Verdi will auch an großen deutschen Airports Druck machen. Die Gewerkschaft forderte die Bodenverkehrsdienste, die Betreuungsdienste und teilweise auch die Flughafenfeuerwehr an den Flughäfen München, Frankfurt, Köln/Bonn und Bremen dazu auf, am 10. April zwischen 5 und 18 Uhr die Arbeit niederzulegen.

Die Lufthansa reagierte gestern Nachmittag: Wegen des Verdi-Streiks streicht die Airline heute 800 Flüge! Betroffen davon sind rund 90.000 Fluggäste, teilte das Unternehmen mit. Geplant waren eigentlich 1.600 Flüge, davon 58 Langstreckenverbindungen. 

Verdi-Streik: Das müssen Lufthansa-Passagiere wissen

Die Airline bittet ihre Fluggäste, sich vor Reiseantritt über den Flugstatus zu informieren. Sie können sich automatisch via Facebook oder Twitter über Statusänderungen ihres Fluges informieren lassen. Der Ersatzflugplan wird auf der Lufthansa-Seite veröffentlicht. 

Unabhängig davon, ob ihr Flug annulliert wurde, können alle Passagiere der Lufthansa Group (Ausnahme: Flüge, die von Swiss durchgeführt werden), die für heute 10. April, einen Flug von oder über Frankfurt und München gebucht hatten, diesen kostenlos auf einen Flug innerhalb der nächsten sieben Tage umbuchen.

Wer einen innerdeutschen Flug gebucht hat, kann auf die Bahn umsteigen – ebenfalls unabhängig davon, ob der Flug gestrichen wurde. Dazu können Fluggäste ihr Ticket online auf der Lufthansa-Seite unter „Meine Buchungen“ in einen Fahrschein der Deutschen Bahn umwandeln.

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings werden mehr als 50 Flüge an den Flughäfen Köln, München und Bremen gestrichen. Es werde ein Ersatzflugplan auf der Website veröffentlicht, so die Airline.

Condor, Eurowings und Tuifly ändern den Flugplan

Auch Condor hat bereits auf den angekündigten Warnstreik reagiert und Flugzeiten verändert. Bisher sind Flüge von und nach Frankfurt am Main vorverlegt worden oder zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Die Informationen stellt die Airline auf ihrer Website zur Verfügung.

Gleiches gilt für Tuifly, hier wurden bisher zwei Flüge vorverlegt.

Warnstreiks an vier Flughäfen: Hier gibt’s Infos

An den vier von den Warnstreiks betroffenen Flughäfen in Deutschland gibt es heute deutlichen Einschränkungen. 

Am Flughafen Frankfurt sind „insbesondere die Sicherheitskontrollstellen zum Abfluggate A und Z im Terminal 1 geschlossen“, teilt der Airport mit. „Somit besteht für Passagiere, die in Frankfurt mit Abfluggate A oder Z einchecken, KEIN Zugang zu diesem Bereich, diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen.“

Informationen rund um den Abflug erhalten Flugreisende auf den Webseiten ihrer Fluggesellschaft oder unter der Servicenummer 01806/3724636 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz), über die Website des Flughafens und über die „Frankfurt Airport App“.

Am Münchner Airport wurden ganztätige umfassende Streikmaßnahmen angekündigt. Auf der Website des Flughafens heißt es: „Aufgrund dieser Maßnahmen wird es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen.“ Den aktuellen Status ihres Fluges können Passagiere dem Flugplan entnehmen.

Der Flughafen Köln/Bonn hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, diese ist heute ab 6 Uhr unter der Nummer 02203/404000 für die Passagiere zu erreichen. Weitere Infos zu den Abflügen und Ankünften gibt’s auf der Website des Flughafens

Der Flughafen Bremen hat ebenfalls Informationen auf seiner Website zusammengestellt.