die Kakerlake unter dem Schrank konnten unsere Videos leider auch nicht in die Instagram-Story transportieren.

Am Pool machten wir eine Bekanntschaft, die uns mehr zusagte: Alpakadame Dima graste genüsslich neben den Liegen. Und wie du dir denken kannst, ging die Aktion „Wie schaffen wir es, ein Alpaka zu streicheln“ von vorne los. Und nein, wir haben es auch diesmal nicht geschafft, weil Dima genau so gerne zur Spuck-Attacke ausholte wie ihr Kumpel von gestern. Da half auch Heinz' männlicher Charme nichts.

Eine Partnerin für Heinz? Eher nicht, das Alpaka zeigte wenig Interesse.
Eine Partnerin für Heinz? Eher nicht, das Alpaka zeigte wenig Interesse. Foto: Menzel

Mit der erneuten Alpaka-Enttäuschung machten wir uns, zurück in Nascas Innenstadt, auf die Suche nach Abendbrot und wurden in einem typisch peruanischen Restaurant auch schnell fündig!

Mit traditioneller Live-Musik, äußerst freundlichen Kellnern und sooo leckerem Essen hatten wir einen tollen Abend und fallen nun glücklich und zufrieden ins Bett.

Mal sehen, ob wir heute noch von anderen Tierchen nächtlichen Besuch bekommen, das Strohdach macht jedenfalls beunruhigende Geräusche. Naja, vielleicht ist es ja diesmal ein Alpaka, was sich streicheln lässt....

Tag 5: Eine alpakalose Nacht und 12 Stunden Busfahrt

Entwarnung! Das vermeintliche Alpaka gestern Nacht auf unserem Dach ist nicht eingebrochen und wir sind, abgesehen von ein paar Mückenstichen, noch mal glimpflich davongekommen.

Trotzdem waren wir nach drei Stunden Schlaf nicht gerade fit, als um 4.45 unser Wecker klingelte. Aber hey, es standen zwölf Stunden Busfahrt von Nasca nach Arequipa auf dem Programm. Jede Menge Zeit, um Energie zu tanken.

Auf dem weiten Weg von der Küste in die Anden machten wir ein paar Fotostopps und genossen tolle Aussichten. Erster Halt war an einer beeindruckende Steilküste, von der aus wir sogar Delfine durchs Wasser springen sahen.

Von der Klippe aus haben Jane und Julia ein paar Delfine gesehen.
Von der Klippe aus haben Jane und Julia ein paar Delfine gesehen. Foto: Menzel

Als nächstes besuchten wir einen weitläufigen Strand, an dem Coca-kauende Fischer nachts nackt (leider nicht gesehen) die Algen fischen, die nach Europa exportiert werden und schließlich in unserer Gesichts- und Sonnencreme landen.

Für eine kleine Stärkung hielten wir in einem winzig kleinen Dorf drei Stunden vor Arequipa. Doch dann schon wieder ein tierischer Schock: Auf dem Weg zur Toilette entdeckten wir einige Meerschweinchengehege, mit denen irgendwas nicht stimmen konnte. Zu viele Tiere auf zu engem Raum, das war mit Sicherheit keine artgerechte Haustierhaltung. 

Meerschweinchen sind in Peru eine Delikatesse – nichts für Jane und Julia...
Meerschweinchen sind in Peru eine Delikatesse – nichts für Jane und Julia... Foto: Menzel

Als wir dann auch noch von einem Einheimischen erfuhren, dass diese in Peru eine Spezialität sind und sogar frittiert auf die Teller kommen, schmiedeten wir in unseren Köpfen bereits einen Befreiungsplan für die armen Kerlchen. Doch am Ende sahen wir enttäuscht ein, dass wir ihr Schicksal wohl nicht mehr beeinflussen konnten... :-(

Immer noch in Gedanken bei den Tieren fuhren wir weiter Richtung Arequipa. Dort angekommen standen wir erstmal im Stau und durften noch eine weitere Stunde im Bus verbringen. Aber auch diesen haben wir gemeistert und erreichten am Abend unser Hotel direkt am wunderschönen Hauptplatz der weißen Stadt. Mehr dazu morgen.

Bis dahin, Buenas noches

P.S.: Uns wurde übrigens versichert, dass keines der Meerschweinchen beim Mittagessen auf unseren Tellern gelandet ist. Noch mal Glück gehabt!

Tag 6: Hoch hinaus – auf 4.528 Metern geht’s erst richtig los

Der Tag fing heute echt gut an: Wir haben geschlafen wie drei Babys und haben nach dem Aufstehen auf der Terrasse unseres Hotels mit traumhaftem Blick auf die Basilika von Arequipa gefrühstückt. Dort begann später auch unsere Stadtführung.

Wir genossen die Atmosphäre auf dem paradiesischen Vorplatz und besichtigten die Kathedrale, die übrigens schon mehrere Male von Erdbeben zerstört, aber jedes Mal wieder aufgebaut wurde.

Jane und Julia haben mit Blick auf diese Basilika in Arequipa geschlafen.
Jane und Julia haben mit Blick auf diese Basilika in Arequipa geschlafen. Foto: privat

Die nächsten beiden Stopps machten wir bei einer Kapelle und einem Kloster. Und damit war die Stadtführung dann leider auch schon wieder beendet. Wirklich schade! Wir hätten gerne noch viel mehr von Arequipa gesehen, man ist ja schließlich nicht jeden Tag an einem Ort, der den Spitznamen „die weiße Stadt“ trägt. Das passt perfekt, da fast alle Häuser aus hellem Vulkanstein gebaut sind.

Wir verließen Arequipa nach einem für uns zu kurzen Besuch schon am Vormittag wieder. Auf dem Weg aus der Stadt wurden wir jedoch mit dem Halt an einem wunderschönen Aussichtspunkt entschädigt. Die Natur war atemberaubend schön und wir genossen neben dem Blick auf Vulkane und schneebedeckte Berggipfel auch einen Coca-Schnaps. Den konnten wir gut gebrauchen, denn danach ging's auf über 4.000 Meter in Richtung Puno.

Blick über die Landschaft kurz vor Puno in über 4.500 Metern Höhe.
Blick über die Landschaft kurz vor Puno in über 4.500 Metern Höhe. Foto: privat
Auf diesen Höhen können Urlauber leicht schon mal von der Höhenkrankheit erwischt werden, die sich in Form von Übelkeit, Schwindel und schwerer Atmung bemerkbar macht. Da hilft nur: Viel Wasser trinken, Süßes essen (um den Glucosespiegel auszugleichen) und die besagte Coca-Pflanze. Wer die nicht in alkoholischer Form genießen möchte, kann sich an Bonbons, Tee oder direkt am Kauen der Blätter probieren.

Wir nahmen lieber noch ein Schnäpschen, und schwupps waren wir in der Region Puno und damit auf über 4.500 Metern angekommen.

Hier oben in den Anden ist die Luft zwar dünn, die Natur dafür aber wunderschön UND (Achtung, jetzt geht’s los) sie ist der Lebensraum von tausenden Lamas und Alpakas. Aufgeregt starrten wir aus den Busfenstern, immer in der Hoffnung nach der nächsten Kurve die Objekte der Begierde zu entdecken.

Alpakas in Peru kurz vor Puno.
Jane und Julia schweben bei diesem Anblick im siebten Alpaka-Himmel! Foto: privat

Und siehe da: kurz vor Puno war es dann soweit! Ein roter Stall inklusive Paddock breitete sich majestätisch vor uns aus und wir konnten unseren Augen nicht trauen! Eine Alpaka-Herde vom allerfeinsten schaute uns mit großen Augen an.

Es mag daran gelegen haben, dass sie sich lediglich über jegliche Art von Besuch freuten. Oder aber an der Tatsache, dass wir wild kreischend auf die leicht überforderten Tiere zustürmten...

Gegen 20 Uhr erreichten wir mit leichter Schnappatmung unser Hotel in Puno. Leider ist es hier in den Bergen schon sehr früh dunkel und die Entdeckungstour kann erst morgen starten.

Tag 7: Flamingo-essende Einheimische – ein Tag ohne Heinz

Flamingo in Gefahr, Flamingo in Gefahr! Heute ging es zu den schwimmenden Inseln im Titicacasee. Bestens präpariert mit Sonnenhut, Sonnencreme all over und Heinz unterm Arm gingen wir freudig (und immer noch mit leichter Schnappatmung) zum Steg direkt an unserem Hotel, von wo aus unsere Bootstour über den wunderschönen See starten sollte.

Doch dann kam von unserem neuen Reiseleiter die Nachricht: Wir würden die Einheimischen besuchen. Die Einheimischen essen gern. Flamingos! Wir versuchten Heinz noch die Ohren zuzuhalten, doch es war zu spät. Er hatte es bereits gehört und marschierte schnurstracks in unser Zimmer zurück und legte sich wieder in sein Bett. Im Weggehen hörten wir nur äußerst aufgebrachte Worte: Wo er denn hier gelandet sei, was dieser Mist solle und er wolle sofort zurück ins flamingofreundliche Deutschland.

Mit dem Gedanken „Ach der beruhigt sich schon wieder“ kletterten wir ins Boot und fuhren los. Immerhin hatten wir mal wieder Zeit zu zweit und konnten Fotos machen, ohne dass der stets Aufmerksamkeit suchende Flamingo andauernd ins Bild springt.

Blick über den Titicacasee.
Blick über den Titicacasee. Foto: privat

Nach einer halben Stunden Fahrt erreichten wir die schwimmenden Insel der Uros. Wir wurden singend begrüßt und waren beeindruckt von der bunten Kleidung. Alles schien hell und freundlich und wir fühlten uns auf Anhieb wohl.

Wir durften uns auf Bänke setzten, die aus Schilf gebaut wurden, so wie alles auf der Insel und sogar die Insel selbst! Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass die Einheimischen ihren Lebensraum in nur sechs Monaten selbst errichtet hatten. Alle 30 Jahre muss die aus dem Naturstoff Schilf gebaute Insel erneuert werden – und alle packen mit an. Wir bekamen einen Einblick in die tägliche Arbeit und ein besonders liebes Mädchen, Pamela, zeigte uns sogar ihr Schlafzimmer.

Versteht uns nicht falsch, die Zimmer waren gemütlich eingerichtet. Jedoch könnten wir uns nicht vorstellen, unter so spartanischen Umständen zu leben. Oder Flamingos zum Abendbrot zu verspeisen... ;-)

Das war nichts für Heinz: Die Bewohner der Schwimmenden Inseln im TIticaca-See essen Flamingo.
Das war nichts für Heinz: Die Bewohner der schwimmenden Inseln im Titicacasee essen Flamingo. Foto: privat

Zweieinhalb Stunden Bootsfahrt später kamen wir dann auf der Insel Llachon an. Dort gab es Mittagessen, frisch gekocht von den dort lebenden Menschen: Sprudelnd aufgekochte Coca-Blätter, dazu eine Quinoa-Suppe, Omelett und Gemüse. Alles auf der Insel angebaut und super lecker!

Satt, zufrieden und sehr dankbar ging es zurück zum Hotel, dort verbrachten wir einen sonnigen Nachmittag mit atemberaubendem Blick auf den See. Was für ein Tag!

P.S.: Heinz ist immer noch außer sich und redet kein Wort mit uns. Aber das kennen wir ja schon...

Tag 8: 12 Stunden quietschend durch Peru


Unser Freitag begann zu einer völlig menschenfeindlichen Uhrzeit: 4.45 Uhr. Beim Klingeln des Weckers war unser erster Gedanke, einfach liegen zu bleiben und unsere Reisegruppe allein fahren zu lassen. Vielleicht könnten sie sogar Heinz mitnehmen, der mittlerweile seine schlechte Laune abgelegt hatte und bereits um 3 Uhr nachts singend unter der Dusche stand.

Doch dann erinnerten wir uns, wo es heute hingehen sollte: Der Weg würde uns zum Machu Picchu führen! Und zack, sprangen wir voller Elan aus dem Bett. Nachdem wir gefrühstückt und die Koffer gepackt hatten, stiegen wir in den Bus, der uns zwölf Stunden lang quer durch Peru fahren sollte.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Dieses Fahrzeug quietschte wie das peruanische Nationalgericht: Meerschweinchen am Spieß. Und mit der Federung stimmte auch irgendwas nicht, die Fahrt kam fast einer Kutschfahrt gleich.

Die drei Stopps verschafften unseren durchgeschüttelten Körpern etwas Erholung und gaben uns tiefe Einblicke in die peruanische Geschichte. Wir wanderten zu den Grabtürmen der Ureinwohner der Aymara und staunten nicht schlecht über die Höhe und Größe der Gräber.

Auf der Busfahrt Richtung Machu Picchu gab es Stopps an alten Inkastätten.
Auf der Busfahrt Richtung Machu Picchu gab es Stopps an alten Inkastätten. Foto: privat

Danach ruckelten wir drei Stunden weiter zu den Ruinen von Raqchi, einer alten, verfallenen Inkastadt. Umgeben von der immer noch erhaltenen Stadtmauer tauchten wir in die mystische Zeit der Inkas ein. Was sich genau hinter den Mauern abspielte, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Allerdings gibt es verschiedene Theorien. Die meist vertretene besagt, dass es sich um eine Industriestadt handelte, in der schon damals die Wolle von Lamas und Alpakas verarbeitet wurde. Wie schade, dass diese Zeit bereits vorbei ist, bestimmt hätten wir hier auf unsere acht gekauften peruanischen Alpaka-Schals einen Mengenrabatt bekommen.

Jane und Julia haben sich in die Landschaft verliebt.
Jane und Julia haben sich in die Landschaft verliebt. Foto: privat

Unsere Kutsch... ähm Busfahrt führte uns weiter durch die wunderschöne Landschaft des Altiplano, die Hochebene Perus. Wir verliebten uns in die atemberaubende Natur und konnten bei bestem Wetter sogar die schneebedeckten Anden sehen.

Geschüttelt, nicht gerührt, kamen wir spät abends in unserem neuen Hotel an bereiten uns nun auf die morgige Wanderung zum Machu Picchu vor. Weltwunder, wir sind schon ganz nah bei dir!

Tag 9: Im Bann des Weltwunders

Endlich! Wir würden eines der neuen sieben Weltwunder erklimmen: den Machu Picchu. Voller Vorfreude und überschwänglicher Aufregung standen wir überpünktlich und bereit für den Tag in der Lobby und warteten auf unseren neuen Reiseleiter.

Als der uns erblickte, konnte er sich ein Schmunzeln nickt verkneifen: In Kleid und Hütchen waren wir wohl zwar für ein Fotoshooting bestens ausgerüstet, nicht aber für den Aufstieg auf 2.400 Metern. Mit gesenktem Kopf liefen wir also noch mal zurück in unser Zimmer und statteten uns mit Regenjacke, Sonnencreme und Mückenschutz aus.

Um uns auf das damalige Leben der Inka einzustellen, war der erste Stopp ein kleines Inka-Dorf. Schon hier waren wir so beeindruckt von der Architektur konnten wir uns nicht vorstellen, dass es noch besser werden würde.

Mit dem Peru Rail fuhren Jane und Julia in das Dorf am Machu Picchu.
Mit dem Peru Rail fuhren Jane und Julia in das Dorf am Machu Picchu. Foto: privat

Mehr als gespannt machten wir uns zu Fuß auf zum Bahnhof, von dem aus wir via Peru-Rail in das Dorf am Machu Picchu fuhren. Von dort aus ging es dann kleidchen-freundlich mit einem Shuttlebus bis fast ganz nach oben. Nur das letzte Stück mussten wir allein schaffen. Wer uns kennt weiß, dass wir natürlich den 47 Kilometer langen Inkaweg gelaufen wären, hätten wir nur mehr Zeit gehabt... ;-)

So aber kamen wir mit voller Energie und unveränderter Vorfreude an dem bekannten Aussichtspunkt an und konnten gar nicht glauben, was wir sahen: vor uns breitete sich die etwa im Jahr 1400 erbaute Inka-Stadt inmitten der gigantischen Bergen aus. Friedlich grasende Lamas erzeugte eine Idylle, die kaum zu beschreiben ist. Dieser Ort hat die Bezeichnung Weltwunder wirklich verdient!

Blick auf die Inka-Stadt Machu Picchu in Peru.
Die Atmosphäre am Machu Picchu war für Jane und Julia unbeschreiblich. Foto: privat

Mehr als 500 Fotos und mindestens 23 genervte Touristen später gaben wir den beliebten Fotospot wieder frei und nahmen die Inka-Stadt genauer unter die Lupe. Wir sahen, wo der damalige Kaiser und die Priester wohnten, besichtigten die Terrassen, auf denen die Inka alles selbst anbauten, was sie zum Leben benötigten und erfuhren, dass die alte Stadt tatsächlich erst vor 100 Jahren entdeckt wurde.

Trotzdem gibt es bis heute kaum bestätigte Fakten. Wie haben die Inka es nur geschafft, ein so großes Reich an diesem Ort zu erbauen? Das muss wirklich einem Wunder geglichen haben.

Ein Alpaka liegt am Machu Picchu.
Jane und Julia (mal wieder) auf Fotojagd... Foto: privat

Doch was wäre ein Tag in Peru ohne unsere flauschigen Lieblingstiere? Urplötzlich erspähten wir ein Lama inklusive Baby und die wilde Fotojagd begann erneut. Und wieder machten uns die Tiere einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten bloß einen Schritt auf sie zugehen, schon rissen sie ihren Kopf nach oben und trabten davon.

Nach vier Stunden an diesem beeindruckenden Ort ging es sportlich wieder nach unten. Mit dem Bus natürlich. Die Eindrücke des heutigen Tag müssen wir erst einmal verarbeiten. Vielleicht können wir dann glauben, dass wir wirklich beim Machu Picchu waren.

Tag 10: Angekommen in Cusco und um 10 Alpakas reicher

Brauchen Alpakas für Deutschland eigentlich ein Visum? Müssen wir damit durch den Zoll? Und bei wem bringen wir sie zu Hause am besten unter? Alles wichtige Fragen, die wir unbedingt klären müssen! Aber mal von vorn:

Heute ging es nach Huilloc, ein Einheimischendorf in der Nähe von Ollantaytambo. Unser neuer und überraschend quietschfreier Bus brachte uns vom Tal in das Bergdorf, wo uns die Bewohner schon an der Straße singend erwarteten. Was für ein Empfang!

Ehe wir uns versahen, hatten wir schon einen Begrüßungstee in der Hand, saßen in einem liebevoll hergerichteten Hinterhof und bekamen sogar eine Tanzvorführung. Und die Überraschungen hörten nicht auf. Unsere gesamte Gruppe durfte in traditionelle Gewänder schlüpfen, welche die Frauen allesamt selbst genäht hatten. So konnten wir ein Stück ihrer Kultur hautnah erleben.

Jane und Julia bekamen in Huilloc einen Einblick in die Traditionen.
Jane und Julia bekamen in Huilloc einen Einblick in die Traditionen. Foto: privat

Herzlich war auch die Verabschiedung: Die Einheimischen haben uns mit einer weiteren Musikeinlage wieder zurück zum Bus begleitet.

Weiter ging es in Richtung Cusco, mit einem ganz besonderen Stopp voller Gegensätze: Wir besichtigten eine alte, verfallene Inka-Stadt, an dessen Fuß das blühende Leben tobte. Ein Markt mit frischem Gemüse, Textilien mit aufwendigen Stickereien und gut gelaunten Peruanern breitete sich vor uns aus.

Angesteckt von der sorglosen Atmosphäre ließen wir uns durch die Gänge treiben, probierten saftige Maiskolben und zuckersüße Weintrauben. Auch das ein oder andere Souvenir durfte nicht fehlen. Aber nein, hier sind die zehn Alpakas noch nicht zu uns gestoßen.

Auf dem Weg in Richtung Cusco wurden auf einem Markt frisches Gemüse, Textilien mit aufwendigen Stickereien verkauft.
Auf dem Weg in Richtung Cusco wurden auf einem Markt frisches Gemüse, Textilien mit aufwendigen Stickereien verkauft. Foto: privat

Satt und glücklich stiegen wir wieder in den Bus ein und erreichten am Nachmittag unser Ziel, die Stadt Cusco. Dort konnten uns auch einige kleine Regenschauer nicht von einer Entdeckungstour abhalten. Wir suchten uns auf dem Hauptplatz ein gemütliches Restaurant mit wunderschönem Balkon, von dem aus wir den gesamten Plaza de Armas überblicken konnten. Bereits von dort oben erspähten wir unsere Alpakaherde.

Der Transport über den Altantik sowie die Einreise nach Deutschland wird aber vielleicht doch nicht so schwierig wie ursprünglich gedacht, denn es handelt sich um Schlüsselanhänger, die wir einem kleinen Jungen abkauften.

Also, liebe Daheimgebliebene, wir hoffen, ihr freut euch schon auf kleine blaue und rote Alpakas, die Mais und Eier transportieren. Und keine Sorge, die Herde wird ganz sicher noch wachsen, Alpakas leben schließlich in sehr großen Gruppen... ;-)

Tag 11: Die Inkas und Heinz: Spuren- und Partnersuche in Cusco

Schon unser letzter Tag und Heinz hatte immer noch keine Partnerin! Das hieß für uns: Die Verkupplungsaktion musste intensiver denn je vorangebtrieben werden. Jedoch musste sich Heinz noch etwas gedulden, da der Vormittag ganz im Zeichen der Inka stand – wir waren schließlich in Cusco, der Hauptstadt des alten Inkareiches. Kleiner Funfact am Rande: Cusco heißt übersetzt „Nabel“. Für das Inka-Volk stellte diese Stadt also den Nabel der Welt dar.

Da dies scheinbar aber überhaupt gar nicht in Heinz Interessen-Bereich fiel, blieb er, gut versorgt mit Roomservice und Fernseher, im Hotel. Wir hingegen starteten motiviert unsere Zeitreise.

Eine herzliche Begegnung am letzten Tag in Cusco.
Eine herzliche Begegnung am letzten Tag in Cusco. Foto: privat

Begonnen mit dem Sonnentempel erhielten wir erstaunliche Fakten über das mysteriöse Inka-Volk. Wir erfuhren, dass die Stadt in Form eines Pumas angelegt wurde, um dem Gott – dem Vater des 9. Kaisers – zu zeigen, mit wie viel Kraft und Fleiß die Bewohner das Reich für ihn errichtet hatten.

Außerdem bauten sie all ihre Tempel in ganz Südamerika um Cusco herum auf genau 42 schnurgeraden Linien. Die Tempel dienten alle als Opferstelle und wurden nacheinander das gesamten Jahr über besucht. Man glaubte, dass durch diesen Prozess die Sonne nach Winterbeginn zurückgeholt werden konnte. Wir waren schwer beeindruckt! Wie haben sie es nur geschafft, dieses Muster einzuhalten? Und das zu Fuß über Tausende Kilometer hinweg?

Auch am nächsten Stopp wurden unsere Fragen nicht weniger. Eine Festung über den Dächern der Stadt, erbaut aus über 85 Tonnen Steinen, die aus einem 13 Kilometer entfernten Steinbruch gewonnen wurden und wieder einmal perfekt ineinander passten... Wie war das nur möglich? Wir sind mit mehr Fragen als Antworten zurück in die Gegenwart gereist.

Am Nachmittag haben wir uns voll und ganz der Partnersuche für Heinz gewidmet. Wir schlenderten durch die urigen Gassen der Innenstadt und da war sie! Bildschön, flauschig und mit Mütze stand sie da: Eine Alpaka-Dame vom Allerfeinsten. Ohne zu überlegen nahmen wir sie an die Hufe und marschierten zum Hotel. Heinz konnte sein Glück kaum fassen! Es war Liebe auf den ersten Blick.

Heinz hat sich verliebt! Aber nicht in einen anderen Flamingo, sondern in ein Alpaka.
Heinz hat sich verliebt! Aber nicht in einen anderen Flamingo, sondern in ein Alpaka. Foto: privat

Am Abend saßen wir mit unserer Reisegruppe beim Abschiedsessen zusammen und überlegten uns den perfekten Namen für Heinz' neue Lebensgefährtin. Sie war so weich wie eine Wolke und wir hatten uns schon fast alle auf „Cloudy“ geeinigt. Wäre da nur nicht der sächsische Akzent eines super lieben Pärchens gewesen. So wurde aus „Cloudy“ ganz schnell „Cloody“, was wie die Faust auf’s Auge zu dem süßen Tierchen passte.

Während wir gerade am Flughafen sitzen und auf unsere Maschine zurück nach Deutschland warten, sind Heinz und Cloody bereits in die Flitterwochen abgezischt. Na, was meint ihr? Werden es Flapakas oder Almingos? Fortsetzung folgt!

Hinweis der Redaktion: Aufgrund der Zeitverschiebung erscheint dieses Tagebuch mit etwa einem Tag Verzögerung. Letzte Aktualisierung: 24.04.2018

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