Kostenlos durch Prag: 10 Aktivitäten | reisereporter.de

Du willst Prag kostenlos erleben? So geht’s!

Deine Städtereise nach Prag muss nicht teuer sein. Der reisereporter verrät dir zehn kostenlose Aktivitäten, mit denen du ganz Prag entdecken und dabei deinen Geldbeutel schonen kannst.

Von der Moldau durchzogen, bietet Prag jede Menge Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten.
Von der Moldau durchzogen, bietet Prag jede Menge Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten.

Foto: imago/robertharding

Historische Anlagen, skurrile Skulpturen, interessante Friedhöfe und das aufregende Nachtleben: Wir verraten dir zehn Aktivitäten, die in Prag kostenlos sind.

1. Kostenlos durch historische Anlagen in Prag

In Prag findest du historische Burgen, Schlossanlagen und Gärten, die du dir kostenlos anschauen kannst, etwa das Wallenstein-Areal. Der Besuch das Palais ist zwischen April und Oktober an jedem Wochenende kostenfrei, zwischen November und März nur jeweils am ersten Wochenende des Monats. Da es bei den kostenlosen Besichtigungen keinen Guide gibt, kannst du dir alle zugänglichen Räume in deinem Tempo anschauen.

Der Barockgarten auf dem Areal zählt zu den schönsten in der tschechischen Hauptstadt. Neben einer künstlichen Grottenwand und geometrisch angelegten Beeten gibt es im Sommer hin und wieder Konzerte und Theateraufführungen für die Besucher.

Gratis die Prager Burg besichtigen

Die Prager Burg ist nicht zu übersehen, immerhin handelt es sich um die größte geschlossene Burganlage der Welt. Das weitläufige Areal kannst du dir in aller Ruhe anschauen, ohne einen Cent dafür bezahlen zu müssen.

Dazu gehört auch das Goldene Gässchen, die wohl berühmteste Straße der Stadt. Das könnte vor allem an den Häusern liegen, denn die sind auffallend klein und niedlich. In der Nummer 22 wohnte zwischenzeitlich der berühmte Schriftsteller Franz Kafka, dessen Spuren ihr auf eurer kostenlosen Tour durch Prag noch häufiger entdecken werdet.

Ein Besuch im Gässchen in der Wintersaison (November bis Ende März) nach 16 Uhr und in der Sommersaison (April bis Ende Oktober) nach 17 Uhr ist kostenlos.

2. Die schönsten Aussichten über Prag

Wenn du eine einmalige Aussicht über die Stadt genießen möchtest, ohne dafür zahlen zu müssen, gibt es mehrere Möglichkeiten in Prag. So bietet sich der Berg Petřín dafür an. Der Aufstieg führt durch idyllische Plantagen mit Pflaumenbäumen. Wenn du im Spätsommer in Prag zu Besuch bist, kannst du hier jede Menge Obst naschen.

Auf dem Gipfel steht ein Aussichtsturm, welcher der kleine Bruder des Eiffelturms sein könnte. Da der Besuch auf dem Turm allerdings nicht kostenfrei ist, kannst du ein paar Meter weitergehen und dort die Aussicht über die Stadt genießen.

Kostenfreie Aussicht über die Stadt sind in Prag meist mit grüner Idylle verbunden, so auch im Letná Park. Hier trifft sich die Stadt zum Entspannen, Spazieren und Sporttreiben. Am Hanavský-Pavillon kannst du es dir gemütlich machen und den Blick über Prag schweifen lassen.

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3. Stadtviertel erkunden

Natürlich ist es keine Überraschung, dass Stadtviertel kostenlos zu besichtigen sind. Dennoch gibt es in Prag drei Viertel, die besonders viel zu bieten haben.

In der Prager Altstadt reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Dazu gehört auch die bekannteste Flussüberquerung der Stadt: die Karlsbrücke. Doch Vorsicht! Wenn du gemütlich über das Bauwerk schlendern möchtest, solltest du entweder sehr früh aufstehen oder den Brückenspaziergang auf den Abend verlegen.

Tagsüber gibt es dort vor Touristen kaum ein Durchkommen. Alternativ kannst du auch einfach die nächste Brücke flussabwärts nehmen. Von dort aus kannst du dir die Karlsbrücke in ihrer ganzen Pracht anschauen – ohne Trubel.

Zahlreiche Cafés und Straßenkünstler erwarten dich auf dem Altstädter Ring. Und wenn du dich fragst, warum die Menschen vor dem Rathaus immer nach oben schauen, solltest du auch mal einen Blick riskieren.

Denn dort befindet sich die Prager Rathausuhr, eine astronomische Uhr, welche dir neben der Uhrzeit auch den Umlauf von Mond und Sonne sowie eine Kalenderscheibe mit Tierkreiszeichen anzeigt.

Am Prager Rathaus lohnt sich ein Blick nach oben. Zwischen 9 und 21 Uhr erscheinen zu jeder vollen Stunde die zwölf Apostel.
Am Prager Rathaus lohnt sich ein Blick nach oben. Zwischen 9 und 21 Uhr erscheinen zu jeder vollen Stunde die zwölf Apostel. Foto: pixabay.com/Rashidaj

Mit dem Wenzelsplatz schließt sich die Prager Neustadt direkt an die Altstadt an. Der Platz hat seinen Namen eigentlich gar nicht verdient, denn er erstreckt sich über etwa 750 Meter und gleicht so mehr einem Boulevard. Hier kannst du das bunte Treiben der Stadt beobachten und entlang der Läden bis zur Wenzelsstatue laufen. In der Vergangenheit war der Wenzelsplatz immer wieder Schauplatz großer Demonstrationen.

Etwas außerhalb, aber keineswegs weniger sehenswert, ist das jüdische Viertel. Neben mehreren Synagogen gibt es am Rathaus auch hier eine besondere Uhr zu sehen. Das hebräische Ziffernblatt fällt nicht nur durch die Zeichen auf, die Zeiger laufen bei dieser Uhr auch in die andere Richtung.

4. Kostenlose Stadtführungen

Bei den kostenlosen Stadtführungen in Prag lernst du die verschiedenen Stadtviertel gemeinsam mit einem Guide kennen. Du willst wissen, wo Kafka gearbeitet hat oder warum seltsame Figuren von Riesenbabys den Fernsehturm hochkrabbeln?

Die Guides werden es dir erzählen, und das kostenlos. Ob du am Ende ein Trinkgeld springen lässt, ist ganz dir überlassen. Mehrere Anbieter nehmen dich mit auf kostenfreie Stadtführungen.

5. Spar dir den Eintritt für Museen

Auf der Seite der Prager Nationalgalerie findest du einen Kalender, der dir die Tage anzeigt, an denen ein kostenloser Besuch in dem Museum möglich ist. Ein Besuch im Armeemuseum ist das ganze Jahr über kostenlos.

Einmal im Jahr, an einem Samstagabend im Juni, findet außerdem die Prager Museumsnacht statt, bei der kein Museum Eintritt verlangt. Das genaue Datum wird einen Monat vorher bekannt gegeben.

6. Kostenlos durch die Prager Nacht

Um einen richtig guten und geselligen Abend in Prag zu verbringen, muss du nicht in einen Club gehen. Denn auf der Flaniermeile Náplavka direkt an der Moldau ist in den Abendstunden jede Menge los. An lauen Sommerabenden ist dieser Ort einer der belebtesten der Stadt – mit vielen Straßenkünstlern, Musikern, Touristen und Einheimischen.

Doch manchmal muss es eben doch ein Clubbesuch sein, vor allem an kälteren Tagen. Auch dafür gibt es in Prag kostenlose Angebote. So kannst du montags kostenfrei im Club Roxy feiern und dir Livemusik anhören. Im Club Termix ist der Eintritt täglich frei und es werden Partyhits für die breite Masse aufgelegt.

7. Friedhöfe

Friedhöfe? Unbedingt! Tatsächlich kannst du in der tschechischen Hauptstadt nicht alle Friedhöfe kostenlos besuchen, aber es gibt auch sehenswerte Ausnahmen. Noch dazu lassen sich dort die Gräber der ein oder anderen Prager Berühmtheit entdecken.

Der Friedhof Vyšehrad auf der gleichnamigen Burg fällt vor allem durch seine eindrucksvollen Grabanlagen auf, die mit Skulpturen und Denkmälern bestückt sind. Die tschechischen Komponisten Antonín Dvořák und Bedřich Smetana haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.

Im jüdischen Viertel gibt es mehrere Friedhöfe, jedoch sind die Besichtigungen nicht überall kostenlos. Trotzdem kannst du auch hier weiter auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten wandeln und das Grab des Schriftstellers Franz Kafka auf dem Neuen Jüdischen Friedhof besuchen, ohne Geld dafür zahlen zu müssen.

8. Kostenlose Konzerte

In Prag gibt es Konzerte für unterschiedliche Geschmäcker, und einige davon kosten die Besucher keinen Cent. Im Musikmuseum zeigen Schüler regelmäßig instrumentale Darbietungen oder auch Opern und Musicals.

Außerdem findet im Sommer jährlich das kostenlose „United Islands of Prague“-Festival statt. Mehrere Bühnen verteilen sich auf den verschiedenen Inseln der Moldau. Künstler aus der ganzen Welt kommen für diese Konzerte nach Prag, und der Eintritt ist kostenfrei.

9. Außergewöhnliche Skulpturen

Um Kunst du begegnen, musst du nicht ins Museum. Wenn du durch die Prager Straßen läufst, werden dir immer wieder seltsame Skulpturen auffallen, an denen kein Blick vorbeiführt.

Bei einer Kunstinstallation ist es ratsam, den Blick nach oben zu richten, wenn du in der Nähe des Prager Fernsehturmes bist. Im Laufe des Frühjahrs 2018 sollen dort wieder zehn Riesenbabys hoch- und runterkrabbeln, die seit Herbst 2017 restauriert wurden. Im Jahr 2000 zählte Prag zu Europas Kulturhauptstädten, was der Anlass für diese sonderbare Installation war.

Doch das sind nicht die einzigen außergewöhnlichen Skultpuren, die David Černý in Prag erschaffen hat. So gibt es ebenfalls seit 2000 eine weitere Gruppe Babys, allerdings auf dem Boden. Die „Miminka“ befinden sich im Park des Kampa-Museums. Aber wer dort ein paar süße Gesichter entdecken will, wird enttäuscht sein: die „Miminkas“ haben keines, es ist eingedrückt. Künstlerische Freiheit eben.

In der Lucerna-Passage wirst du ein Denkmal des heiligen Wenzels entdecken, welches seltsamer kaum sein könnte. Das Pferd hängt kopfüber von der Decke, und Wenzel sitzt sozusagen auf dem Bauch des Tieres.

Der neueste Streich des Künstlers ist eine bewegliche Büste des Schriftstellers Kafka. Das eindrucksvolle Objekt steht vor dem Einkaufszentrum Quadrio und besteht aus 42 Schichten. Dadurch ist der Kopf ständig in Bewegung.

10. Brücken- und Inselhopping

In Prag hast du 15 Möglichkeiten, die Moldau zu überqueren. Und zu Fuß ist das auch völlig kostenlos. Möchtest du dich nicht über die meist von Touristen überfüllte Karlsbrücke quälen, sind andere Brücken im Zentrum eine Möglichkeit, die Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Durch die Breite des Flusses gibt es außerdem allerhand kleine Inseln, die einen Besuch wert sind. Einige Inseln sind mit Sehenswürdigkeiten bestückt, wie beispielsweise mit dem Sophienpalais. Andere wiederum laden mit Parks und Grünflächen zum Entspannen ein.

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