Der Dom als Wahrzeichen Kölns

Was wäre die Stadt Köln nur ohne ihren weltbekannten Dom, der das Stadtbild sowie die Skyline Kölns prägt wie kein anderes Gebäude? Der Kölner Dom ist die größte und beeindruckendste Sehenswürdigkeit Kölns und mit rund 30.000 Besuchern, die täglich seine Pforten durchschreiten, die meist besuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Mit seinen 157,38 Metern Höhe ist das Gotteshaus das zweithöchste sakrale Bauwerk Europas und das dritthöchste der Welt.

Die Bauarbeiten am Kölner Dom haben bereits im Jahr 1248 angefangen und fanden erst 1880 ihre Vollendung. Innerhalb der Bauzeit gab es verschiedene Bauabschnitte; zwischen 1531 und 1842 wurde der Dombau komplett gestoppt und stand entsprechend eine ganze Weile lang still. Bemerkenswert ist, dass der Kölner Dom den zweiten Weltkrieg völlig unversehrt überstanden hat – keine einzige Bombe traf ihn.

Auch von Innen muss sich der Kölner Dom nicht verstecken.
Auch von Innen muss sich der Kölner Dom nicht verstecken. Foto: pixabay.com/music4life

Die Fassade des Kölner Doms

Da sich der Bau des Kölner Doms in verschiedene Bauabschnitte aufteilte, nutzten die Dombaumeister jeweils verschiedene Materialien: Trachyt vom Bonner Drachenfels, Sandstein aus Oberkirchen, Trachyte aus Siebengebirge, Trachyt aus Drachenfels, Basalt aus Londorf sowie weitere Baustoffe. Die optischen Unterschiede, die sich entsprechend in der Fassade ergaben, kannst du bei genauerer Betrachtung auch heute noch erkennen.

Der Sandstein, welcher zum größten Teil im Kölner Dom verbaut wurde, färbte sich durch eine chemische Reaktion mit Schwefelsäure im Regen nach einiger Zeit grau. Und auch Pflanzen, die in den Fugen der Steinplatten wuchern, sorgen dafür, dass die Außenfassade des Doms dunkel wirkt. Aus diesem Grund wird der Dom immer wieder geputzt, sodass es durchaus vorkommen kann, dass Baugerüste dir die Sicht auf das Wahrzeichen Kölns versperren. In diesem Fall kannst du aber dennoch die Statue bewundern, die sich am Abschlussgiebel der Rückfassade des Langhauses befindet und den Erzbischof Rainald von Dassel darstellt.

Dein Besuch am Kölner Dom

Der Kölner Dom wird dich durch seine majestätische Erscheinung im gotischen Stil beeindrucken – nicht umsonst zählt er schließlich zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Kathedrale ist so hoch, dass du dein Geschick beim Fotografieren beweisen musst, um das Meisterwerk vollständig aufs Bild zu kriegen. Besuche den Dom am besten unter der Woche, um ihn möglichst ungestört und in aller Ruhe besichtigen zu können.

Geöffnet ist der Kölner Dom täglich von 6.00 bis 19.30 Uhr. Von Mai bis Oktober verlängert sich die Öffnungszeit um eineinhalb Stunden in den Abend hinein. Gesonderte Öffnungszeiten gelten für Sonn- und Feiertage, an diesen ist der Dom nur von 13.00 bis 16.30 für Besucher geöffnet. Führungen durch den Innenraum, in die Schatzkammer oder gar aufs Dach des Doms sind über das Domforum buchbar und mehr als empfehlenswert. Auch Gottesdienste finden im Kölner Dom in regelmäßigen Abständen statt und sind durchaus einen Besuch wert.

Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom

Sobald du den Dom betrittst, sticht dir, neben dem Mädchenchor sowie der beeindruckenden Architektur, auch schon sein Highlight, der Dreikönigenschrein, ins Auge. Mittig im Chorraum platziert und durch seinen goldenen Glanz unübersehbar weiß der Schrein dich sicherlich unverzüglich in seinen Bann zu ziehen. Was das Besondere an diesem Schrein ist? In ihm liegen die Gebeine der Heiligen Drei Könige – jährlich pilgern unzählige Sternsinger zu den Reliquien.

Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Der Dreikönigenschrein im Kölner Dom stammt aus dem 12. Jahrhundert. Foto: imago/INSADCO

Die Turmbesteigung

Einmal vor Ort musst du auch unbedingt den Turm des Kölner Doms mit seinen insgesamt 533 Treppenstufen bezwingen: Auf einer engen Wendeltreppe begibst du dich auf den Weg zur Aussichtsplattform, von der aus du einen einzigartigen Blick über die Metropole Köln genießen kannst. Des Weiteren kannst du, einmal in schwindelerregender Höhe angekommen, den Glockenstuhl mit seinem massiven Domgeläut besichtigen. Da die Glocken jedoch stillgelegt sind, kannst du sie nur mit den Augen bestaunen, nicht mit den Ohren.

Die Domschatzkammer

Und schließlich darf auch die Domschatzkammer, die täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist, bei deinem Besuch des Kölner Doms nicht fehlen. Dieser zeigt christliche Kunst vom 4. bis zum 20. Jahrhundert und liegt unterirdisch auf der Nordseite des Doms. Jedes Jahr werden hier verschiedene Sonderausstellungen veröffentlicht, weshalb es sich durchaus lohnt, der Domschatzkammer mehr als nur einmal einen Besuch abzustatten.

Schon zweimal erfolgte in der Geschichte ein Einbruch in die Domschatzkammer, bei dem die Diebe jeweils wertvolle Reliquien entwendeten. So wurden im Jahr 1975 wertvolle Monstranzen und Kreuze gestohlen, welche jedoch, nachdem die Täter ausfindig und dingfest gemacht wurden, zum größten Teil wiederbeschafft werden konnten und somit heute wieder von dir besichtigt werden können.