7 Dinge, mit denen du Flugbegleiter auf die Palme bringst

7 Dinge, mit denen du Flugbegleiter auf die Palme bringst

Hose aus und Füße hoch – das Verhalten mancher Flugpassagiere geht einfach gar nicht, da sind wir uns einig. Jetzt verraten Stewards und Stewardessen, welche Aktionen ihnen so richtig auf die Nerven gehen.

Flugbegleiterin hilft Passagier beim Boarding.
Einfach mal zurücklächeln: Flugbegleiter verraten, welches Verhalten sie glücklich macht – und welches nicht. (Symbolfoto)

Foto: imago/Science Photo Library

Als generelle Faustregel kannst du dir merken: Was schon auf dem Boden ein No-Go ist, geht über den Wolken noch viel weniger. Dazu tragen Enge und die Tatsache, dass du mit teils völlig fremden Menschen in einem abgeriegelten Raum gefangen bist, ihren Teil bei.

Hier also eine kleine, von Flugbegleitern abgesegnete Auswahl an nervigen Aktionen, die du dir im Flugzeug sparen solltest: 

1. Es dir viel zu gemütlich machen

Es kursieren immer mal wieder Tweets von Leuten, die sich im Flieger benehmen wie im eigenen Zuhause – oder schlimmer. Dieser Typ zum Beispiel saß geschlagene vier Stunden nur in Boxershorts rum. Und zu allem Überfluss nutzte er auch noch die Flugzeugwand, um seine Füße hochzulegen.

Eine Stewardess sagt dazu: Was du nicht im Haus von Freunden, bei denen du zu Besuch bist, tun würdest, das tu auch nicht im Flugzeug. In eine ähnliche Kategorie fällt das Schuheausziehen. Samt Socken. Bei Freunden wäre das im Zweifel noch in Ordnung. Den Anblick ungepflegter nackter Füße von fremden Leuten findet allerdings wirklich nicht jeder appetitlich. 

2. So tun, als würde dir der Flieger gehören

Deine Kinder auf dem Gang spielen oder dort sogar ein Nickerchen machen zu lassen ist nicht nur störend, sondern auch gefährlich. Ein Foto auf dem Instagram-Account Passenger Shaming fängt genau so eine Situation ein. Und der Kommentar einer Flugbegleiterin dazu lautet nur trocken: „Ups! Ich schwöre, ich habe Ihr Baby nicht absichtlich mit einem 100 Kilo schweren Getränkewagen überfahren – mein Fehler. Nehmen Sie als Entschädigung einen Gratisdrink!“ 

Ebenfalls nicht angebracht: den Nachwuchs auf dem Klapptisch rumturnen lassen. 


3. Heißgetränke bestellen – auf der Kurzstrecke

Bei Flügen, die weniger als eine Stunde in der Luft sind, machst du den Stewards und Stewardessen eine besondere Freude, wenn du ein Heißgetränk bestellst. Nicht. Davon abgesehen, dass es sowieso keine besonders gute Idee ist, im Flugzeug Kaffee zu trinken, haben die Flugbegleiter nur wenig Zeit, alle Passagiere mit Getränken zu versorgen. Die ersten 15 und letzten 15 Minuten eines Fluges darf nämlich nichts ausgeschenkt oder wieder eingesammelt werden. 

Dem Magazin „Fashionbeans“ verrät eine Flugbegleiterin außerdem, dass die Zubereitung von Heißgetränken ihrer Erfahrung nach dreimal so lange brauche wie andere Getränke. Meistens sei der Kaffee dann ohnehin so heiß, dass er innerhalb der Flugzeit kaum ausgetrunken werden könne.

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4. So tun, als wäre das Flugzeug ein Restaurant

Dass Essen in luftiger Höhe anders schmeckt als auf dem Boden, wissen wir mittlerweile. Und auch, dass das kulinarische Angebot meist keine geschmacklichen Höheflüge beschert. Dessen solltest du dir aber auch bewusst sein, wenn du fliegst. Denn, Überraschung: Natürlich kannst du im Flugzeug keine Karte mit einer riesigen Auswahl erwarten. Auch nicht auf längeren Flugstrecken. Schließlich muss das Plus an Auswahl auch an Bord untergebracht werden können.

5. Flugbegleiter ignorieren

Als Flugbegleiter musst du immer freundlich sein: mit einem Lächeln die Passagiere an Bord begrüßen und zum tausendsten Mal die Sicherheitseinweisung geben. Da ist es eigentlich nur höflich, den Gruß zu erwidern und zuzuhören – egal, wie oft du schon geflogen bist. Das machen aber längst nicht alle, berichtet eine Stewardess. Deshalb: Beim nächsten Boarding einfach mal zurücklächeln.

6. Beim Bestellen Zeit verschwenden

Die Frage, welches Sandwich du möchtest („Schinken oder Käse“) oder wie du deinen Kaffee trinkst („Milch und Zucker“) dürfte dich im Flugzeug nicht wirklich überraschen. Schließlich wurden vor dir meist schon einige andere Passagiere genau dasselbe gefragt. Also gibt es eigentlich keinen Grund, dir mit der Antwort Zeit zu lassen. Entscheide dich einfach vorher und teile deine Wahl den Flugbegleitern mit. Immerhin warten deine Mitreisenden auch darauf, noch bedient zu werden.

7. Die Regeln ignorieren

Regeln im Flugzeug sind nicht dazu da, dich zu ärgern – sondern für die Sicherheit aller. Umso mehr ärgert es Stewards und Stewardessen, wenn du dich nicht daran hältst. Bei ihrem Kommentar geht die befragte Flugbegleiterin auch auf jüngste Vorfälle ein: ein Tier als emotionalen Begleiter einzuchecken, um der Gebühr für mitgeführte Tiere zu entgehen, zum Beispiel. Oder ungerührt am Telefon weiterzuquatschen, wenn das gesamte Flugzeug darauf wartet, endlich abheben zu können. 

Auch wenn es hier vielleicht anders klingt: Die meisten Flugbegleiter lieben ihren Job oder mögen ihn zumindest ziemlich gern. Schließlich treffen sie nicht nur die ein oder andere Nervensäge, sondern auch ganz schön großartige Menschen.

Die Entscheidung, welcher Sorte du angehören möchtest, liegt bei dir! 

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