Nachdem Ryanair am 20. März angekündigt hatte, 75 Prozent von Laudamotion übernehmen zu wollen, schmeißen jetzt die Veranstalter des Tourismuskonzerns Thomas Cook – darunter Neckermann – die Laudamotion-Flüge mit den OE-Flugnummern aus ihrem Programm. 

Die Passagiere werden stattdessen auf den konzerneigenen Ferienflieger Condor umgebucht. Eine Sprecherin von Thomas Cook sagt: „Nach Bekanntgabe der geplanten Übernahme der Mehrheitsanteile von Laudamotion durch Ryanair hat sich Thomas Cook als Veranstalter vorsorglich dazu entschlossen, eine Flugalternative bereitzuhalten, um die Beförderung seiner Gäste jederzeit gewährleisten zu können.“ 

In den sozialen Netzwerken sorgt die Entscheidung für Unmut, zum Beispiel auf der Facebook-Seite von Laudamotion:

Laudamotion: Drohen Flugstreichungen wegen Personalmangel?

Weitere Angaben wollte der Konzern zunächst nicht machen. Es kursieren allerdings zwei weitere Spekulationen in Branchenkreisen, wie die Fachzeitschrift „fvw“ berichtet. Thomas Cook befürchte, dass Laudamotion die Flugzeuge nicht mit genügend Crews ausstatten könne und es daher zu Flugstreichungen kommen werde.

Auf der Condor-Website sind die Laudamotion-Flüge unterdessen auch weiter buchbar. Die deutsche Airline hatte nach der Ankündigung von Ryanair, die Mehrheit an Laudas Fluglinie übernehmen zu wollen, positiv reagiert: „Wir freuen uns für Niki Lauda, in Ryanair einen starken Partner gefunden zu haben, der den Business-Plan von Laudamotion unterstützt. Unsere Kooperation besteht natürlich fort und wird von den heutigen Nachrichten nicht berührt.“

Zumindest der Mutterkonzern Thomas Cook sieht das inzwischen offensichtlich anders.