Bestreikt werden die Bodenverkehrsdienste und teilweise auch die Flughafenfeuerwehr. Verdi hat zu „Streiks an den Flughäfen in Frankfurt, München, Köln und Bremen aufgerufen“, teilte die Gewerkschaft gestern mit. 

Es werden ganztägig erhebliche Verzögerungen im Betriebsablauf sowie Flugausfälle erwartet. Passagiere werden wohl mehrere Abfluggates und somit auch ihren Flieger nicht erreichen können.

Am Dienstagmittag reagierte die Lufthansa: Sie streicht aufgrund des Streiks mehr als 800 Flüge, rund 90.000 Passagiere sind betroffen. Auch viele Maschinen der Lufthansa-Tochter Eurowings können nicht starten.

Die größten Einschränkungen gibt es für Fluggäste an den Airports München, Frankfurt am Main, Köln/Bonn und Bremen. Aber auch an anderen Flughäfen gibt es deutliche Verspätungen und Annullierungen, so in Leipzig/Halle (18 Flüge gestrichen) und Hannover (neun Abflüge gestrichen). 

Frankfurt Airport: Gates nicht erreichbar 

Allein am größten deutschen Flughafen in Frankfurt mussten bis zum Mittag 659 von urpsprünglich 1.441 geplanten Flügen gestrichen werden.

„Insbesondere sind die Sicherheitskontrollstellen zum Abfluggate A und Z im Terminal 1 geschlossen. Somit besteht für Passagiere, die in Frankfurt mit Abfluggate A oder Z einchecken, KEIN Zugang zu diesem Bereich, diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen“, teilt der Flughafen Frankfurt auf seiner Website mit. Zudem sei ganztägig mit erhöhten Wartezeiten an allen Kontrollstellen zu rechnen. 

Der Frankfurter Flughafen bittet die Fluggäste, entsprechend mehr Zeit einzuplanen und möglichst frühzeitig vor Abflug zum Check-in-Schalter zu kommen. Durch Kundgebungen der Streikenden am Flughafen könne es zudem zu Behinderungen im Straßenverkehr und somit zu verlängerten Anreisezeiten kommen.

Flughafen München: „Starke Beeinträchtigungen“

Am Münchner Airport wurden umfassende Streikmaßnahmen angekündigt. Der Ausstand werde den gesamten Tag dauern, heißt es auf der Website des Flughafens. „Aufgrund dieser Maßnahmen wird es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen.“  

Der Flughafen sowie die im Bodenverkehrsdienst tätige Tochtergesellschaft Aeroground haben mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. So solle sichergestellt werden, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung am Flughafen auch während des Streiks durchgeführt werden können.

Fluggäste sollen sich vor Reiseantritt informieren

Passagiere sollen sich vor Reiseantritt auf den Websites der Fluggesellschaften über den Status ihres Flugs informieren, gegebenenfalls die Online-Umbuchungsmöglichkeiten nutzen und sich bei Fragen an ihre jeweilige Airline wenden.

Wenn der Flug annulliert wurde und keine Umbuchungsmöglichkeit besteht, sollen Fluggäste gar nicht erst zum Airport kommen.